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Warum Ist Englisch Die Weltsprache?

Warum Ist Englisch Die Weltsprache
Englisch: Wie die englische Sprache zur Weltsprache wurde Artikel bewerten: Durchschnittliche Bewertung: 4.15152 von 5 bei 66 abgegebenen Stimmen. Für die weltweite Verbreitung der englischen Sprache sorgte die Ausdehnung des britischen Weltreichs, des British Empire, Die Engländer haben schon sehr früh, um 1500, damit begonnen, durch die Weltmeere zu segeln und fremde Länder zu erobern. So kam es, dass im 19.

Jahrhundert unter anderem Australien, Neuseeland, Indien, Teile Chinas und und Nordamerika unter englischer Herrschaft standen. In einigen dieser Länder hat sich Englisch als die Hauptlandessprache durchgesetzt. Heutzutage hat vor allem Amerika, besser gesagt die USA, einen großen Einfluss auf das Weltgeschehen.

Sowohl in Politik und Wirtschaft, vor allem aber in der modernen Popmusik gibt Amerika oft den Ton an – natürlich auch das ebenfalls englischsprachige Großbritannien. Ob Rock’n’Roll, Swing, Blues, HipHop oder Rap – alles made in USA oder made in the UK,

Da diese Musik in fast allen Ländern der Welt gehört wird, verbreitet sich auch die Sprache, in der gesungen wird. Übrigens ist Englisch zwar die am weitesten verbreitete Sprache der Welt, jedoch nicht die am meisten gesprochene. Allein die chinesische Hochsprache Mandarin wird von viel mehr Menschen gesprochen, weil es einfach unglaublich viele Chinesen auf der Welt gibt.

Zum Vergleich: «Nur» etwa 320 Millionen Menschen sprechen Englisch als Muttersprache, Mandarin hingegen wird von circa 870 Millionen Chinesen gesprochen! Wenn man allerdings zu den Englischmuttersprachlern alle Menschen zählt, die Englisch zu ihrer eigenen Sprache dazugelernt haben, dann holt man sogar die Chinesen ein: Weltweit können nämlich bis zu einer Milliarde Menschen Englisch sprechen und verstehen.

Wann ist Englisch zur Weltsprache geworden?

Englisch wurde im 19. Jahrhundert zur Weltsprache Warum Englisch die Weltsprache ist – Der Erfolg der englischen Sprache begann im 19. Jahrhundert, als Großbritannien zum Imperium wurde und so bis zu einem Drittel der Weltbevölkerung beherrschte.29.06.2014, 18:37 Uhr Die Engländer haben schon sehr früh, um 1500, damit begonnen, durch die Weltmeere zu segeln und fremde Länder zu erobern.

So kam es, dass im 19. Jahrhundert unter anderem Australien, Neuseeland, Indien, Teile Chinas uns Afrikas und Nordamerika unter englischer Herrschaft standen. in einigen dieser Länder hat sich Englisch als die Haupt-/Landessprache durchgesetzt. Ein weiterer Grund könnte sein, dass Englisch eine leichte Sprache ist, weil die Grammatik bei vielen Ländern ähnlich ist.

Zudem kurbelte Amerika den Fortschritt zur Weltsprache an, indem es Englisch als Landessprache übernahm. Die Medien haben auch beigetragen wie zum Beispiel Musik und Film, da die meisten auf Englisch sind. Bevor Englisch zur Weltsprache wurde, war Französisch die am meisten gesprochene Sprache.

Großbritannien

Wie kam es zur Weltsprache?

Entwicklung von Weltsprachen – Die meisten Weltsprachen entstanden durch kriegerische Expansionen von Staaten, in denen die entsprechende Sprache gesprochen wurde, und anschließende langdauernde Hegemonie der eroberten Gebiete. Dies gilt für alle Regionen der Erde und sowohl für die Weltsprachen der Antike wie für jene der Neuzeit oder der Gegenwart.

Warum ist Englisch die wichtigste Sprache auf der Welt?

Englisch gilt schon seit dem 19. Jahrhundert als die Weltsprache schlechthin. Sie ist insgesamt betrachtet die meistgesprochene Sprache der Welt, offizielle Landessprache in 38 Ländern, und außerdem eine wichtige internationale Bildungs- und Kultursprache.

Das macht Englisch als Zweitsprache besonders interessant zu lernen, da man sich fast auf der ganzen Welt damit verständigen kann. Die Bezeichnung als Weltsprache ist jedoch gar nicht offiziell und Englisch wurde auch nie ordentlich als solche gekürt. Auch die Erzählung, es habe in den mächtigen USA eine Wahl der Landessprache gegeben, bei der Deutsch nur knapp den Sieg vor Englisch verpasst hätte, hält sich hartnäckig, ist jedoch ein Mythos – die sogenannte Mühlenberg-Legende.

Wie kam es also tatsächlich dazu, dass die englische Sprache sich den Status als Weltsprache sichern konnte?

Wie wurde Englisch zur Weltsprache Abstimmung?

Im Jahr 1794 soll es in den USA eine Abstimmung darüber gegeben haben, was die Amtssprache wird. In dieser Zeit gab es relativ viele Deutsche in Amerika, weshalb bezüglich der Amtssprache die Frage gestellt worden sein soll: Deutsch oder Englisch? Das Ergebnis: 41 zu 42 für Englisch.

Was ist die 1 Weltsprache?

8. Russisch – Russisch ist Amtssprache in Russland, Kasachstan, Weißrussland und Kirgisistan und wird von 258 Millionen Menschen auf der Welt gesprochen, Russisch gehört zur ostslawischen Untergruppe der slawischen Sprachfamilie, Die Sprache hat drei Geschlechter für Substantive, nämlich männlich, weiblich und sächlich.

Was ist die 4 Weltsprache?

12 Weltsprachen — Meistgesprochene Sprachen der Welt — Weltsprachen Weltsprachen.net bietet Ihnen ausführliche Informationen über die Weltsprachen. Bei diesen 12 Weltsprachen handelt es sich um die meistgesprochenen Sprachen der Welt. Sie erfahren interessante Fakten zu den 12 Weltsprachen, wie man sagt und welche Möglichkeiten es gibt, diese Sprachen zu lernen.

  1. WAS IST EINE WELTSPRACHE? Das wichtigste Merkmal von Weltsprachen ist die hohe Anzahl ihrer Sprecher, sowohl als Muttersprache wie auch als Fremdsprache.
  2. Weltsprachen sind also die meist­gesprochenen Sprachen der Welt.
  3. Manchmal wird auch die geografische Verbreitung einer Sprache als ein wichtiges Merkmal einer Weltsprache gesehen.

Nach dieser Theorie gibt es nur 5 Weltsprachen:,,, und, Nur diese Sprachen werden nämlich in Staaten mehrerer Kontinente als Amtssprachen verwendet.

Die internationale Bedeutung einer Weltsprache ist die Frage, inwieweit diese Sprache als Verkehrssprache eingesetzt wird bei internationalen Kontakten und in der Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Da die Sprachen,, und nur selten als inter­nationale Verkehrssprachen zur Verwendung kommen, werden diese Sprachen trotz der grossen Anzahl von Sprechern von vielen nicht als Weltsprachen angesehen. Bei Wikipedia gibt es auch einen über die Weltsprachen.

P.S. Wenn Sie eine der Weltsprachen lernen wollen, dann empfehlen wir Ihnen dazu die exzellenten Sprachkurse von Diese sind effektiver und viel günstiger als Rosetta Stone!

Weltsprachen.net durchsuchen:

Liste von Sprachlernprogrammen, Vokabeltrainern und Apps für weitere Sprachen: : 12 Weltsprachen — Meistgesprochene Sprachen der Welt — Weltsprachen

Warum wurde die deutsche Sprache nicht zur Weltsprache?

Warum ist Deutsch nicht die Weltsprache geworden? Weil dem Deutschen einerseits nie die Eleganz und Weltläufigkeit wie dem Französischen zugemessen wurde. Letzteres hatte seine unbestrittene Rolle bei Hofe und im diplomatischen Verkehr.

Was ist die schwerste Sprache zu lernen?

