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Warum Lästern Menschen?

Warum Lästern Menschen
Diese Psychologie beim Lästern wirkt auf uns – Menschen lästern oft, um sich besser zu fühlen oder einen anderen Nutzen daraus zu ziehen.

Durch das Reden über Andere bestätigen sich eigene Wert- und Normvorstellungen. Oft wird auch Bestätigung in Form eines Zuspruches von Anderen gesucht. Durch Lästern wird das eigene Ego gestärkt. Von Missgeschicken Anderer zu hören stärkt das Selbstwertgefühl, Es werden Informationen und Meinungen ausgetauscht. Das gemeinsame Reden über Andere formt Freundschaften und stärkt das Vertrauen ineinander. Es werden neue Netzwerke aufgebaut.

Was sind das für Menschen die über andere lästern?

Wer zu viel lästert, hat selbst darunter zu leiden Zum anderen gilt aber auch: Wer zu viel über andere herzieht, verliert Vertrauenswürdigkeit und macht sich unbeliebt. Denn: Wir neigen dazu zu glauben, dass eine Person selbst die Eigenschaften besitzt, die sie einem anderen Menschen beim Lästern zuschreibt.

Was bewirkt lästern?

Warum lästern wir? – Der Mensch ist ein soziales Wesen und immer wieder reden wir nicht nur miteinander, sondern auch übereinander. Manchmal sagen wir nette Dinge über andere, ganz oft ist aber das Gegenteil der Fall. Wir reden über Personen, die nicht da sind, und finden für sie nicht nur freundliche Worte.

Lästern am Arbeitsplatz dient der Unterhaltung und erfüllt daneben andere Funktionen: Kollegen entwickeln gemeinsame Feindbilder, bauen gegenseitiges Vertrauen auf und stärken Bindungen. Außerdem wirkt Lästern identitätsstiftend. Das heißt, wir machen klar, wer wir sind und was uns wichtig ist. Gemeinsames Lästern stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl,

Es trägt aber auch zur Grüppchenbildung bei und das ist – insbesondere am Arbeitsplatz – nicht immer von Vorteil. Ein weiterer wichtiger Grund für Lästereien am Arbeitsplatz ist, dass wir uns selbst besser fühlen, wenn wir schlecht über andere reden. Wir wollen unser Ego aufpolieren, uns selbst auf ein Podest stellen und unser Selbstwertgefühl puschen.

Allerdings gibt es kaum einen effektiveren Weg in eine toxische Arbeitsatmosphäre als das Lästern. Wer sicherstellen möchte, dass das Betriebsklima garantiert unter die Nullgradgrenze fällt, sollte den Flurfunk unbedingt am Laufen halten. Opfer von Lästereien kann jeder werden. Ob neuer Kollege oder langjähriger Mitarbeiter, jeder kann zum Mittelpunkt der üblen Nachrede werden.

Manchmal gehen den Lästereien Konflikte voraus. Kleine Streitereien, Uneinigkeit bei bestimmten fachlichen Themen oder andere Meinungsverschiedenheiten können die Grundlage für im Untergrund schwelende Konflikte sein. In manchen Bereichen wie dem Sport werden kleine Sticheleien genutzt, um den Gegner aus der Fassung zu bringen und zu verunsichern.

  • Studien haben gezeigt, dass diese Sticheleien auch eine vollkommen gegenteilige Wirkung haben können.
  • Das Gegenüber fühlt sich angestachelt und wird zu Höchstleistungen getrieben.
  • Jetzt erst recht, lautet das Motto.
  • Wenn ihr über andere lästert, kann das bewirken, dass diese sich im Gegenzug besonders motiviert fühlen, euch durch eigene Leistung zu übertrumpfen.

Image Lästern kann schnell zu Mobbing werden / Foto: stefan stefancik / unsplash

Warum wird über mich gelästert?

Negative shit – wie euch egal wird, was andere über euch denken und wie man mit Gossip über sich umgehen kann „Was machen, wenn jemand immer wieder über einen lästert?» Eine Frage, die mich im Rahmen meines Q&As erreicht und sehr bewegt hat. Aus diesem einen, anonymen Satz, dieser einen Frage, sprach so viel persönliches Leid.

Und so nahm ich mir die Zeit, eine ausführliche Antwort zu formulieren und postete diese in meine Story. Ich habe zahlreiche Reaktionen darauf bekommen und die Bitte, mich diesem Thema doch einmal ausführlicher zu widmen und genau das möchte in diesem Blogbeitrag nun tun. Egal, ob ihr jemand seid, der sich mit diesem Satz identifizieren kann und selbst Opfer von Lästereien wird – oder ob ihr, wenn ihr ehrlich zu euch seid, selbst gerne mal lästert.

Dieser Text ist für alle. Und er ist so wichtig. Ob Gossip oder Klatsch und Tratsch, diese Begriffe sind mittlerweile fast schon positiv besetzt, damit meinen sie doch letztlich nichts anderes als das Urteilen über andere. Als das Verurteilen anderer. Als Lästern.

Ich gehöre überhaupt nicht zum Team Lästern. Im Gegenteil, ich distanziere mich von Menschen, die so negativ sind, dass sie über andere immer nur Schlechtes sagen können. Denn das ist absolut toxisch. Und solche toxischen Menschen sollte man von sich fernhalten und bloß selbst niemals so werden. Dazu habe ich übrigens einen gesonderten Blogbeitrag verfasst, den ihr nachlesen könnt.

Ich halte lieber Ausschau nach Verbindungen und Freundschaften, die sich gegenseitig aufbauen und unterstützen, statt sich kleinzuhalten oder gar zu zerfleischen. Über andere zu urteilen ist einfach. Die meisten Menschen, die lästern, tun dies, um sich selbst dabei besser zu fühlen.

Indem man auf die vermeintlichen Fehler anderer hinweist, lenkt man schließlich von seinen eigenen ab. Das verleiht diesen Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Stärke, dabei zeigt es nur, wie schwach sie eigentlich sind. Denn es zeugt von unglaublicher Unsicherheit und Schwäche, über andere zu lästern.

Meistens ist der Ursprung nämlich tatsächlich nur eigene Unzufriedenheit, Angst oder sogar Selbsthass. Menschen, die hinter dem Rücken anderer über sie hetzen, haben es anscheinend nötig, von sich abzulenken. Und bedenkt, dass solange jemand über euch spricht, ihr davon ausgehen könnt, dass diejenigen euer Leben spannender finden, als ihr eigenes.

Es gibt daher tatsächlich nur einen sinnvollen Weg, mit solchen Menschen, die schlecht über euch sprechen, umzugehen: Ignoriert sie und seid selbst besser. Geht mit gutem Beispiel voran. Michelle Obama schreibt in ihrer Biografie „When they go low, we go high!» – und genau das ist der Spirit. Lasst euch also nicht auf dasselbe Niveau herunter, sondern beweist selbst viel mehr Größe, als es diese Menschen jemals werden.

Verschwendet keine Worte und Gedanken an sie, wenn sie eigentlich nichts als Stillschweigen verdient haben. Denn manchmal ist das Beste, was ihr machen könnte, einfach nichts zu machen. Ihr werdet niemals beeinflussen können, was andere über euch denken und sagen, aber was ihr beeinflussen könnt, ist die Tatsache, ob es euch interessiert.

Und nur weil jemand euch beurteilt, heißt das noch lange nicht, dass ihr euch verurteilt fühlen solltet. Überhaupt nicht. Ich habe eines in den letzten Jahren gelernt: Gossip einfach Gossip sein zu lassen und sich selbst nicht daran zu beteiligen. Schon gar nicht einfach so über Menschen zu urteilen. Ich mache mir lieber mein eigenes Bild.

Und sollte ich mich doch dabei erwischen, über jemanden vorschnell zu urteilen, dann erinnere ich mich daran, dass jeder sein eigenes Päckchen zu tragen hat, jeder seine eigene Geschichte und Vergangenheit und dass mich das auch überhaupt gar nichts angeht.

  1. Niemand ist perfekt.
  2. Es gibt überhaupt kein perfekt, alles ist subjektiv und Geschmacksache.
  3. Es ist völlig okay, nicht alles toll und schön zu finden.
  4. Aber man sollte dich immer respektieren, wenn jemand anderes das mag.
  5. Es ist so einfach und doch für manche scheinbar verdammt schwer.
  6. Denn es steht uns einfach nicht zu, über jemand anderen ein Urteil zu fällen.