Chinesisch ist auf der UNESCO-Liste die Top 1 schwerste Sprache der Welt. Und auch für Deutschsprechende ist sie die größte sprachliche Herausforderung.

Was ist die 2 wichtigste Sprache der Welt?

Liste der Sprachen nach Anzahl an Muttersprachlern (CIA World Factbook, 2018) – Die elf meistgesprochenen Sprachen nach der Gesamtzahl an Muttersprechern als Anteil der Weltbevölkerung waren nach Angaben des CIA World Fact Book im Jahre 2018:

Rang Sprache Sprachfamilie Sprecher als Anteil der Weltbevölkerung
1 Mandarin-Chinesisch Sinotibetische Sprachen 12,3 %
2 Spanisch Indogermanische Sprachen 6,0 %
3 Englisch Indogermanische Sprachen 5,1 %
4 Arabisch Afroasiatische Sprachen 5,1 %
5 Hindi Indogermanische Sprachen 3,5 %
6 Bengalisch Indogermanische Sprachen 3,3 %
7 Portugiesisch Indogermanische Sprachen 3,3 %
8 Russisch Indogermanische Sprachen 2,1 %
9 Japanisch Japanische Sprachen 1,7 %
10 Ostpanjabi Indogermanische Sprachen 1,3 %
11 Indonesisch Austronesische Sprachen 1,1 %

Welche Rolle spielt Englisch als Weltsprache?

Weltsprache Die Zahl der Menschen, die mindestens zwei Sprachen sprechen, hat sich durch die Globalisierung deutlich erhöht. Parallel zur Sprache für den Alltag wird immer häufiger Englisch als Weltsprache für Handel, Politik, Kultur und Fernverkehr genutzt.

Was wäre fast die Weltsprache geworden?

Rätsel des Alltags Wäre Deutsch fast Landessprache der USA geworden? – Düsseldorf (RP). Im Jahr 1790 lebten in den USA rund 277.000 Amerikaner deutscher Abstammung. Etwa 14.000 von ihnen in Pennsylvania, wo sie etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachten.

Hier ist auch der Ursprung der weit verbreiteten «Mühlenberg-Legende» zu suchen.14.09.2005, 11:31 Uhr Was verbirgt sich wohl hinter der «Mühlenberg-Legende»? Foto: ddp, ddp Danach stimmte das Parlament des Staates Pennsylvania um 1790 angeblich darüber ab, ob Deutsch zur offiziellen Landessprache erklärt werden sollte.

Der Sprecher des Parlamentes, der Deutsch-Amerikaner Frederick Augustus Conrad Mühlenberg, soll die entscheidende Stimme für Englisch und gegen Deutsch abgegeben haben. Tatsächlich fand diese Abstimmung nie statt. Wahr ist jedoch eine andere Geschichte, die den Kongress der Vereinigten Staaten und eine Gruppe deutscher Einwanderer aus Virginia betrifft.

Diese legten am 9. Januar 1794 dem Kongress eine Petition vor, in der sie die Veröffentlichung einiger Gesetze in deutscher Fassung zur Erleichterung derjenigen Einwanderer beantragten, die noch kein Englisch gelernt hatten. Der Antrag wurde jedoch vom zuständigen Gremium mit 42 zu 41Stimmen abgelehnt.

Ausgerechnet der deutschstämmige Frederick Mühlenberg soll sich der Stimme enthalten (nach einer anderen Version: die entscheidende Nein-Stimme abgegeben) und nach der Abstimmung erklärt haben: Je eher die Deutschen Amerikaner werden, desto besser. Seit 1840 wird die Mühlenberg-Legende immer wieder verbreitet.

Warum wird in Amerika Englisch und nicht Deutsch gesprochen?

Woher kommt das amerikanische Englisch? – Insbesondere die englischsprachigen Siedlerkolonien liessen sich an der nordöstlichen Küste der Vereinigten Staaten nieder. Daher wurde Englisch hier besonders häufig gesprochen. Vor dem Unabhängigkeitskrieg von 1775-1783 gab es in den USA noch keine offizielle Amtssprache und die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sprachen in ihrer eigenen Muttersprache.

War Deutsch Mal Weltsprache?

Er sollte einmal ein erfolgreicher Unternehmer werden. Deshalb schickte der Vater ihn auf eine deutschsprachige Schule in Istanbul. Doch der Plan ging nicht auf, erzählt der griechische Schriftsteller Petros Markaris. Wie kam ich zur deutschen Sprache? Griechische Jungen und Mädchen in Istanbul besuchten Ende der Vierzigerjahre nach der griechischen Grundschule normalerweise das griechische Gymnasium. Die bevorzugte Fremdsprache der Minderheiten und des türkischen Bildungsbürgertums war damals wiederum Französisch.

  1. Das merkte man schon an der Zahl der Fremdschulen: In Istanbul gab es sechs französischsprachige Gymnasien, zwei englischsprachige und nur ein deutschsprachiges Gymnasium – das österreichische St.
  2. Georgs-Kolleg.
  3. Als ich im zweiten oder dritten Gymnasialjahr war, wurde auch die Deutsche Schule Istanbul wieder eröffnet.

Ich besuchte also eine deutschsprachige Schule und wählte damit einen Sonderweg: ein griechischer Junge, der weder in eine griechische noch in eine französische Schule ging! Dabei hatte die deutsche Sprache in unserer Familie keine Tradition. Meine Eltern sprachen Französisch, mein Großvater Englisch.

  1. Die anderen Mitglieder der Familie nur Griechisch und Türkisch, also keine Fremdsprachen.
  2. Folglich hatte ich keine Vorliebe für die deutsche Sprache, als ich ins St.
  3. Georgs-Kolleg kam.
  4. Ich bin väterlicherseits Armenier und mütterlicherseits Grieche.
  5. Es gab in der ganzen Schule keinen einzigen Armenier und nur noch einen griechischen Jungen.

Und mich, den Halbgriechen. Die Kinder jüdischer Familien setzten ihr Studium fast ausnahmslos in einer französischen Schule fort. Ich ging ins St. Georgs-Kolleg, um den Traum meines Vaters zu erfüllen. So fing meine langjährige und fast alltägliche Beziehung zur deutschen Sprache an.

  1. Mein Vater war Kaufmann, er hatte eine kleine Importfirma, und ich war, als einziger Sohn der Familie, dazu ausersehen, sein kleines Unternehmen zu übernehmen.
  2. Damals folgte der älteste Sohn einer Minderheiten-Familie fast immer den Spuren seines Vaters.
  3. Er übernahm sein Unternehmen, seine Arztpraxis oder seine Anwaltskanzlei.

Die jüngeren Söhne hatten bei der Auswahl ihrer Berufe mehr Freiheiten. Sprachliche Zurückhaltung nach dem Krieg Die Wahl des Deutschen als Fremdsprache wirkte befremdlich auf unsere nähere Verwandtschaft. «Warum soll der Junge nicht im ‘Zografion’, dem griechischen Gymnasium, weitermachen?», fragten sie sich. «Und wenn er unbedingt in einer fremden Schule studieren muss, warum dann nicht in einer französischen?» Was sie nicht wussten: Es war das deutsche Wirtschaftswunder, das mich ins St. Georgs-Kolleg geschickt hatte.

Mein Vater war fest davon überzeugt, dass die deutsche Sprache sich als internationale Unternehmersprache der Zukunft durchsetzen würde. Daher sein Entschluss, mich in ein deutschsprachiges Gymnasium zu schicken. Er hat sich in beiden Fällen völlig geirrt. Ich übernahm nicht seine Firma, und Deutsch wurde auch nicht die internationale Unternehmersprache.

Wenn ich aber heute auf diese Zeit zurückblicke, so scheint es mir, dass die Idee meines Vaters doch nicht so abwegig war. Die deutsche Sprache hatte damals gute Aussichten, sich international als Unternehmersprache zu bewähren. Der wirtschaftliche Durchbruch, der damals der Bundesrepublik gelungen war, war die treibende Kraft auch für das übrige westliche Europa.

Nicht nur mein Vater bewunderte Westdeutschland. Ganz Europa schaute erstaunt zu, wie sich die Bundesrepublik als Exportnation Europas etablierte. Trotzdem wurde die deutsche Sprache nicht zur Weltsprache, ja nicht einmal zur internationalen Unternehmersprache. Meines Erachtens gibt es dafür mehrere Gründe.

Zum einen hielten sich die Deutschen bewusst zurück. Sie waren stolz auf ihren Aufschwung, wollten aber mit ihrer Sprache, die während des Zweiten Weltkriegs weltweit verabscheut wurde, nicht erneut die Welt provozieren. Der zweite Grund waren die Amerikaner.

  1. Niemals in ihrer Geschichte waren die USA so beliebt wie am Ende des Kriegs.
  2. Ihre große finanzielle Unterstützungsoffensive in Europa hatte eine Welle der Bewunderung und der Dankbarkeit ausgelöst, zumal die Westeuropäer erlebten, wie schlecht die Sowjetunion mit den europäischen Nachbarländern im Osten umging.

Erwünschte Dominanz des Amerikanischen Diese Dankbarkeit war in Westdeutschland besonders stark ausgeprägt. Die Deutschen waren eine geteilte Nation; die DDR war für die Bundesrepublik ein Monster und eine alltägliche Gefahr zugleich. West-Berlin lag mitten in der DDR. Die Amerikaner waren also für die Westdeutschen nicht nur ihre Gönner, sondern auch ihre Schutzengel.

Sie wollten ihre Dominanz nicht infrage stellen. Im Gegenteil: Sie akzeptierten sie mit Wohlwollen. Das betraf nicht nur die Politik, sondern auch die Sprache. Das Amerikanische (und nicht das Englische!) dominierte – nicht nur, weil die USA eine Weltmacht und Beschützer des Westens waren, sondern auch (und vor allem), weil sie sich nach dem Krieg so beliebt machten, dass jeder gerne ihre Sprache sprach.

Die Frage, ob die Deutschen aus ihrer Sprache eine führende Weltsprache hätten machen können, bedarf also keiner weiteren Antwort: Sie wollten es einfach nicht. Petros Markaris kam 1937 als Sohn eines armenischen Vaters und einer griechischen Mutter in Istanbul zur Welt. Internationale Erfolge feierte der Schriftsteller unter anderem mit seinen Kriminalromanen, in denen der schrullige Kommissar Kostas Charitos ermittelt. Petros Markaris lebt und arbeitet in Athen.

Ist Deutsch eine Weltsprache?

Die Weltsprache Deutsch wird benachteiligt 26.05.2008, 11:08 | Lesedauer: 2 Minuten Zwar ist Deutsch im internationalen Vergleich eine der wichtigsten Sprachen, und es gibt Tausende deutscher Wörter, die in andere Sprachen «ausgewandert» sind. Trotzdem wird Deutsch vor allem in der EU zugunsten von Englisch und Französisch benachteiligt.

Das sollte sich ändern, findet unser Kolumnist. Deutsch ist in der EU die meistverbreitete Muttersprache, vor Englisch und Französisch. Es ist Amtssprache in sieben europäischen Ländern und anerkannte Minderheitensprache in fünf weiteren. Weltweit steht Deutsch nach der Zahl der Muttersprachler auf Platz zehn und auf Platz vier nach der Zahl derer, die es als Fremdsprache erlernen (nach Englisch, Spanisch, Mandarin).

Unter den Sprachen, aus denen am meisten in andere übersetzt wird, belegt es Rang drei (nach Englisch und Französisch). Bei Wikipedia ist Deutsch die zweitwichtigste Sprache – nur auf Englisch bietet die Internet-Enzyklopädie mehr Stichwörter. Und laut Unesco ist Deutsch die Nummer eins der Sprachen weltweit, in die übersetzt wird.

  1. Nach der Zahlenlage ist Deutsch also eine Weltsprache.
  2. Trotzdem wurden viele Goethe-Institute in vielen Ländern geschlossen, trotzdem ist Deutsch als Wissenschaftssprache flächendeckend auf dem Rückzug, trotzdem wird Deutsch als Amtssprache in der EU weiterhin zugunsten von Englisch und Französisch untergebuttert.

Dies mag historische Gründe haben, sagt der frühere Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof, es sei „aber auch auf eine übervorsichtige Zurückhaltung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zurückzuführen.» Der Sprachkritiker Wolf Schneider wird da deutlicher: „Sind wir nicht großartig, wenn wir das Mögliche tun, den Zweiten Weltkrieg auch mehr als sechzig Jahre danach wenigstens sprachlich Tag für Tag aufs Neue zu verlieren?»

Was ist die Sprache der Zukunft?

Studie offenbart die Sprachen der Zukunft Eine neue Studie von Preply offenbart welche Sprachen in Zukunft am häufigsten gesprochen werden und welche Sprachen in verschiedenen Ländern am meisten gefragt sind. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie bitte, Schätzungen zufolge werden heute mehr als 7.139 Sprachen gesprochen und jeden Tag entstehen neue, während andere schnellen Schrittes aussterben.

  • Ungefähr 40 % der heutigen Sprachen sind davon bedroht, zu verschwinden, während die Top-Sprachen vermutlich immer weiter verbreitet werden.
  • Laut der Studie werden Mandarin, Spanisch, Englisch und Hindi bis 2050 die vier meistgesprochenen Sprachen sein.
  • Alle diese Sprachen werden einen Zuwachs an Muttersprachlern verzeichnen, wobei Englisch und Spanisch mit 44 % den größten Zuwachs verzeichnen werden.

Bis 2050 wird das chinesische Mandarin die Sprache mit der weltweit höchsten Anzahl von Muttersprachlern bleiben, aber Chinas alternde Bevölkerung und die sinkende Geburtenrate werden das vorhergesagte Wachstum auf nur 27 % beschränke

Was ist die am wenigsten gesprochene Sprache?

Forscher will Sprache retten, die nur noch von 5 Menschen gesprochen wird Auf der Welt werden schätzungsweise 6000 Sprachen gesprochen. Nahezu täglich verringert sich diese Anzahl, weil Sprachen, die nur noch von wenigen Sprechern beherrscht werden, aussterben.

Eine dieser stark bedrohten Sprachen ist Yuchi oder Euchee (sprich: Jutschi), das nur noch von 5 Menschen fließend gesprochen wird. Richard Grounds, Professor für Anthropologie an der und selbst einer der Sprecher dieser Indianersprache, will jetzt mit staatlicher finanzieller Unterstützung diese Sprache vor dem Aussterben retten.

Yuchi wird von Angehörigen eines Indianer-Stammes im US-Bundesstaat Oklahoma gesprochen. Die Sprache ist vor allem wegen ihrer Isoliertheit unter den Indianersprachen bei Anthropologen und Linguisten bekannt (es gibt allerdings Forscher, die gewisse Verbindungen von Yuchi zur großen Gruppe der Na-Dene-Sprachen, die im Norden der USA und in Kanada gesprochen werden, sehen).

In dem mit jährlich knapp 100.000 Dollar (über drei Jahre) unterstützten Projekt zur Rettung des Yuchi will Grounds sowohl mündliche Sprachaufzeichnungen auf CD erstellen als auch Lehrprogramme für Yuchi entwickeln, so dass die Sprache durch Lehrer an die nächstfolgende Generation weitergegeben werden kann.

Bei den Aufnahmen werden die noch fließend Yuchi sprechenden Menschen von ihrem Leben und ihrer Kultur erzählen. Auf diese Weise kann nicht nur Aufschluss über grammatische Formen gewonnen werden, sondern auch der Wortschatz der Sprache zumindest ansatzweise aufgezeichnet werden.

Was ist die deutsche Ursprache?

Die deutsche Sprache ist eine germanische Sprache, Das heißt, dass sie sich aus der Sprache der alten Germanen entwickelt hat. Diese Herkunft hat sie mit Sprachen wie Englisch oder Niederländisch gemeinsam, sie sind deshalb einander ähnlich. Fast hundert Millionen Menschen haben Deutsch als Muttersprache,

  1. So gut wie alle von ihnen leben in Deutschland, Österreich oder der Schweiz,
  2. Deutsch spricht man außerdem in Liechtenstein, Luxemburg und in Teilen von Belgien, Frankreich, Dänemark und Italien,
  3. Mit Deutsch meint man Hochdeutsch.
  4. Das ist das Deutsche, wie es in der Mitte und im Süden gesprochen wurde.