Daher ermahne ich mich selbst sofort aufzuhören, wenn ich jemanden verurteilen will und überlege mir stattdessen ein Kompliment, was ich der Person machen könnte. Denn jeder Mensch hat etwas Schönes, Bewundernswertes und Tolles an sich. Und jeder ist anders und einzigartig.

Es sollte kein falsch und richtig geben, kein zu dick oder dünn, kein zu groß oder klein, kein schön und hässlich, wenn es um Menschen geht. Wir sind alle Menschen und doch sind wir sooft so unnötig gemein und grausam zueinander. Klar, kann man immer etwas finden, was einem an einem anderen nicht passt oder gefällt.

Aber das Ganze funktioniert eben genauso gut auch anders herum: Ich sehe nicht nur das Positive in allen Dingen, sondern auch etwas Positives in jedem Menschen. Und das kann und sollte man einfach lernen. Ich bin stolz darauf, diese Einstellung völlig verinnerlicht zu haben.

  • Wir sind alle dazu geschaffen, zu lieben und nicht zu hassen.
  • Denn wer lieber urteilt, der verbaut sich selbst viele Chancen.
  • Dabei kann eine liebe Geste, ein freundliches Lächeln oder ein aufmunterndes Kompliment soviel bewirken.
  • Soviel Positives, manchmal sogar ein Wunder, ganz im Gegensatz zu einem Tuscheln hinter vorgehaltener Hand.

Das bringt wirklich niemandem etwas. Also seid tolerant, aufmerksam und nett. Seid selbst der Grund dafür, dass andere wieder an das Gute im Menschen glauben. Betrachtet jeden Menschen mit den Augen, mit ihr selbst betrachtet werden möchtet. Und zwar nicht mit strafendem, kritischem Blick, sondern mit einem wohlwollenden.

Wer lästert ist unzufrieden?

Wer immer lästert, ist mit sich selbst unzufrieden – In dem oben verlinkten Welt.de Artikel musste in einer Studie jeder Teilnehmer drei Menschen beurteilen, die er nur flüchtig kannte. Je nachdem wie die «Halb-Fremden» beurteilt werden, zeigt sich ganz viel über den mentalen Zustand der Person, die urteilt.

Klar: Wer immer nur das Schlechte sieht, erwartet auch viel eher schlechte Dinge. Negative Gedanken wirken sich immer negativ auf dein Leben aus. MAL lästern ist völlig ok. Dauerhaft lästern schadet dir nur selbst. Damit siehst du alles negativer und beeinflusst deinen Selbstwert – zum Schlechten. Im Grunde erstmal paradox, denn wer lästert, stellt sich ja über die anderen.

Doch: „Man wird nicht dadurch besser, dass man andere schlecht macht.» (Heinrich Nordhoff)

Wie geht man mit Lästermäulern um?

So wehrst du dich gegen Lästereien im Büro: 3 Tipps – Wenn du merkst, dass du zum Opfer von Lästereien wirst, solltest du auf gar keinen Fall den Rückzug suchen oder, schlimmer noch, dich auf dasselbe Niveau herablassen, vielmehr gilt es in einer solchen Lage, überlegt zu handeln und aktiv dagegen vorzugehen. Hier sind 5 Tipps :

Setze auf direkte Konfrontation : Oft hilft es, das direkte Gespräch mit Lästermäulern zu suchen, auch wenn es dir nicht leichtfallen mag, dabei sachlich zu bleiben. Frage, ob es ein Problem gibt, und wenn ja, warum dieses nicht von Angesicht zu Angesicht geklärt werden kann. Du stößt das Lästermaul damit aus seiner Rolle. Mach das Lästern öffentlich : Das Lästern macht nur Spaß, solange es im Geheimen geschieht. Bring das Thema Lästern daher beim nächsten Team-Meeting ins Gespräch, ohne einzelne Personen zu benennen. Wenn jeder weiß, was vor sich geht, verlieren die Lästereien ihren Reiz. Stichwort Selbstreflexion : Natürlich ist es nicht gerade die feine Art, hinter jemandes Rücken zu lästern, doch oft geschieht dies nicht ohne Grund. Reflektiere dein Auftreten und dein Verhalten, frage dich: Warum wird über mich gelästert. Ist es eine Macke, die dir sehr wohl bewusst ist? Dann kannst du die Sache mit Humor nehmen und bestenfalls direkt ansprechen. Oder fällt dir dabei etwas an dir auf, was dich tatsächlich auch stört und was du womöglich ändern möchtest?

EXTRA: Lügen und Flurfunk im Büro: So reagierst du als Chef richtig Andreas Wickles studierte Literatur- und Medienwissenschaft. Von 2019 bis 2021 war er Teil der Redaktion von unternehmer.de und schrieb unter anderem zu den Themen Arbeitsrecht, Karriere und New Work. Außerdem war er für Interviews mit Experten sowie diverse SEO-Maßnahmen zuständig.

Ist lästern was Schlimmes?

Über Klatsch und Tratsch haben Forscher viele widersprüchliche Ergebnisse veröffentlicht – Als Unbeteiligter fällt man ein Blitzurteil über so offensichtlich tratschende Mitmenschen: Ihr intriganten Giftspritzen! Wer heimlich über Abwesende spricht, der kann nichts Gutes im Schilde führen.

  1. Megan Robbins und Alexander Karan von der University of California in Riverside zeigen jedoch in einer Studie, dass der schlechte Ruf des Tratschens überzogen ist.
  2. Denn erstens klatschen und tratschen nicht nur die intriganten Ehrgeizlinge, sondern tatsächlich: jeder.
  3. Und zweitens, so berichten die Psychologen in Social Psychological and Personality Science, sind die Inhalte dieser Gespräche meist harmlos, manchmal gar wohlwollend.

Es wird seltener böse gelästert als vermutet. Über Klatsch und Tratsch haben Forscher viele widersprüchliche Ergebnisse veröffentlicht. Das liege daran, dass sich das Thema nur schwer beforschen ließe, so Robbins und Karan. Wer lästert, gibt das selten fröhlich zu, auch dann nicht, wenn Forscher mit Fragebögen anrücken und um Auskunft bitten.

Für die aktuelle Studie werteten die Psychologen daher Daten von knapp 500 Probanden aus, die über Tage ein Aufnahmegerät am Körper trugen und sich an dessen Anwesenheit gewöhnt hatten. Die Rekorder zeichneten alle paar Minuten Unterhaltungen auf, darunter also auch Klatsch und Tratsch. Etwa 14 Prozent der Gesprächszeit wurde über nicht anwesende Personen geredet.

«Bei einem 16-Stunden-Tag entspricht das 52 Minuten, in denen getratscht wird», so Robbins und Karan. Junge Erwachsene lästerten ein bisschen mehr und böser über Dritte als ältere Probanden. Frauen tratschten laut den Daten ein klein wenig mehr als Männer.

  • Allerdings sei dieser Unterschied marginal, betonen die Psychologen.
  • Zudem war der Inhalt dieser Klatschrunden unter Frauen in der Regel neutral und verblüffend selten wertend.
  • Das passt zu bekannten Befunden, wonach Frauen schlicht häufiger miteinander über soziale Themenbereiche sprechen», sagen Robbins und Karan.

Klatsch erfüllt laut anderen Studien wichtige soziale Funktionen. Manche Forscher sprechen gar von «sozialem Kitt»: Gemeinsamer Tratsch hilft demnach, Freundschaften zu formen, Vertrauen aufzubauen, Netzwerke zu bilden und Gemeinschaften zusammenzuhalten.

Wann wird lästern zu einem Problem?

Ab wann wird Lästern ungesund? – Ratgeber – SRF Inhalt Lästern kann gesund sein, sagen verschiedenste Studien. Es sei Psychohygiene, fördere den sozialen Zusammenhalt und Harmonie. Doch Lästern kann auch schaden und dann wird es ungesund. Ab wann kippt es? Ab wann wird Lästern ungesund? SRF Ratgeber Psychologe Rolf Heim mit Tips zum Lästern.

  • Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Rachel Honegger Um diesen Podcast zu abonnieren, benötigen Sie eine Podcast-kompatible Software oder App.
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  • «Wenn alle Menschen wüssten, was die einen über die anderen reden, gäbe es keine vier Freunde auf Erden», sagte einmal der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal.

Ob Lästern gesund oder ungesund ist, sei eine Frage vom Mass: Wenn das Lästern an Häufigkeit zunimmt und man nur noch das eine Thema hat, wird es ungesund. Man dreht sich im Kreis, hegt dauernd negative Gedanken – und dann ist es auch nicht mehr Psychohygiene, sondern eher Stress.

Was sagt Gott über lästern?

Klatsch und Tratsch von biblischer Zeit bis heute – „Es ist die Art des ganzen Geschlechts» Archiv Schon in der Bibel wurde gelästert – was Gott dort gar nicht gefiel. Judentum und Christentum verbieten es deshalb in den meisten Fällen, schlecht über andere zu reden.

Für Hirn, Herz und Ohr – die Reportagen und Feature dieser Sendereihe wollen unterhalten und informieren. Vertiefen. Mal aktuell, mal hintergründig, aber immer relevant – egal ob es um Ernst Blocks Religionsphilosophie geht oder um die Angst islamischer Extremisten vor Homosexualität.

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Warum Lästern Menschen Menschen tratschen – und das schon seit biblischen Zeiten (imago/Ikon Images) «Lass die Menschen reden, was sie wollen. Du weißt ja die Art des ganzen Geschlechts, dass es lieber beunruhigt und hetzt, als tröstet und aufrichtet.» (Johann Wolfgang von Goethe) «Es gibt nur ein Ding auf der Welt, das schlimmer ist, als dass die Leute über einen reden, und das ist, dass die Leute nicht über einen reden.» (Oscar Wilde) «Ich behaupte, dass, wenn alle Menschen wüssten, was sie voneinander sagen, es nicht vier Freunde auf der Welt gäbe.» (Blaise Pascal) Julian-Chaim Soussan: «Was ist die Absicht hinter dem Reden? Es hat immer dieses Mitschwingen von Jemand-Heruntermachen, von Faszination, von Abwerten.

  • Es geht nicht darum, dass jemand Lügen verbreitet, sondern es geht darum, dass jemand etwas sogar Wahres erzählt, aber damit einen negativen Effekt erzeugt.» Über andere zu reden, ist ein Bedürfnis, das Menschen seit Urzeiten kennen.
  • Sie sitzen vor dem Zelt oder treffen sich am Brunnen, sprechen über dies und jenes, tauschen Neuigkeiten aus.

Gern reden sie über Leute, die gerade nicht anwesend sind. So ist es seit Jahrtausenden. Schon die Bibel berichtet davon: «Mirjam aber redete mit Aaron über Mose wegen der äthiopischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine Äthiopierin zur Frau genommen.» Hinter Moses Rücken echauffiert sich Mirjam, dass Mose eine dunkelhäutige Frau geheiratet hat.

  • Gott hört es und bestraft Mirjam: «Und der Zorn des Herrn ergrimmte über sie, und er wandte sich ab.
  • Und siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee.» Es liest sich wie Ironie, dass rassistisches Lästern ausgerechnet mit einem weißen Hautausschlag bestraft wird.
  • Doch auch anderes schlechtes Reden über Dritte wurde in biblischen Zeiten mit Aussatz (hebräisch: Zara’at) bestraft –einem Hautausschlag, der früher oft mit «Lepra» übersetzt wurde, einer bakteriellen Infektionserkrankung.

Doch schlimmer als der Aussatz selbst waren die Folgen der Krankheit für den Betroffenen. Der Frankfurter Rabbiner Julian-Chaim Soussan erklärt, was in biblischen Zeiten mit einem Aussätzigen geschah: «Wenn jemand das hat, dann wird er mindestens sieben Tage aus dem Lager, aus dem Machane, ausgeschlossen, muss dort warten, bis dann der Priester kommt. Warum Lästern Menschen Der orthodoxe Rabbiner Julian-Chaim Soussan aus Frankfurt am Main. (imago images / epd) Die Tora schreibt genau vor, was der Priester tun soll mit einem, der schlecht über andere geredet hat: «Das ist das Gesetz über den Aussätzigen, wenn er gereinigt werden soll.

  1. Er soll zum Priester kommen.
  2. Der soll besehen, wie der Aussatz geheilt ist und soll gebieten, dass er zwei lebendige Vögel nehme, die da rein sind.
  3. Den einen Vogel soll der Priester schlachten und den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal besprengen.
  4. Den anderen Vogel lasse der Priester ins freie Feld fliegen.» Die jüdischen Gelehrten der Antike und des Mittelalters haben viel darüber gerätselt, was es mit den beiden Vögeln auf sich hat.

Raschi, der bekannteste jüdische Bibelkommentator des Mittelalters – ein Rabbiner, der im 11. Jahrhundert in Frankreich und in Deutschland lebte – fand eine naheliegende Erklärung: «Er hat geschwätzt – darum braucht man zu seiner Reinigung Vögel, die immerzu zwitschern.» Auch heute wird viel gezwitschert und getratscht.

  • Das Internet macht es möglich, Informationen, aber auch Geschwätz, in Windeseile in alle Welt zu verbreiten.
  • Wir leben in einer Zeit, in der Menschen einander so viel über andere mitteilen wie nie zuvor, gerade auch halböffentlich in Chats und Foren.
  • Durch Social Media sind alle Schleusen geöffnet, Menschen zu beleidigen und zu verleumden – häufig auch anonym.

Soussan: «Ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der es besonders wichtig ist, auf Sprache zu achten: Was darf gesagt, gesprochen, geschrieben werden? Diese traurigerweise durch die scheinbare Anonymität, die Mauern die fallen, die Grenzen, die fallen, auch dessen, was man sagen kann und sagen darf.

  • Das ist gefährlich, das ist Gift.
  • Nicht nur für den Einzelnen, sondern es kann Gift auch für die ganze Gesellschaft sein.
  • Und da sollen wir genau hinschauen, und da sollten wir auch von den großen Medienplattformen einfordern, dass sie da mehr darauf achten, dass bestimmte Posts schnell gelöscht werden oder am besten gar nicht erst auf diese Plattform kommen dürfen.» Anders als heute grenzte die antike biblische Gesellschaft einen Menschen aus, wenn er schlecht über andere geredet hatte.

Sie schickte ihn sieben Tage in Quarantäne. Alle sollten sehen: Wer andere ausschließt, indem er schlecht über sie redet, wird selbst ausgeschlossen. Soussan: «Ein Grundprinzip, das wir in der Tora immer wieder erleben: Gott bestraft den Menschen – oder belohnt den Menschen – immer entsprechend seiner Tat.

Was ist hier passiert? Was ist das Prinzip von übler Nachrede? Mindestens zwei Personen stehen zusammen und reden über einen Dritten. Damit schließen sie ihn aus dieser Gemeinschaft aus. Wir sind nicht so wie der, denn der hat das und das gemacht – oh, oh, oh! Und dann ist die Strafe, dass die Person, die das tut, einen Ausschlag bekommt und ausgeschlossen wird aus dem Lager, also nicht mehr Teil dieser Gesellschaft sein darf – zumindest zeitweise –, und vielleicht darüber nachdenkt, was da falsch gelaufen ist.» Aber was ist falsch gelaufen? Rabbiner Soussan deutet die biblischen Texte so: Den Menschen bleibe genug Zeit, ihr Verhalten zu ändern.

Denn sie würden mehrfach gewarnt, bevor sie schließlich der Aussatz befällt: «Der Mensch tut etwas Schlechtes, zum Beispiel eben üble Nachrede – und dann schickt Gott eine Warnung. Das Haus wird mit Lepra befallen. Das kann man reparieren, es ist ein finanzieller Schaden, aber es ist nicht so schlimm.

Und wenn er sich bessert, dann war‘s das. Wenn er sich nicht bessert, dann wird die Kleidung befallen, das ist schon näher an mir dran, das ist schon an der Haut, am Körper. Und auch das ist ein Warnhinweis: Vorsicht, da passiert irgendetwas bei dir, du musst etwas korrigieren! Und wenn das auch nicht korrigiert wird, dann befällt es den Menschen tatsächlich am Körper selbst.» Schlecht über andere zu reden – hebräisch: Laschon Hara –, ist im Judentum seit altersher eines der schlimmsten Vergehen.