In Norddeutschland sprach man früher Niederdeutsch oder Plattdeutsch. In der Neuzeit haben die Norddeutschen langsam zum Hochdeutschen gewechselt. Hochdeutsch sagt man heute aber auch, wenn man das Standarddeutsche meint. Das ist die Art von Deutsch, wie es in der Schule gelernt wird und wie die meisten Leute schreiben.

  1. Die deutschsprachigen Menschen reden aber von Ort zu Ort ein bisschen anders.
  2. Diese verschiedenen Arten nennt man Dialekte,
  3. Das Deutsche ist dafür bekannt, dass die Dialekte sich sehr voneinander unterscheiden können.
  4. Von der Sprache der alten Germanen wissen wir sehr wenig.
  5. Das liegt daran, dass man bis ins Mittelalter fast nur Latein geschrieben hat und fast nie Deutsch.

Das älteste Geschriebene, das wir noch haben, stammt aus dem 8. Jahrhundert, In dieser Zeit sprach man Arten des Althochdeutschen. Von etwa 1050 bis 1350 benutzte man Mittelhochdeutsch. Ab dann entstand langsam das Neuhochdeutsche. Seit der Zeit um 1750 gibt es mehr oder weniger das Deutsche, das wir heute sprechen.

Vor 500 Jahren war die Luther – Bibel ein wichtiges Buch auf Deutsch.

Zu „Deutsche Sprache» findet ihr einen besonders einfachen Artikel auf MiniKlexikon.de und mehr Inhalte auf Blinde Kuh und Frag Finn, Das Klexikon ist wie eine Wikipedia für Kinder und Schüler. Das Wichtigste einfach erklärt, mit Definition, vielen Bildern und Karten in über 3000 Artikeln,

Was ist die Ursprache der Welt?

Die Sprachenvielfalt der Welt

Magazin01.07.1995Lesedauer ca.17 Minuten

Erstbesiedlung, Ausbreitung der Landwirtschaft, Völkerwanderung, Handel und Eroberung sind die wesentlichen Ursachen dafür, daß eine Sprache sich in einem Gebiet durchsetzt. Ein Zusammenwirken vieler Disziplinen erlaubt es, diese Geschichte für die ganze Erde im einzelnen zu rekonstruieren.

Im 5. Jahrhundert vor Christus notierte der antike Geschichtsschreiber Herodot, der ägyptische Pharao Psammetich I. (Regierungszeit 664 bis 610 vor Christus) habe zwei Neugeborene in völliger Isolation aufziehen lassen, bis sie miteinander zu sprechen begannen. Ihre erste Äußerung sei «bekos» gewesen: das Wort für Brot in der anatolischen Sprache Phrygisch, wie die Hofschreiber herausfanden.

Sie schlossen daraus, daß Phrygisch die Ursprache der Welt sei. Über lange Zeit war die Qualität der einschlägigen Forschung nicht wesentlich besser als dieses abstruse Experiment. Bis zum 19. Jahrhundert waren die Spekulationen über den Ursprung der menschlichen Sprache gar so inhaltsleer geworden, daß die Pariser linguistische Gesellschaft das Thema aus ihren Diskussionen verbannte.

  • Inzwischen jedoch haben Fortschritte in der Archäologie, der Genetik und der Sprachwissenschaft selbst endlich Möglichkeiten eröffnet, die Vielfalt der Sprachen auf der ganzen Erde und ihre Entstehung plausibel nachzuvollziehen.
  • Einzelheiten sind noch heftig umstritten, und jeder Versuch einer Synthese kann bislang nur vorläufig sein; aber die großen Linien beginnen sich abzuzeichnen.Die Linguisten können ihre Hypothesen auf den Ertrag von 200 Jahren Forschungsarbeit gründen.

Manche Sprachen sind einander im Wortschatz, in der Grammatik, der Wortbildung und der Aussprache so ähnlich, daß sie von einem gemeinsamen Vorläufer abstammen müssen. Die berühmteste frühe Zu-sammenfassung zu einer solchen Sprachfamilie unternahm 1786 Sir William Jones (1746 bis 1794), ein britischer Richter am Gerichtshof von Kalkutta: Er erkannte Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Sanskrit, Lateinisch, Gotisch und Persisch.

Diese Familie nennen wir heute Indoeuropäisch; im deutschen Sprachraum ist die Bezeichnung Indogermanisch üblich. Die Problematik von Stammbäumen Spätere Generationen haben die analytischen Methoden dieses Pioniers weiterentwickelt und verfeinert. Heutzutage vergleicht die historische Sprachwissenschaft, die aus der Indogermanistik entstanden ist, systematisch die Sprachen einer Familie und rekonstruiert aus dem gewonnenen Material eine hypothetische gemeinsame Protosprache, aus der alle anderen enstanden seien.Nach dem gleichen Prinzip, nämlich anhand gegenwärtig zu beobachtender Daten Abstammungsverhältnisse aufzuklären, arbeitet auch die Evolutionsbiologie.

Von jeher versuchen ihre Vertreter, von anatomischen und physiologischen Merkmalen auf die genetische Verwandtschaft von Arten zu schließen. In den letzten Jahrzehnten haben sie dieses Verfahren auf molekulare Merkmale ausgedehnt: auf gewisse Nukleotidsequenzen der Erbsubstanz DNA.

  • In beiden Fällen ergibt sich eine Klassifikation, die ausschließlich auf Eigenschaften jetzt lebender Organismen beruht, eine phänetische Taxonomie.
  • Häufig kann man die relative Ähnlichkeit taxonomischer Einheiten – Arten oder Sprachen – in einem Baumdiagramm wiedergeben (Bild 2).
  • Seit Charles Darwin (1809 bis 1882) neigen die meisten historisch arbeitenden Wissenschaftler einschließlich der Linguisten und der Paläontologen dazu, einen solchen phänetischen Baum mit dem echten (phylogenetischen) Familienstammbaum zu identifizieren.

Man unterstellt also, die Entwicklungslinien hätten sich in der zeitlichen Abfolge und nach dem Muster des phänetischen Diagramms getrennt. Dahinter stecken einige nicht unproblematische Annahmen. Unter anderem muß man voraussetzen, daß der evolutionäre Wandel mit annähernd konstanter Rate stattgefunden habe.

In einem Zeitraum von beispielsweise 1000 Jahren, einerlei ob in prähistorischer oder jüngster Vergangenheit, hätte sich stets ungefähr die gleiche Anzahl neuer Wörter in einer Sprache – oder Mutationen innerhalb einer Art – etabliert. Dementsprechend hätten sich räumlich getrennte Sprachen beziehungsweise Arten mit konstanter Geschwindigkeit auseinanderentwickelt.Wenn das nicht zutrifft, können leicht Fehlschlüsse unterlaufen.

Man stelle sich etwa vor, das Englische und das Deutsche hätten sich später getrennt, als das Dänische sich von der allen drei gemeinsamen Wurzel abspaltete. Der richtige Stammbaum würde dann Englisch und Deutsch gemeinsam auf einem Zweig und Dänisch auf einem anderen verzeichnen.

  • Man nehme weiter an, Deutsch und Dänisch hätten sich seither wenig, Englisch aber stark verändert.
  • Dann wären Deutsch und Dänisch einander nach wie vor sehr ähnlich und Englisch von beiden deutlich verschieden.
  • Ein Sprachwissenschaftler ohne andere Erkenntnisquellen würde deshalb fälschlich Deutsch und Dänisch zusammenfassen, dem Englischen aber einen getrennten Zweig zuweisen.

Eine weitere Grundannahme besagt, daß Ähnlichkeiten auf gemeinsame Abkunft zurückzuführen seien und auf nichts sonst. Das trifft in der Biologie nicht immer zu, denn es gibt Konvergenz: Ähnlichkeiten, die nicht durch Abstammung, sondern beispielsweise durch Anpassung an gleiche Umweltbedingungen zu erklären sind wie die Flossen der Fische und der Wale.