Auch im Christentum gilt es als verwerflich, schlecht über andere zu reden. Protestantische Theologen beziehen sich dabei gern auf Martin Luther. Der Wittenberger Reformator schrieb 1529 in seinem Großen Katechismus: «Ein guter Ruf ist ein menschliches Grundbedürfnis. Warum Lästern Menschen Hielt laut eigener Aussage nichts vom Lästern: Martin Luther ((c) dpa – Bildarchiv) Luthers Argumentation sei höchst bemerkenswert, sagt der evangelische Theologe Martin Leiner, Professor für Systematische Theologie und Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena: «Er beginnt mit einer anthropologischen These: Üble Nachrede ist für Luther der Versuch, jemandem etwas zu nehmen, das er zum Leben braucht, also eine Art schlimmer Fall von Diebstahl.» So sieht es auch der Frankfurter Rabbiner Julian-Chaim Soussan: «Es geht nicht darum, dass jemand Lügen verbreitet, sondern es geht darum, dass jemand etwas sogar Wahres erzählt, aber damit einen negativen Effekt erzeugt.» All das ist im Judentum und im Christentum an sich verboten.

Doch die Tatsache, dass sowohl jüdische als auch christliche Gelehrte diesem Thema eine derart große Bedeutung beimessen, legt nahe, dass die Appelle immer wieder ungehört verhallten. Die Neigung, Schlechtes über andere zu verbreiten, ist für Luther ein Zeichen dafür, dass, wie er sagt, «uns der Teufel reitet»: «Sehen und hören kann ich wohl, dass mein Nächster sündigt, aber es anderen weiterzusagen, dazu habe ich keinen Auftrag.

Tu nichts anderes, als dass du aus deinen Ohren ein Grab machst und es zuscharrst, bis du den Auftrag bekommst, Richter zu sein und von Amts wegen zu strafen!» «Von Amts wegen strafen» – das sei allerdings nicht juristisch gemeint, sagt der evangelische Theologe Martin Leiner.

Luther fasse den Amtsbegriff durchaus weiter als heute üblich: «Nicht nur die Obrigkeit, sondern auch Väter und Mütter, Brüder und Schwestern und gute Freunde sind verpflichtet, das Böse, das andere tun, aufzudecken und den Täter damit zu konfrontieren und zwar nach der biblischen Regel: Erst mit dem Täter selbst sprechen – nicht über ihn zu sprechen, sondern mit ihm –, wenn das nicht hilft, dann mit einem oder zwei Zeugen, und dann in der Öffentlichkeit.» So steht es im Neuen Testament, in der sogenannten Gemeinderegel im Matthäus-Evangelium: «Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein.

Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde.» Andere zur Seite zu nehmen und ihnen unter vier Augen zu sagen, was stört – diese Regel scheint immer weniger befolgt zu werden – gerade in Internet-Zeiten.

  • Viele neigen dazu, sich an Dritte oder gleich an die globalisierte Medienwelt zu richten und dort über Schwächen oder Fehler der Anderen zu reden.
  • Genau dies wollten die biblischen Autoren dereinst verhindern.
  • Aber auch sie machen Ausnahmen.
  • Das Judentum definiert genau, wann es möglich oder sogar geboten ist, schlecht über Andere zu sprechen – nämlich dann, wenn es gilt, Dritte zu warnen, sagt Rabbiner Julian-Chaim Soussan: «Also wenn einer zum andern kommt und sagt: ‘Ich möchte mit dem X ein Geschäft machen – hast du ne Ahnung, ob ich dem vertrauen kann?’ Und der Gefragte weiß jetzt tatsächlich, dass dieser X im Verdacht steht, ein unlauterer Geschäftsmann zu sein, der schon das eine oder andere Mal jemanden über den Tisch gezogen hat.

Darf er jetzt, oder darf er nicht? Er will ja seinen Bekannten davor bewahren, einen Verlust zu machen oder betrogen zu werden. In dem Fall sagen die Rabbiner: Es ist erlaubt, ihn zu warnen. Aber auch hier ist wichtig: Der Hörende, also der Gewarnte, weder darf er jetzt den, über den gesprochen wurde, schlecht behandeln oder herabsetzen in seinen eigenen Augen, noch darf er es gar Dritten weitererzählen.» Und es gibt noch eine Ausnahme: wenn eine Ehe angebahnt werden soll.

  • Wer über den zukünftigen Bräutigam oder die zukünftige Braut etwas weiß, das die Ehe in Gefahr bringen könnte, darf einschreiten.
  • Doch es muss der Wahrheit entsprechen.
  • Beweise müssen vorliegen.
  • Eine weitere Ausnahme: wenn es darum geht, ein Verbrechen aufzudecken.
  • Soussan: «Ich lach auch immer, wenn Leute zu mir kommen und sagen: ‘Ja, Herr Rabbiner, Sie haben doch auch Schweigepflicht.’ Na, aus jüdischer Sicht nicht per se.

Wenn jemand in mein Büro kommen würde und sagen würde: ‘Ich habe jemanden umgebracht’, dann würde ich wahrscheinlich die Polizei rufen.» Amerikanische Psychologen haben ermittelt, dass Menschen im Schnitt täglich etwa 16.000 Wörter von sich geben. Ein männlicher Vielsprecher soll es gar auf 47.000 Wörter gebracht haben.

Im biblischen Buch Kohelet hätte der Prediger Salomo dies wohl so kommentiert: «Die Rede der Dummen ist gekennzeichnet durch viele Worte.» Studien darüber, wie oft Menschen es bereuen, etwas gesagt zu haben, gibt es nicht. Doch jüdische Gelehrte warnten bereits im späten Mittelalter. In den «Orchot Zadikim», einem Buch zur jüdischen Ethik aus dem 15.

Jahrhundert, wird ein Rabbiner mit den Worten zitiert: «Bevor du sprichst, bist du Herr deiner Worte. Nachdem du gesprochen hast, sind deine Worte dein Meister.» Eine chassidische Geschichte erzählt davon, wie schwer – oder unmöglich – es ist, Worte, die einmal in der Welt sind, zurückzunehmen.

  • Sie verselbständigen sich und lassen sich nie wieder einfangen: «Ein Mann hatte schlecht über einen anderen gesprochen.
  • Er ging zum Rabbi und fragte ihn, wie er das wieder gut machen könne.
  • Der Rabbi trug ihm auf, ein Federkissen zu besorgen und herzubringen.
  • Das tat der Mann, und der Rabbi gab ihm den Auftrag, das Kissen aufzuschneiden und die Federn aus dem Fenster zu schütteln.

Als der Mann damit fertig war, stellte sich der Rabbi neben ihn und sah eine Weile zu, wie die Federn vom Wind über die ganze Stadt verteilt wurden. Dann sagte er zu dem Mann: ‘So, und nun fang damit an, alle Federn wieder einzusammeln!'» Heute lassen sich die Federn noch schwerer einsammeln – vor allem die digitalen Federn.

  1. Und sie haben noch schlimmere Folgen als in jenen vergangenen Zeiten, als das Konzept von Laschon Hara – wörtlich «böse Zunge» – entstand.
  2. Und so bekommt die uralte Warnung vor übler Nachrede neue Aktualität.
  3. Sie gilt in der jüdischen Tradition als besonders schwere Sünde, als eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt.

Und nicht zufällig gibt es den Begriff «Rufmord». Rabbiner betonen immer wieder, schlecht über andere zu reden, könne Menschen umbringen – aus jüdischer Sicht jedoch nicht nur den, über den geredet wird. «Warum nennt man die böse Zunge eine dreifach schlagende Zunge? Weil sie drei Menschen tötet: den Sprecher, den Angesprochenen und den Menschen, über den gesprochen wird.» So Rabbi Schmuel bar Nachmani laut dem Talmud bereits vor rund 1700 Jahren.

  • Nicht erst die moderne Psychologie, sondern bereits die Weisen der Antike kannten die Macht der Worte.
  • Von Schimon ben Gamliel, einem bekannten Rabbiner, der vor 2000 Jahren in Jerusalem lebte, wird erzählt, wie er seinen Diener damit beauftragte, ihm auf dem Markt etwas Gutes zu kaufen: «Der Diener kehrte mit Zunge zurück.

Da wies Rabbi Schimon ihn an, etwas Schlechtes auf dem Markt zu kaufen. Da brachte der Diener ebenfalls Zunge. ‘Warum das?’, fragte der Rabbi. ‘Du solltest etwas Gutes kaufen und brachtest Zunge. Dann solltest du etwas Schlechtes kaufen und brachtest wieder Zunge!’ Da erwiderte der Diener: ‘Die Zunge ist gut und schlecht zugleich.

Wenn sie gut ist, dann ist sie sehr gut; wenn sie schlecht ist, dann ist sie sehr schlecht.'» Die Vorstellung, dass Worte in der Lage sind, sowohl zu zerstören als auch aufzubauen, ist in der jüdischen Tradition fest verankert. Sie können sogar Welten errichten. In der Schöpfungsgeschichte der Tora steht ein sprechender Gott im Mittelpunkt.

Soussan: «Man muss sich vorstellen, dass Gott die Welt mit Worten geschaffen hat, sagt uns die Tora. Da hätte ja auch stehen können: ‘Und Gott hat geschnipst oder geklatscht oder getanzt.’ Warum wird ausgerechnet die Begrifflichkeit des Sprechens gewählt? Um uns klarzumachen, wie wichtig Sprache ist!» Der evangelische Theologe Martin Leiner betont, das Christentum sehe dies ähnlich: «Gott hat am Anfang durch das Wort die Welt erschaffen.

  1. Und christliche Theologie ist sich bewusst, dass wir durch Worte auch unsere Welt erschaffen.
  2. Sagen wir zum Beispiel einem Kind immer wieder, dass es dumm ist und zu nichts zu gebrauchen ist, dann schaffen wir etwas, das sich vielleicht in der Realität dann auch verwirklichen wird.
  3. Wenn man Menschen sagt, dass sie schlecht aussehen, wie jemand, der krank wird, werden diese Menschen vielleicht auch krank.» Der britische Sozialpsychologe Robert Dunbar fand in den 90er-Jahren heraus, dass wir ein Drittel der Zeit, die wir miteinander sprechen, über Personen reden, die nicht anwesend sind.
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Gemeinsam mit seinen Kollegen hatte der Wissenschaftler zu Forschungszwecken Tausende Gespräche in Zügen, Geschäften und Restaurants belauscht. Er war selbst erstaunt über das Resultat. Er wiederholte die Studie mehrmals – und kam zu dem Schluss: «Menschen sind von Natur aus geschwätzig.» Der Frankfurter Rabbiner Julian-Chaim Soussan glaubt: Wir wollen uns vergleichen und aufwerten.

Wir tratschen über andere, um uns selbst besser zu fühlen: «Man stärkt sein eigenes Ego auf Kosten von anderen. Ich glaube, das ist die einfachste und billigste Version, sich selber eine Erhebung zu geben, ohne irgendetwas dafür tun zu müssen. Ich glaube, das hat schon ganz viel als Motivation damit zu tun.» Seit Jahrtausenden denken Priester und Rabbiner, Theologen und Philosophen darüber nach, wie man Klatsch und Tratsch, die üble Nachrede, vermeiden kann.

Der Frankfurter Rabbiner Julian-Chaim Soussan schlägt vor, einfach mal den Spieß umzudrehen: «Eigentlich kann man sich am besten vor Laschon Hara schützen, indem man sich überlegt, wie würde ich mich wohl fühlen, wenn jemand das über mich erzählen würde – unabhängig davon, ob das stimmt oder nicht.

Was sind das für Menschen die andere schlecht machen?

Fazit – Die Gründe für das Schlechtmachen von Mitmenschen mögen unterschiedlich und oft nicht nachvollziehbar sein. Aber letztlich lassen sie sich meistens auf einen Grund herunterbrechen : Menschen machen andere schlecht, um sich selbst besser zu fühlen und/oder vor anderen (vermeintlich) besser dazustehen – oder vereinfacht gesagt: Sie machen andere klein, um sich groß zu fühlen.

Wie wehrt man sich gegen lästern?

Niemals zurück- oder mit lästern! – Wer über Kollegen herzieht, weil diese ohne Punkt und Komma lästern, ist kein bisschen besser, sondern begibt sich auf exakt das gleiche Niveau. Hinzukommt, dass Lästern als hochgradig unprofessionell gilt und in der Regel immer auf dich zurückfallen wird.

  • Wenn dich etwas stört, solltest du das immer offen ansprechen und nicht hinter vorgehaltener Hand verbreiten.
  • Lästereien haben im beruflichen Umfeld einfach nichts verloren – nicht zuletzt, weil jemand, der gern und viel lästert in dieser Zeit keine überzeugenden Arbeitsergebnisse liefern kann.
  • Aber wer nicht mitlästert, gehört nicht dazu und läuft schnell Gefahr, selbst zum Opfer zu werden», denkt sich jetzt vielleicht der eine oder andere.

Wenn dem so wäre, sollten sich ein paar deiner Kollegen ernsthaft fragen, ob ihr Verhalten wirklich erwachsen oder nicht doch eher ziemlich kindisch ist. Wer gern lästert, kann das in seiner Freizeit tun – im Büro ist eine solche Kommunikation mehr als fehl am Platze.

Wie gehe ich mit Menschen um die über mich lästern?

PDF herunterladen PDF herunterladen Es ist unangenehm, wenn andere hinter deinem Rücken über dich reden. Da solcher Tratsch sehr subtil ist, ist es oft schwer, die Quelle zu finden. Du machst es deshalb nur noch schlimmer, wenn du die lästernden Leute konfrontierst. Das Beste ist, wenn du sie ignorierst. Tu etwas Positives, um damit klarzukommen. Verändere deine Perspektive auf den Tratsch.