  • Onvergenz im linguistischen Sinne tritt auf, wenn gleichzeitig gesprochene Sprachen einander durch Entlehnung von Wörtern, Phrasen und grammatischen Formen beeinflussen.
  • Der fast universelle Gebrauch des amerikanischen idiomatischen Ausdrucks «okay» in Nordeuropa ist ein Beispiel.
  • Weil Entlehnung selten die Grundelemente einer Sprache betrifft, kann man sie in der Regel erkennen.

Die Fachleute sind sich allerdings nicht einig darüber, welche Indizien als Beweis für eine Entlehnung ausreichen; immerhin gibt es auch zufällige Ähnlichkeiten.Innerhalb der Sprachwissenschaft ist die Begeisterung für universelle Sprachenstammbäume alles andere als ungeteilt.

  1. Seit vielen Jahren sind zwei gegnerische Denkschulen deutlich erkennbar: die der «Spalter» und die der «Vereinheitlicher».
  2. Erstere betonen eher die Unterschiede, die Sprachen als nicht verwandt erscheinen lassen, und klassifizieren diese in kleine, voneinander unabhängige Gruppen.
  3. Um falsche Verwandtschaftshypothesen nicht aufkommen zu lassen, legen sie strenge Maßstäbe an: Eine Gruppe von Sprachen dürfe erst dann als Familie gelten, wenn eine Reihe von Ähnlichkeiten und Entsprechungen zwischen ihnen nachgewiesen sei.

Aus genau diesen müsse man auch die hypothetische Ursprache dieser Familie rekonstruieren. Die Vereinheitlicher hingegen halten bereits weniger Indizien für ausreichend, um Verwandtschaftsbeziehungen zu behaupten. Zwar befassen sich einige unter ihnen mit der Rekonstruktion von Protosprachen, andere halten aber selbst das für entbehrlich.

Gleichwohl ist die Existenz verschiedener Sprachfamilien im wesentlichen unbestritten. Dazu zählen die indoeuropäische, die afroasiatische (früher hamitosemitisch genannt), zu der die semitischen Sprachen und die meisten Sprachen Nordafrikas gehören, und die uralische Familie, die unter anderem Finnisch und Ungarisch umfaßt.

Ob man gewisse andere Gruppen Familien nennen darf, ist weit weniger klar. Neue Ideen aus Linguistik. Im Jahre 1963 gelang dem Sprachwissenschaftler Joseph H. Greenberg von der Universität Stanford (Kalifornien) ein entscheidender Schritt vorwärts auf dem Weg der Vereinheitlichung: Er gliederte die Sprachen Afrikas nahezu erschöpfend in nur vier Makrofamilien, nämlich Afroasiatisch, Khoi-San, Niger-Kordofanisch und Nilo-Saharanisch.

  • Anstatt nach der bevorzugten Methode der Linguistik einzelne Wörter zu vergleichen, arbeitete er mit einem Massenvergleich, der sogenannten multilateralen Analyse (Kasten auf Seite 77).
  • Trotz der Einwände der Spalter haben sich viele Gelehrte der Klassifikation Greenbergs für Afrika angeschlossen.
  • Vor kurzem hat er sein Verfahren auf die Sprachen Nord- und Südamerikas angewandt und damit drei wichtige Familien oder Makrofamilien identifiziert (siehe seinen Artikel «Der Sprachstammbaum der Ureinwohner Amerikas» gemeinsam mit Merritt Ruhlen, Spektrum der Wissenschaft, Juli 1994, Seite 58).

Zwei davon, nämlich Eskimo-Aleutisch und Na-Dené, fanden allgemeine Zustimmung. Dagegen stieß seine Restklasse «Amerindisch», welche die meisten Eingeborenensprachen Amerikas zu einer einzigen Makrofamilie zusammenfaßt, auf heftige, bisweilen beißende Kritik.Als Archäologe will ich mich zumindest vorläufig eines Urteils über die Gültigkeit dieser Makrofamilien-Rekonstruktion und anderer enthalten, welche der freischaffende Sprachwissenschaftler Merritt Ruhlen aus Palo Alto (Kalifornien), ein ausgewiesener Vereinheitlicher, unterbreitet hat.

  • Statt dessen setze ich die umstrittenen Familien in Anführungszeichen (Bild 1), lasse die Frage nach ihrem Wesen offen und wende mich einer konkreteren Frage zu: Wie kam es zu der gegenwärtigen Verteilung der Sprachen?,
  • Und Archäologie In den letzten Jahren sind aus zwei archäologischen Richtungen Lösungsansätze gekommen.

Einer hat mit der Evolution unserer Art zu tun, der andere mit der Evolution unserer Kultur. Wir wissen über die frühen Hominiden wesentlich mehr als noch vor zwanzig Jahren. Keiner bezweifelt mehr, daß die Gattung Australopithecus vor vier bis fünf Millionen Jahren in Afrika auftrat.

  • Ebenfalls dort entwickelte sich vor etwa 1,6 Millionen Jahren der früheste Vertreter unserer Gattung, Homo erectus, der sich nach Asien und Europa ausbreitete; Fossilien und Artefakte von ihm sind auf allen drei Kontinenten gefunden worden.
  • Unsere eigene Art, Homo sapiens, geht mit Sicherheit auf Homo erectus zurück und hat seit mehr als 100000 Jahren ihre gegenwärtige Gestalt als anatomisch moderner Mensch, Homo sapiens sapiens.

Nach Überzeugung der meisten Archäologen fand dieser Prozeß ausschließlich in Afrika statt. Eine alternative Hypothese verlegt den Übergang vom Homo erectus zum Homo sapiens in ein größeres Gebiet und postuliert, er könne sich mehrfach – auch in Asien und vielleicht sogar Europa – ereignet haben; aber die genetischen Befunde stützen vorerst eher die sogenannte Out-of-Africa-Theorie (vergleiche die Kontroverse zum Thema in Spektrum der Wissenschaft, Juni 1992, Seiten 72 bis 87).

Diese vorausgesetzt, können wir die Entstehung des Homo sapiens sapiens in Afrika ungefähr auf die Zeit vor 100000 Jahren ansetzen. Danach breitete sich der Mensch allmählich über die Alte Welt aus; vor ungefähr 40000 Jahren hatte er den Nahen Osten, Südasien, Europa, Zentral- und Ostasien, Neuguinea und Australien kolonisiert.

Vielleicht schon vor etwa 37000, spätestens aber vor 16000 Jahren hatten Pioniere von Asien aus auch die Beringstraße überquert und mit der Besiedlung der Neuen Welt begonnen. Wir müssen annehmen, daß all diese Völker eine oder mehrere Sprachen hatten, wenngleich wir von ihnen keine klare Vorstellung haben.Die zweite Neuerung betrifft die Darstellung und Interpretation der Mechanismen kulturellen Wandels.

Die vier Mechanismen der Sprachverbreitung Genetische Beweise Makrofamilien Literaturhinweise

Grundsätzlich gibt es vier Prozesse, die zur Folge haben, daß eine bestimmte Sprache in einem bestimmten Gebiet gesprochen wird: Erstkolonisierung einer unbewohnten Region, Divergenz, Konvergenz (beide schon erwähnt) und Ersetzung, durch die eine Sprache von einer anderen, auswärtigen verdrängt wird.

Wenn nie eine Ersetzung stattgefunden hätte, wäre Divergenz die Hauptursache für den Wandel der Sprachen, und eine entsprechende Weltkarte gliche einem Flickenteppich aus lauter kleinen Einheiten, die sich von ihren Nachbarn stark unterscheiden würden und als eigene Familien – genauer: als isolierte Sprachen – einzustufen wären.

Ein solches Mosaik finden wir tatsächlich für die Eingeborenensprachen Nordaustraliens, wo eine große Anzahl von Sprachfamilien sich in einem kleinen Areal drängt. (Weiter südlich in Australien existiert eine einzige umfassende Sprachfamilie, Pama-Nyunga; die Ursache dieser außergewöhnlich weiten Verbreitung ist bislang ungeklärt.) Gleiches gilt für die Gartenbaukulturen auf Neuguinea sowie für den Kaukasus; auch wenn man die Karte der Eingeborenensprachen von Kalifornien und Teilen Südamerikas studiert (und dabei einmal Greenbergs Klassifikation als «Amerindisch» beiseite läßt), hat man einen ähnlichen Eindruck.

Aber weite Bereiche der Weltkarte sehen völlig anders aus. Einzelne Sprachfamilien nehmen große Gebiete ein – in einer Weise, die nur durch Ersetzung entstanden sein kann. Ich schlage drei einfache Ursachen für dieses Muster vor.Die erste ist Dominanz. Einige wenige Sprachfamilien haben ihre gegenwärtige Ausdehnung durch den Einfluß einer Elite erreicht.

Nach diesem Modell ergreift eine neu ankommende Minderheit die Macht, wirft sich selbst zu einer Aristokratie auf und versieht die eigene Sprache mit einem solchen Prestige, daß die eingeborene Bevölkerung sich veranlaßt sieht, sie zu übernehmen und ihr den Vorzug vor der ererbten zu geben.

Das setzt voraus, daß die Eroberer über eine zentralistische Organisation verfügen; deshalb kann eine solche Hypothese nur für späte prähistorische und für historische Zeiten gelten, seit es stark hierarchische Gesellschaften gibt.So ist das Chinesische erst in geschichtlicher Zeit im heutigen Südchina übernommen worden, und zwar infolge der militärischen Expansion des dynastischen Reiches.

Die Ausbreitung des Lateinischen in einem großen Teil Europas entspricht diesem Prinzip, ebenso die Ausdehnung indoeuropäischer Sprachen in den Iran sowie nach Nordindien und Pakistan, die man dem Aufkommen nomadischen Hirtentums im zweiten vorchristlichen Jahrtausend zuschreiben kann.

Im Mittelalter begannen die altaischen Sprachen im Gefolge der Eroberungskriege zu Pferde in Zentralasien zu dominieren.Die meisten weitverbreiteten Sprachfamilien sind jedoch als Ergebnis zweier Ausbreitungsprozesse anzusehen, die beide nach dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10000 Jahren stattfanden.

Der eine hängt mit der Einführung der Landwirtschaft zusammen, der andere mit dem Eindringen in bislang unbesiedelte Gegenden, die durch milder gewordenes Klima bewohnbar geworden waren.Diese umweltbedingte Ausbreitung betraf Territorien nördlich des 54.

  • Breitengrades, die in der letzten Kaltphase des Pleistozäns noch menschenleer waren.
  • Die Vorfahren der heutigen Sprecher von eskimo-aleutischen Sprachen wanderten sogar wahrscheinlich erst in den letzten Jahrtausenden dort ein, während die uralisch-jukagirischen und die tschuktschisch-kamtschatkischen Sprachen früher in ihr gegenwärtiges Verbreitungsgebiet vorgedrungen waren.Bei den Na-Dené-Sprachen liegt der Fall komplizierter.

Wie Greenberg postuliert hat, kamen ihre Sprecher wahrscheinlich vor denen des Eskimo-Aleutischen nach Nordamerika, wenn auch lange nach der Erstbesiedlung des Kontinents. Nach meiner Überzeugung war ihre Lebensweise bereits früh an die Verhältnisse der Tundra angepaßt.

Als die Region später aus klimatischen und ökologischen Gründen unwirtlich wurde, zogen sie südwärts. Einige Sprecher von Proto-Na-Dené drangen bis nach Arizona und New Mexico vor. Die wichtigste Einzelursache für die Entstehung einer weitverbreiteten Sprachfamilie scheint jedoch Sprachersetzung durch Vordringen der Landwirtschaft gewesen zu sein.

Nach dieser Theorie steht am Anfang eines solchen Prozesses die einheitliche Sprache einer Bevölkerung von Jägern und Sammlern, in deren Gebiet es domestizierbare Pflanzen und vielleicht auch Tiere gibt. Im Laufe der Zeit entwickeln die Bewohner eine Weide- und Ackerwirtschaft, die sie auch bei seßhafter Lebensweise ernähren kann, was eine intensivere Nahrungsmittelproduktion, geringere Kindersterblichkeit und höhere Geburtenrate begünstigt.

Die Bevölkerungsdichte wächst und damit die lokale Vorherrschaft der Bauern und ihrer Sprache.Es ist plausibel anzunehmen, daß zumindest in einigen Fällen die angebauten Pflanzen und in Herden gehaltenen Tiere zusammen mit der zugehörigen Technologie auch unter andersartigen ökologischen Bedingungen gedeihen.

Unter solchen Umständen wandern die Sprache oder die Sprachen des Kernareals im Gleichschritt mit den Trägern der Subsistenzkultur in neue Siedlungsgebiete, folgen also einer demischen Diffusion, der – im Gegensatz zu Landnahme- oder Eroberungszügen – langsam voranschreitenden Ausbreitungswelle einer Bevölkerung.

Eine andere Möglichkeit ist, daß Jäger- und Sammler-Gruppen zusammen mit der neuen Wirtschaftsweise auch die Sprache von benachbarten Ackerbauern übernehmen. In diesem Falle sind – anders als bei demischer Diffu-sion – die beiden Gruppen von Angehörigen der Sprachengemeinschaft genetisch nicht miteinander verwandt.Ein – im wesentlichen unbestrittenes – Beispiel für demische Diffusion ist die Verbreitung der Bantu-Sprachen in Afrika innerhalb der niger-kordofanischen Familie.

Peter Bellwood von der Australischen National-Universität in Canberra hat gleiches nicht nur für die polynesischen, sondern für die austronesischen Sprachen insgesamt behauptet (siehe seinen Artikel «Frühe Landwirtschaft und die Ausbreitung des Austronesischen», Spektrum der Wissenschaft, September 1991, Seite 106).

Ich selbst habe solche Überlegungen auf archäologischer Basis detailliert auch für die indoeuropäischen Sprachen Europas vorgebracht (siehe meinen Artikel «Der Ursprung der indoeuropäischen Sprachfamilie», Spektrum der Wissenschaft, Dezember 1989, Seite 114). Thomas W. Gamkrelidse und Wjatscheslaw W. Iwanow kamen mit linguistischen Mitteln zu im wesentlichen denselben Ergebnissen («Die Frühgeschichte der indoeuropäischen Sprachen», Spektrum der Wissenschaft, Mai 1990, Seite 130).Einige Autoren haben eingewandt, daß in Nordwesteuropa eher Kulturübernahme als Bevölkerungsbewegung stattgefunden habe; mit linguistischen Mitteln wären die beiden Prozesse nicht zu unterscheiden.

Genauso kann man für die afroasiatischen und vielleicht auch für die elamo-drawidischen Sprachen sowie für die erste Ausbreitung der altaischen Sprachen innerhalb Asiens argumentieren. Letztere, insbesondere die Turksprachen, wurden später durch die Eliteherrschaft berittener nomadischer Hirten noch viel weiter getragen.Charles F.

Higham von der Universität von Otago in Dunedin (Neuseeland) hat kürzlich einen ähnlichen Mechanismus für die austroasiatischen Sprachen Südostasiens (Munda und Mon-Khmer) postuliert. Diese Gruppe scheint ihren Ursprung in derselben Gegend zu haben, in der in Südostasien erstmalig Reis kultiviert wurde.

Die Ausbreitung der tibetochinesischen Sprachen scheint zunächst mit der Kultur von Hirse und anderem Getreide im Tal des Gelben Flusses verknüpft gewesen zu sein und erst später mit der von Reis. Die Annahme einer Ausdehnung im Zusammenhang mit der Landwirtschaft ist in jedem Einzelfall detailliert zu begründen.

  • Das ist mit Mitteln heutiger Archäologie sehr wohl möglich.
  • Man kann nämlich im allgemeinen die ursprüngliche Heimat einer domestizierten Pflanzen- oder Tierart, den ungefähren Zeitpunkt des ersten Auftretens von Zuchtformen und den Prozeß ihrer Verbreitung aus materiellen Hinterlassenschaften bestimmen.