  1. 1 Tu nichts. Du willst vielleicht ausflippen oder denjenigen konfrontieren, die beste Reaktion ist aber oft, den Tratsch zu ignorieren. Denke dir einfach: Derjenige hat nicht den Mut, dir das, was er zu sagen hat, ins Gesicht zu sagen. Gib ihm keine Plattform, um weiter über dich zu sprechen. Unterbrich die Negativität, indem du es einfach vollständig ignorierst.
    • Viele Leute tratschen, um Aufmerksamkeit oder eine Reaktion zu bekommen. Wenn du Lästereien ignorierst, dann werden die Leute gelangweilt und hören auf, über dich zu sprechen.
  2. 2 Sei immer nett. Eine angenehme Einstellung ist auch eine tolle Reaktion auf Lästereien. Diejenigen sind fassungslos darüber, wie du so freundlich zu ihnen sein kannst, obwohl sie negativ über dich gesprochen haben. Außerdem fühlt derjenige sich vielleicht schuldig, weil er so über dich gesprochen hat, obwohl du so nett bist.
    • Mache demjenigen ein aufrichtiges Kompliment, wie: «Wow, du hast echt hart an diesen Flyern gearbeitet, Rose! Die Grafiken sehen toll aus.»
    • Klinge aufrichtig, besonders bei Komplimenten. Du willst nicht sarkastisch oder unaufrichtig wirken, denn das verschlimmert nur alles.
    • Wenn du jemandem kein Kompliment machen kannst, dann hilf ihm stattdessen. Du kannst ihm die Tür aufhalten oder helfen, etwas Schweres zu tragen.
  3. 3 Setze denjenigen, die tratschen, Grenzen. Wenn du viel Zeit mit denjenigen verbringen musst, die hinter deinem Rücken über dich sprechen, dann halte sie auf Distanz. Nur weil sie in deiner Nähe sind, heißt das nicht, dass du sie wie deine besten Freunde behandeln musst.
    • Sei herzlich, aber komme denjenigen nicht zu nah. Erzähle nichts Persönliches über dich, das später als Angriffsfläche für noch mehr Lästereien dienen kann.
    • Nicht nur durchs Gespräche mit dir bekommen diejenigen persönliche Informationen über dich. Wenn du vermutest, dass jemand lästert, solltest du ihm keinesfalls deinen Namen in den sozialen Medien verraten.
  4. 4 Welche Motive hat jemand, um dir von Gerüchten über dich zu erzählen? Wenn ein Freund oder Bekannter dir von den Lästereien erzählt hat, dann gehe sicher, dass derjenige in deinem besten Interesse handelt. Die meisten guten Freunde verbreiten keine negativen Informationen über dich, welche deine Gefühle verletzen würden.
    • Frage beispielsweise: «Woher wusstest du, was los war?» oder «Was hast du gesagt, als dieses Gerücht gestreut wurde?» Du kannst auch einfach fragen: «Wieso erzählst du mir das?» Du verstehst die Motive dann besser.
    • Du musst die Beziehung zu demjenigen, der dir davon erzählt hat, nicht unbedingt beenden. Es wäre aber klug, denjenigen besser im Auge zu behalten. Er ist vielleicht nicht so unschuldig wie er tut. Er treibt die Gerüchte vielleicht sogar voran, statt sie zu stoppen.
    • Sage demjenigen, dass er lieber mit dir direkt sprechen soll, wenn es ein Problem gibt, statt Gerüchte zu verbreiten. Sage: «Das nächste Mal, wenn du hörst, dass Tante Margaret über mich lästert, bittest du sie bitte darum, direkt mit mir zu reden.»
  5. 5 Tratsche nicht mit. Wenn über dich gesprochen wird, dann weißt du, wie schlimm sich das anfühlt. Du machst nichts besser, wenn du selbst tratschst. Manche sprechen einfach gern über andere. Das können sie aber nur, wenn jemand zuhört.
    • Wenn wieder jemand mit dir lästern will, dann sagst du: «Weißt du, das hier fühlt sich wie Lästern an. Ich möchte nicht über sie sprechen, wenn sie nicht hier ist, um sich zu verteidigen.»
    • Wenn du über andere tratschst, dann kann man dich schwerer ernstnehmen, wenn du darum bittest, dass man aufhört, über dich zu lästern.
  6. 6 Sprich mit einem Vorgesetzten. Wenn Lästereien sich auf deine Leistung auf der Arbeit oder in der Schule auswirken, dann musst du das Problem eine Ebene höher bringen. Ein Lehrer, der Direktor oder ein Vorgesetzter kann das Problem vielleicht aus der Welt schaffen.
    • Sage: «Ich habe Probleme mit einem anderen Schüler/Kollegen. Ich denke, dass derjenige Gerüchte über mich verbreitet und es wirkt sich auf meine Konzentrationsfähigkeit in der Schule/auf der Arbeit aus. Könnten Sie bitte mit demjenigen sprechen?»
    • Der betroffene Schüler oder Angestellte ist vielleicht fürs Lästern oder Mobben bekannt, weshalb der Vorgesetzte Maßnahmen einleiten wird.

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  1. 1 Lenke dich ab. Man kann sich nur schwer auf Schule oder Arbeit konzentrieren, wenn Leute heimlich über einen reden. Schenke der Negativität keine Aufmerksamkeit, sondern lenke deine Energie in positive Handlungen, um dich abzulenken.
    • Organisiere deinen Schreibtisch neu, spaziere um den Block, quatsche mit einem Freund oder setze dir eine persönliche Deadline, um ein Projekt zu beenden.
  2. 2 Verbringe Zeit mit positiven Leuten. Wenn Leute über dich reden, dann fühlst du dich schnell isoliert. Kämpfe gegen dieses Gefühl, indem du dich besonders bemühst, Zeit mit Leuten zu verbringen, die dich wertschätzen. Diese Leute können deine Laune verbessern, dein Selbstbewusstsein stärken und dich sogar negativen Tratsch oder Gerüchte vergessen lassen.
    • Rufe deinen besten Freund an und frage, ob er etwas mit dir unternimmt. Du kannst auch mehr Zeit mit deinem Partner oder deiner Familie verbringen.
  3. 3 Erinnere dich daran, wie wundervoll du bist. Man stellt seine Stärken und Fähigkeiten oft in Frage, wenn über einen geredet wird. Kritisiere dich nicht selbst. Erinnere dich stattdessen an deinen Wert als Person, indem du absichtlich an etwas denkst, das dich wunderbar macht. Nimm dir Zeit und erstelle eine Liste.
    • Denke an all deine positiven Eigenschaften, an Dinge, die du an dir magst und an Eigenschaften, die andere an dir bewundern. Schreibe auf: «Großartiger Zuhörer», «gute Schulter zum Anlehnen» oder «kreativ».
    • Mache dir jeden Tag mindestens ein Kompliment. Es kann sogar etwas Kleines sein, wie deine schöne Augenfarbe.
  4. 4 Tu dir etwas Gutes. Positive Handlungen führen zu positiven Gedanken und Gefühlen. Wenn du dich wegen Tratsch schlecht fühlst, dann sei nett zu dir, wie du es zu einem Freund auch wärst. Nimm dir jeden Tag ein bisschen Zeit, um dir etwas Gutes zu tun. Beispielsweise:
    • Gehe mit dem Hund Gassi oder spiele mit deiner Katze.
    • Höre deine Lieblingsmusik oder singe in der Dusche.
    • Schreibe oder zeichne etwas.
    • Gönne dir ein Mal pro Woche etwas Größeres, wie eine Maniküre, einen Ausflug in das Einkaufszentrum oder Kino oder dein liebstes Eis.

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  1. 1 Nimm es nicht persönlich. Du kannst damit umzugehen lernen, dass Leute hinter deinem Rücken über dich reden, indem du ihre Worte als Reflektion ihrer Selbst siehst, statt deiner Selbst. Du kannst nicht entscheiden, was andere über dich sagen, aber du kannst entscheiden, wie du darauf reagierst.
    • Jemand, der lästert, tut das vielleicht, weil er sich unsicher fühlt und versucht, sich in ein besseres Licht zu rücken, indem er andere schlecht macht.
  2. 2 Vielleicht sind diejenigen eifersüchtig. Es fühlt sich zwar im ersten Moment nicht so an, wenn andere schlecht über dich reden, aber oft tun sie es, weil sie etwas an dir einschüchtert. Derjenige ist vielleicht neidisch auf dein Aussehen, deine Fähigkeiten oder Beliebtheit. Die unschönen Worte sollen dich einfach nur verletzen.
    • Sei nett zu jemandem, der eifersüchtig auf dich ist. Damit bietest du weniger Angriffsfläche für Tratsch.
  3. 3 Erkenne ein schwaches Selbstwertgefühl. Leute, die lästern, haben oft ein geringes Selbstbewusstsein. Sie reden schlecht über andere, damit sie sich selbst besser fühlen. Derjenige hat oft ein schlechtes Gefühl über sich selbst oder wenig Respekt vor sich. Daher spricht er schlecht über andere.
    • Aus diesem Grund enden die negativen Kommentare oft, wenn du zu ihm nett bist oder ihm Komplimente machst. Er will einfach ein bisschen positive Aufmerksamkeit, weil er sich tief in sich schlecht fühlt.

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Warum müssen manche Menschen immer reden?

Mögliche Ursachen von Logorrhoe – Als Ursachen krankhafter Geschwätzigkeit kommen Erkrankungen der Schilddrüse oder Demenz in Betracht. Logorrhoe kann aber auch Folge eines Schlaganfalls sein. Manchmal versteckt sich dahinter auch eine schwere psychische Erkrankung wie Schizophrenie oder eine bipolare Störung.

Dann schwanken Betroffene zwischen Manie und Depression, sind also mal sehr traurig, mal super glücklich. Die Ursachen einer Manie oder Schizophrenie ist Gegenstand intensiver Forschung. Auffällig: Es gibt familiäre Häufungen, insofern gibt es einen gewissen erblichen Anteil. Das gilt jedoch nicht immer.

Der Berliner Psychiater Dr. Achim Köhler erklärt FITBOOK: „Krankheitsphasen können durch belastende Erlebnisse wie Tod oder schwere Erkrankung von Angehörigen oder Arbeitsplatzverlust ausgelöst werden, es gibt jedoch auch Krankheitsschübe ohne erkennbare Ursache.» Was aber geht im Gehirn vor, wenn jemand in einer Manie nicht mehr aufhören kann zu reden? Letztlich ist davon auszugehen, dass sich bei einer Manie biochemische Prozesse auf der Ebene der Zellen abspielen.