Dagegen sind linguistische Beweise grundsätzlich indirekter Natur: Prähistorische – ungeschriebene – Sprachen haben keine archäologisch auffindbaren Spuren hinterlassen; erst vor etwa 5000 Jahren setzte die schriftliche Überlieferung ein (Bild 3).Die Radiokohlenstoff-Methode liefert zunehmend genauere Daten für die Ausbreitungsprozesse der Landwirtschaft; sie liegen generell früher als die von den Linguisten erschlossenen Zeiten für die Frühphase der zugehörigen Sprachfamilien.

Allerdings leiden deren Methoden unter einer prinzipiellen Unsicherheit: Es gibt keinen unabhängigen Maßstab für die Datierung von Protosprachen.Wenn also zahlreiche Sprachfamilien im Gefolge einer Klimaveränderung, einer Revolution in der Lebensweise oder einer Eroberungswelle verbreitet wurden – was ist mit den übrigen? Sie überleben in Rückzugsarealen, die über die Sprachen-Weltkarte als kleine Flecken verstreut sind, und müssen vor langer Zeit in ihre gegenwärtigen Verbreitungsgebiete gekommen sein, nämlich während der ersten Vorstöße des anatomisch modernen Menschen in die jeweiligen Kontinente.

Zu ihnen zählen die Khoi-San- und die nilo-saharanischen Sprachen in Afrika, das Baskische, die nord- und die südkaukasischen, die australischen, die zahlreichen kleinen, wahrscheinlich nicht miteinander verwandten Sprachen in Neuguinea («Indopazifisch») sowie die Vorläufer der Na-Dené-Sprachen in Nord- und Südamerika.

Diese letzte, sehr große Kategorie umfaßt ohne Zweifel mehrere Subfamilien, deren räumliche Verteilung größtenteils durch sekundäre Prozesse – unter anderem eben die Verbreitung der Landwirtschaft – zustande kam.Dieses Gesamtbild von der Verteilung der Sprachen auf der Erde ist zumindest teilweise mit Hilfe der Molekularbiologie verifizierbar.

Man kann zum Beispiel die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Gene in verschiedenen Populationen vergleichen, aus den so gewonnen Daten einen (zunächst phänetischen) Baum erstellen, dessen Zweiglängen genetischen Abständen entsprechen, und nachprüfen, inwieweit diese Verwandtschaftsbezüge die Aussagen des großen Szenarios bestätigen.

Die Out-of-Africa-Theorie ist durch die Auswertung von DNA heute lebender Menschen aus verschiedenen Populationen bereits eindrucksvoll bestätigt worden (Bild 2).Inwieweit hinterlassen die verschiedenen Formen der Sprachverbreitung Spuren im Erbmaterial? Bei der Erstbesiedlung eines Gebiets ist der Fall einfach: Sprachliche und genetische Abstammungsverhältnisse sind identisch, weil die Pioniere nicht mit anderen Menschen Kontakt haben.

Bei der Ausbreitung der Landwirtschaft findet eine nennenswerte Vermischung von Bevölkerungsgruppen gleicher Sprache nur im Falle der demischen Diffusion statt; eine Kulturübernahme wird allenfalls schwache genetische Spuren hinterlassen, ebenso die Sprachersetzung durch eine Eliteherrschaft: Eroberer sind üblicherweise männlichen Geschlechts, und selbst wenn sie mit einheimischen Frauen zahlreiche Nachkommen zeugten, gäbe es keine Auswirkungen auf die mitochondriale DNA.

Vergleichende Untersuchungen auf genetische Verwandtschaft nimmt man gemeinhin nicht an den Chromosomen des Zellkerns vor, sondern an den Mitochondrien, semiautonomen Organellen der Zelle mit eigenem Genom; diese werden nur über die weibliche Linie vererbt.)Am besten untersucht sind die Bezüge mit der Ausbreitung der Landwirtschaft für Europa.

Dessen Landkarte zeigt eine deutliche Variation gewisser Genhäufigkeiten entlang einer Achse von Südost nach Nordwest. Nach neueren statistischen Untersuchungen von Robert R. Sokal und seinen Kollegen von der Staatsuniversität von New York in Stony Brook ist ein wesentlicher Teil dieser Variation mit der Ausbreitung der Landwirtschaft von Anatolien aus zu erklären – womit allerdings noch nicht bewiesen ist, daß diese Bauern einen ursprünglichen indoeuropäischen Dialekt sprachen.Vor kurzem hat der Statistiker Guido Barbujani von der Universität Padua eine vergleichbare Analyse für die anderen Sprachfamilien durchgeführt, deren Verteilung mit dem Vordringen der Landwirtschaft vom Nahen Osten aus erklärt werden kann: Afroasiatisch, Elamo-Drawidisch und Altaisch.

Es fanden sich ähnliche Übereinstimmungen. Im pazifischen Raum korreliert die Verbreitung der polynesischen Sprachen noch beeindruckender mit dem genetischen Befund – was nicht überrascht, denn die Polynesier besetzten unbewohnte Inseln; ihre Wanderungen lassen sich also unter landwirtschaftlicher Ausbreitung wie auch unter Erstkolonisierung einordnen.Laurent Excoffier von der Universität Genf und seine Kollegen lieferten weitere Bestätigungen.

Sie fanden in Afrika eine hochgradige Übereinstimmung zwischen den Varianten von Gammaglobulin in Blutproben und der Sprachfamilie ihrer Probanden. Insbesondere für die afroasiatischen Sprachen stützen die Ergebnisse das hier gezeichnete Bild.Der konsequenteste Verfechter einer Korrelation zwischen genetischen und sprachlichen Daten ist allerdings Luigi Luca Cavalli-Sforza von der Medizinischen Fakultät der Universität Stanford (siehe seinen Artikel «Stammbäume von Völkern und Sprachen», Spektrum der Wissenschaft, Januar 1992, Seite 90).

In einem ehrgeizigen Unternehmen hat er den genetischen mit dem linguistischen Stammbaum zur Deckung zu bringen versucht – mit einigem Erfolg.Bis jetzt habe ich keine Sprachverwandtschaften ins Feld geführt, die älter als ungefähr 10000 Jahre sind. Eine so ferne Vergangenheit würden die meisten Sprachwissenschaftler guten Gewissens schon gar nicht mehr untersuchen.

Allerdings begründe ich meine Datierungen auch nicht mit irgendwelchen neuen Klassifikationen; vielmehr setze ich die Ursprungszeit allgemein anerkannter Sprachfamilien früher an als üblich. Nun aber gilt es, im Sinne der Vereinheitlicher noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zu gehen, zu den hypothetischen umfassenderen Makrofamilien wie Amerindisch oder Indo-Pazifisch.

Deren jeweils gemeinsamer Vorfahr, wenn es tatsächlich eine einzige Protosprache war, wäre deutlich früher als vor 20000 Jahren gesprochen worden.Die wahrscheinlich am besten bekannte Makrofamilie haben die russischen Experten Wladislaw M. Illitsch-Switytsch und Aaron B. Dolgopolsky von der Universität Haifa (Israel) herausgearbeitet (siehe «Streit um Wörter» von Philip E.

Ross, Spektrum der Wissenschaft, Juni 1991, Seite 92). Sie faßten Indoeuropäisch, Afroasiatisch, Drawidisch, Altaisch und Uralisch zu einer einzigen Makrofamilie namens Nostratisch (von lateinisch noster, unser) zusammen. Diese stamme ihrerseits von einem Protonostratisch ab, das vermutlich im Nahen Osten vor ungefähr 15000 Jahren gesprochen worden sei.

  1. Greenberg hat eine ähnliche Makrofamilie namens Eurasiatisch definiert.
  2. Im Gegensatz zum Nostratischen enthält sie Drawidisch und Afroasiatisch nicht, dafür zusätzlich Eskimo-Aleutisch und Tschuktschisch-Kamtschatkisch.
  3. Diese Makrofamilien passen erstaunlich gut zum genetischen Befund, wie Cavalli-Sforza ihn anführt, und zumindest teilweise zu den archäologischen Indizien für die Ausbreitung der Landwirtschaft.Gleichwohl haben die Vereinheitlicher unter den Linguisten die Mehrheit ihrer Kollegen noch nicht überzeugen können.