Warum machen Leute andere runter?

Die Entwertung als ein psychischer Abwehrmechanismus gehört zu den primitiven Abwehrmechanismen und bildet den Gegenpol zur Idealisierung, Als Schutzmechanismus wird Entwertung zur Stabilisierung des Selbstwertgefühles eingesetzt und dient der Abwehr von Neidgefühlen oder Verlust- und Abhängigkeitsängsten.

In pathologischer Ausprägung kann die Entwertungsabwehr ein Teil der für Störungen auf niedrigem Strukturniveau (der narzisstischen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung ) typischen Spaltungsabwehr sein und stellt somit ein wichtiges Symptom dieser Störungsbilder dar. Auch gut integrierte Persönlichkeiten setzen die Entwertungsabwehr zum Schutz des Selbstkonzeptes und in sozialen Konkurrenzsituationen ein.

Dies geschieht, indem an einer eigentlich beneideten Person Eigenschaften hervorgehoben werden, in welchen sie dem Entwertenden unterlegen ist. Menschen mit narzisstischer oder Borderline-Persönlichkeitsstörung sind auf die Entwertungsabwehr angewiesen und wenden sie daher systematisch und häufig an.

Wie nennt man Menschen die einen ständig kritisieren?

Umgang mit schwierigen Menschen: Nörgler und Besserwisser Nörgler, Besserwisser, Querulanten kennt wohl jeder von uns. «Nein, so kannst du das nicht machen, ich zeig dir, wie das richtig geht.» Ein typischer Satz, wie man ihn von einem besserwisserischen Kollegen hören könnte. Wie geht man damit richtig um? Was steckt dahinter, wenn jemand ständig nörgelt oder alles besser weiß? Die Psychologin Evelyn Summhammer hat darüber ein Buch geschrieben: «Nörgler, Besserwisser, Querulanten.

  1. Wie man schwierige Menschen zielsicher steuert.» Christine Langer im Gespräch mit der Autorin Evelyn Summhammer Ich habe wirklich viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte mit Menschen verbracht, die mir immer wieder geschildert haben, dass sie keinen Weg finden, mit schwierigen Zeitgenossen umzugehen.
  2. Wir haben dann gemeinsam Wege erarbeitet, die sich als sehr zielführend herausgestellt haben.

Und diese Wege habe ich dann zu einem Buch zusammengefasst. Ich hoffe sehr, dass jeder für sich Tipps und Tricks findet, wie es in Zukunft besser gehen kann.

Wie nennt man Menschen die andere immer schlecht machen?

© 1&1 Mail & Media/spot on news Aktualisiert am 30.04.2021, 14:59 Uhr

Die Bekannte, die neidisch jede neue Frisur kritisiert. Der Freund, der mit seinem pessimistischen Blick in die Zukunft alles vermiest. Wird ein solches Verhalten bewusst zur Manipulation eingesetzt, spricht man von toxischen Menschen, die uns das Leben schwermachen. Wie erkenne ich solche Personen? Und vor allem: Was kann ich gegen sie tun?

Mehr Wissensthemen finden Sie hier Wenn eine Person einen sehr schlechten Einfluss auf ihre Mitmenschen hat und diese permanent mit ihrem Verhalten gezielt schädigt, bezeichnet man sie als toxische Menschen. Die Psychologin Karolin Ewald betreut in ihrer Chemnitzer Praxis immer wieder Menschen, die Opfer des schädlichen Verhaltens anderer werden.

Warum reden Menschen hinter dem Rücken?

Darum reden wir so gern hinterm Rücken über andere Menschen – Was uns zu der Frage bringt, warum wir Menschen eigentlich so gern hinterm Rücken reden. Einfach gesagt, schweißt es uns psychologisch und sozial gesehen zusammen, Lästern wir, schafft das ein Wir-Gefühl.

  1. Indem man sich von einer Person abgrenzt, gibt man sich untereinander Bestätigung und hält an Gemeinsamkeiten fest.
  2. Hast du ihre grünen Haare gesehen?!» Solche Sätze stärken zugleich unser eigenes Ego und unseren Selbstwert,
  3. Solange wir andere schlechtreden, stehen nicht wir in der Kritik.
  4. Wir fühlen uns erhaben und bestätigen obendrein unsere Norm- und Wertvorstellungen,

Kritisieren wir hinterm Rücken etwa, dass sich jemand gestern Abend wieder mal völlig abgeschossen hat, machen wir unserem Gegenüber zugleich deutlich, dass wir übermäßigen Alkoholkonsum ablehnen. Auch stärkt das Reden hinterm Rücken das Vertrauen unter Menschen.

  1. Indem man lästert, teilt man unterschwellig mit, dass man dem oder der Gesprächspartner:in vertraut, dass das Gesagte privat bleibt,
  2. Zuletzt kann Lästern aber auch einfach als kleines Entertainment des Alltags verstanden werden.
  3. Wir sind süchtig nach Sensation – nicht ohne Grund sind Boulevardblätter bis heute so erfolgreich.

Nice to Know: Sicher kennst du den Klatsch-Begriff. Doch weißt du auch, woher der stammt? Bereits im Mittelalters trafen sich Frauen zum gemeinsamen Wäschewaschen und tauschten dabei Informationen aus. Immer, wenn ein Wäschestück auf einen Stein geschlagen wurde, um gereinigt zu werden, machte es „klatsch».

Was kann ich tun wenn jemand schlecht über mich redet?

Raus aus der Opferrolle – konfrontieren Sie den Täter – Wenn Sie wissen, wer schlecht über Sie spricht, dann konfrontieren Sie diese Person in einem direkten Gespräch. Fragen Sie den Verursacher frei heraus, warum er sich so verhält. Treten Sie dabei souverän und sachlich auf.

So machen Sie klar, dass Sie sich nicht in die Opferrolle drängen lassen. Verlangen Sie, dass die Person sich entschuldigt und die Sache richtigstellt. Vielen Lästermäulern ist ihr Verhalten im Nachhinein peinlich und sie unterlassen das bösartige Gerede künftig. Fruchten Ihre Appelle nicht, kündigen Sie Konsequenzen an – und machen Sie Ihre Drohung auch wahr.

Wird im Kollegenkreis über sie getratscht, schalten Sie Ihren Chef oder den Betriebsrat ein. Das Arbeitsschutzgericht verpflichtet jedes Unternehmen, gegen Mobbing am Arbeitsplatz vorzugehen. Sie haben dann Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld,

Was ist lästern Beispiele?

Wer hinter meinem Rücken über mich lästert, kann nicht erwarten, dass ich mich ihm zuwende. In der Mittagspause sitzen die Mitarbeiter der Abteilung täglich zusammen in der Kantine und lästern über ihren Chef. Du lästerst über mein Supergehirn.

Ist lästern immer negativ?

Keinesfalls eine Randerscheinung – In der Wissenschaft sieht man das Phänomen bei weitem nicht so schwarz-weiß. „Lästern bedeutet im Grunde nur, dass Menschen Informationen über eine dritte, nicht anwesende Person austauschen und diese bewerten. Die Bewertung kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen», gibt Bechtoldt die moderne Definition in der Forschung wieder.

  • So ist sie auch im Oxford Handbook of Gossip and Reputation nachzulesen.
  • Wenn eine Mutter Freunden berichtet, wie entzückend die siebenjährige Tochter bei der Gartenarbeit geholfen habe, ist das ebenso eine Form des Lästerns – wir würden vielleicht lieber Klatsch und Tratsch dazu sagen – wie eine Anekdote über den offenstehenden Hosenstall des Chefs beim morgendlichen Meeting.

Eine Erzählung aus drittem Mund darüber, wie überaus liebevoll Frau Konrad eine Überraschungsparty zum 55. Geburtstag ihres Gatten vorbereitet hat, fällt genauso in diese Kategorie wie die schroffen Worte hinter vorgehaltener Hand über die neue, schlecht geschnittene Frisur der Kollegin Waskowski.