Immerhin zehrt die multilaterale Analyse Greenbergs von einer Masse lexikalischen Materials, die den Nichtspezialisten sicherlich beeindruckt; und die nostratische Schule bequemt sich sogar dazu, die vergleichende Methode der historischen Rekonstruktion anzuwenden, was Greenberg unterlassen hat und wofür er herbe Kritik von seinen Kollegen einstecken mußte.

Die archäologischen und genetischen Ergebnisse stimmen jedenfalls gut mit einigen Schlußfolgerungen der Vereinheitlicher überein. Dieser Erfolg läßt vermuten, daß weitere Arbeit in diese Richtung lohnen wird.Einige Forscher, vor allem Ruhlen, haben sogar noch tieferliegende Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Makrofamilien gesehen, zum Beispiel zwischen Amerindisch und Eurasiatisch.

Das läuft auf die Hypothese hinaus, manche modernen Wortformen stammten nachweislich von einer einzigen Protosprache ab, die dann unsere frühesten Vorfahren in ihrer afrikanischen Heimat gesprochen hätten. Eine solche Aussage ist aber kaum nachzuprüfen und wird von den meisten Sprachwissenschaftlern als zu gewagt zurückgewiesen.

  • Immerhin steht sie nicht im Widerspruch zu den archäologischen, anthropologischen und molekularbiologischen Belegen für die Out-of-Africa-Hypothese.Bei aller Ungewißheit läßt sich, so scheint es, ein schwacher Schimmer der wirklichen Geschichte erahnen.
  • Bestätigung kam von sprachwissenschaftlichen Arbeiten, die zunächst gar nicht Verwandtschaften klären sollten.

Johanna Nichols von der Universität von Kalifornien in Berkeley hat sehr viele Sprachen nach gewissen strukturellen Merkmalen untersucht. Aufgrund ihrer interessanten Analyse setzt sie für die Entstehung der Sprachen der Welt drei Stadien an, die mit dem von mir vorgestellten Szenario in Einklang gebracht werden könnten.Nach ihrer Einteilung gibt es zwei Typen von Spracharealen: Ausbreitungszonen sind große Gebiete, die nur eine oder zwei Sprachfamilien beherbergen, wie Europa mit den indoeuropäischen und Nordafrika mit den afroasiatischen Sprachen.

In den erheblich kleineren Restzonen dagegen existieren jeweils zahlreiche sehr alte Sprachfamilien; das gilt etwa für den Kaukasus und Neuguinea. Auch Johanna Nichols sieht in den Ausbreitungszonen das Resultat von Ereignissen, die nach dem Ende der letzten Eiszeit stattfanden; die Restzonen seien im wesentlichen die Überbleibsel früherer Erstkolonisierungen.Es bleibt noch viel zu tun.

Dennoch beginnen bereits jetzt die archäologischen, die genetischen und zumindest teilweise die sprachwissenschaftlichen Belege sich zu einem stimmigen Bild zu fügen. Eine große neue Synthese zeichnet sich ab, die in den nächsten zehn Jahren nicht nur die Vielfalt menschlicher Sprachen, sondern auch die ihrer Gene und Kulturen erhellen dürfte.

  • A Guide to the World’s Languages.
  • Band 1: Classification.
  • Mit einem Nachtrag.
  • Von Merritt Ruhlen.
  • Stanford University Press, 1991.
  • Archaeology, Genetics and Linguistic Diversity.
  • Von Colin Renfrew in: Man, Band 27, Heft 3, Seiten 445 bis 478, September 1992.
  • Linguistic Diversity in Space and Time.
  • Von Johanna Nichols.

University of Chicago Press, 1992. – World Languages and Human Dispersals: A Minimalist View. Von Colin Renfrew in: Transition to Modernity: Essays on Power, Wealth and Belief. Herausgegeben von J.A. Hall und I.C. Jarvie. Cambridge University Press, 1992. – Verschieden und doch gleich. : Die Sprachenvielfalt der Welt

Was ist die jüngste Sprache der Welt?

„Wir sind mit der bisherigen Zusammenarbeit sehr zufrieden.» Geschäftsführer eines Industrie- und Handelsunternehmens „Sie haben eine sehr gute Arbeitsorganisation und eine zuverlässige Ausführung der bestellten Übersetzungen gezeigt.» Generaldirektor einer staatlichen Verwaltungsbehörde » Wir schätzen die Zusammenarbeit mit dieser Agentur aufgrund der hohen Qualität der Fachübersetzungen.» Geschäftsführer eines Innovations- und Energieunternehmens „ATOMINIUM beschäftigt ein Team von qualifizierten Spezialisten.» Vertriebsleiter aus der Industrie „Wir schätzen die Zusammenarbeit mit ATOMINIUM wegen der hohen Qualität der Übersetzungen, der Vertraulichkeit der Dokumente und der Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden.» Geschäftsführer eines Investmentfonds Esperanto gilt als die jüngste Sprache der Welt. Sie wurde von Ludwik Zamenhof geschaffen, der versuchte, eine einfache und neutrale internationale Sprache zu schaffen, Sie ist in keinem Land offizielle Amtssprache. Das Vokabular der Sprache stammt aus verschiedenen Sprachen, hauptsächlich aus europäischen Sprachen wie Latein, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch und Englisch, in geringerem Umfang auch aus Polnisch, Russisch, Griechisch und Hebräisch.

Wann wäre Deutsch fast die Weltsprache geworden?

Rätsel des Alltags Wäre Deutsch fast Landessprache der USA geworden? – Düsseldorf (RP). Im Jahr 1790 lebten in den USA rund 277.000 Amerikaner deutscher Abstammung. Etwa 14.000 von ihnen in Pennsylvania, wo sie etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmachten.

Hier ist auch der Ursprung der weit verbreiteten «Mühlenberg-Legende» zu suchen.14.09.2005, 11:31 Uhr Was verbirgt sich wohl hinter der «Mühlenberg-Legende»? Foto: ddp, ddp Danach stimmte das Parlament des Staates Pennsylvania um 1790 angeblich darüber ab, ob Deutsch zur offiziellen Landessprache erklärt werden sollte.

Der Sprecher des Parlamentes, der Deutsch-Amerikaner Frederick Augustus Conrad Mühlenberg, soll die entscheidende Stimme für Englisch und gegen Deutsch abgegeben haben. Tatsächlich fand diese Abstimmung nie statt. Wahr ist jedoch eine andere Geschichte, die den Kongress der Vereinigten Staaten und eine Gruppe deutscher Einwanderer aus Virginia betrifft.

Diese legten am 9. Januar 1794 dem Kongress eine Petition vor, in der sie die Veröffentlichung einiger Gesetze in deutscher Fassung zur Erleichterung derjenigen Einwanderer beantragten, die noch kein Englisch gelernt hatten. Der Antrag wurde jedoch vom zuständigen Gremium mit 42 zu 41Stimmen abgelehnt.

Ausgerechnet der deutschstämmige Frederick Mühlenberg soll sich der Stimme enthalten (nach einer anderen Version: die entscheidende Nein-Stimme abgegeben) und nach der Abstimmung erklärt haben: Je eher die Deutschen Amerikaner werden, desto besser. Seit 1840 wird die Mühlenberg-Legende immer wieder verbreitet.

Warum wurde die deutsche Sprache nicht zur Weltsprache?

Warum ist Deutsch nicht die Weltsprache geworden? Weil dem Deutschen einerseits nie die Eleganz und Weltläufigkeit wie dem Französischen zugemessen wurde. Letzteres hatte seine unbestrittene Rolle bei Hofe und im diplomatischen Verkehr.

Was ist die Weltsprache 2023?

3. Englisch – 373 Millionen muttersprachliche Personen – Es gibt etwa 373 Millionen Personen mit Englisch als Erstsprache und eine halbe Milliarde Menschen, die Englisch als Zweitsprache haben. Das verdeutlicht den Erfolg des Englischen als für den internationalen Handel, Tourismus und globale Beziehungen.

Was ist die schwerste Sprache zu lernen?

Chinesisch ist auf der UNESCO-Liste die Top 1 schwerste Sprache der Welt. Und auch für Deutschsprechende ist sie die größte sprachliche Herausforderung.