  • Aus dieser wissenschaftlichen Perspektive gesehen, ist Lästern keinesfalls eine Randerscheinung unter gehässigen Gemütern mit losem Mundwerk.
  • Tagein, tagaus erzählen wir uns Geschichten von anderen.
  • Gute, schlechte, schöne, traurige, alberne und peinliche; Männer wie Frauen, Teenies wie Senioren.
  • In einer repräsentativen Umfrage unter Deutschen gestand mehr als jeder Zehnte, tagtäglich zu lästern, jeder Dritte ging dem mindestens einmal pro Woche nach – und das sind nur die Menschen, die es zugeben.

Am Abendbrottisch, beim Absacker in der Bar, im Handballverein, unter Laubenpiepern, in der Kaffeeküche, bei Familienfesten: Zwei Drittel all unserer Unterhaltungen beinhalten Gerede über zwischenmenschliche Belange, hat der Anthropologe und Evolutionspsychologe Robin Dunbar aus Großbritannien Ende der neunziger Jahre in seinem Buch Klatsch und Tratsch.

  1. Wie der Mensch zur Sprache fand festgehalten.
  2. Robin Dunbar und seine Kollegen hörten damals überall in England bei Gesprächen von Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlichen Bildungs­horizonts mit.
  3. Alle dreißig Sekunden notierten sie, worüber die Menschen redeten.
  4. Siehe da: Der Kern der Gespräche drehte sich um „private Beziehungen, persönliche Vorlieben und Abneigungen, persönliche Erlebnisse, das Verhalten anderer und Ähnliches».

Dunbars Befunde gelten unter Forschern noch immer als gesetzt. Sogar bei indigenen Völkern, bei Jäger-und-Samm­ler-Gruppen, die sehr traditionell leben, stießen Anthropologen in den Gesprächen auf reichlich Klatsch und Tratsch. Sie sehen dies als Hinweis darauf, dass Menschen schon Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende diesen Austausch pflegen.

Wie gehe ich mit Menschen um die über mich lästern?

PDF herunterladen PDF herunterladen Es ist unangenehm, wenn andere hinter deinem Rücken über dich reden. Da solcher Tratsch sehr subtil ist, ist es oft schwer, die Quelle zu finden. Du machst es deshalb nur noch schlimmer, wenn du die lästernden Leute konfrontierst. Das Beste ist, wenn du sie ignorierst. Tu etwas Positives, um damit klarzukommen. Verändere deine Perspektive auf den Tratsch.

  1. 1 Tu nichts. Du willst vielleicht ausflippen oder denjenigen konfrontieren, die beste Reaktion ist aber oft, den Tratsch zu ignorieren. Denke dir einfach: Derjenige hat nicht den Mut, dir das, was er zu sagen hat, ins Gesicht zu sagen. Gib ihm keine Plattform, um weiter über dich zu sprechen. Unterbrich die Negativität, indem du es einfach vollständig ignorierst.
    • Viele Leute tratschen, um Aufmerksamkeit oder eine Reaktion zu bekommen. Wenn du Lästereien ignorierst, dann werden die Leute gelangweilt und hören auf, über dich zu sprechen.
  2. 2 Sei immer nett. Eine angenehme Einstellung ist auch eine tolle Reaktion auf Lästereien. Diejenigen sind fassungslos darüber, wie du so freundlich zu ihnen sein kannst, obwohl sie negativ über dich gesprochen haben. Außerdem fühlt derjenige sich vielleicht schuldig, weil er so über dich gesprochen hat, obwohl du so nett bist.
    • Mache demjenigen ein aufrichtiges Kompliment, wie: «Wow, du hast echt hart an diesen Flyern gearbeitet, Rose! Die Grafiken sehen toll aus.»
    • Klinge aufrichtig, besonders bei Komplimenten. Du willst nicht sarkastisch oder unaufrichtig wirken, denn das verschlimmert nur alles.
    • Wenn du jemandem kein Kompliment machen kannst, dann hilf ihm stattdessen. Du kannst ihm die Tür aufhalten oder helfen, etwas Schweres zu tragen.
  3. 3 Setze denjenigen, die tratschen, Grenzen. Wenn du viel Zeit mit denjenigen verbringen musst, die hinter deinem Rücken über dich sprechen, dann halte sie auf Distanz. Nur weil sie in deiner Nähe sind, heißt das nicht, dass du sie wie deine besten Freunde behandeln musst.
    • Sei herzlich, aber komme denjenigen nicht zu nah. Erzähle nichts Persönliches über dich, das später als Angriffsfläche für noch mehr Lästereien dienen kann.
    • Nicht nur durchs Gespräche mit dir bekommen diejenigen persönliche Informationen über dich. Wenn du vermutest, dass jemand lästert, solltest du ihm keinesfalls deinen Namen in den sozialen Medien verraten.
  4. 4 Welche Motive hat jemand, um dir von Gerüchten über dich zu erzählen? Wenn ein Freund oder Bekannter dir von den Lästereien erzählt hat, dann gehe sicher, dass derjenige in deinem besten Interesse handelt. Die meisten guten Freunde verbreiten keine negativen Informationen über dich, welche deine Gefühle verletzen würden.
    • Frage beispielsweise: «Woher wusstest du, was los war?» oder «Was hast du gesagt, als dieses Gerücht gestreut wurde?» Du kannst auch einfach fragen: «Wieso erzählst du mir das?» Du verstehst die Motive dann besser.
    • Du musst die Beziehung zu demjenigen, der dir davon erzählt hat, nicht unbedingt beenden. Es wäre aber klug, denjenigen besser im Auge zu behalten. Er ist vielleicht nicht so unschuldig wie er tut. Er treibt die Gerüchte vielleicht sogar voran, statt sie zu stoppen.
    • Sage demjenigen, dass er lieber mit dir direkt sprechen soll, wenn es ein Problem gibt, statt Gerüchte zu verbreiten. Sage: «Das nächste Mal, wenn du hörst, dass Tante Margaret über mich lästert, bittest du sie bitte darum, direkt mit mir zu reden.»
  5. 5 Tratsche nicht mit. Wenn über dich gesprochen wird, dann weißt du, wie schlimm sich das anfühlt. Du machst nichts besser, wenn du selbst tratschst. Manche sprechen einfach gern über andere. Das können sie aber nur, wenn jemand zuhört.
    • Wenn wieder jemand mit dir lästern will, dann sagst du: «Weißt du, das hier fühlt sich wie Lästern an. Ich möchte nicht über sie sprechen, wenn sie nicht hier ist, um sich zu verteidigen.»
    • Wenn du über andere tratschst, dann kann man dich schwerer ernstnehmen, wenn du darum bittest, dass man aufhört, über dich zu lästern.
  6. 6 Sprich mit einem Vorgesetzten. Wenn Lästereien sich auf deine Leistung auf der Arbeit oder in der Schule auswirken, dann musst du das Problem eine Ebene höher bringen. Ein Lehrer, der Direktor oder ein Vorgesetzter kann das Problem vielleicht aus der Welt schaffen.
    • Sage: «Ich habe Probleme mit einem anderen Schüler/Kollegen. Ich denke, dass derjenige Gerüchte über mich verbreitet und es wirkt sich auf meine Konzentrationsfähigkeit in der Schule/auf der Arbeit aus. Könnten Sie bitte mit demjenigen sprechen?»
    • Der betroffene Schüler oder Angestellte ist vielleicht fürs Lästern oder Mobben bekannt, weshalb der Vorgesetzte Maßnahmen einleiten wird.

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  1. 1 Lenke dich ab. Man kann sich nur schwer auf Schule oder Arbeit konzentrieren, wenn Leute heimlich über einen reden. Schenke der Negativität keine Aufmerksamkeit, sondern lenke deine Energie in positive Handlungen, um dich abzulenken.
    • Organisiere deinen Schreibtisch neu, spaziere um den Block, quatsche mit einem Freund oder setze dir eine persönliche Deadline, um ein Projekt zu beenden.
  2. 2 Verbringe Zeit mit positiven Leuten. Wenn Leute über dich reden, dann fühlst du dich schnell isoliert. Kämpfe gegen dieses Gefühl, indem du dich besonders bemühst, Zeit mit Leuten zu verbringen, die dich wertschätzen. Diese Leute können deine Laune verbessern, dein Selbstbewusstsein stärken und dich sogar negativen Tratsch oder Gerüchte vergessen lassen.
    • Rufe deinen besten Freund an und frage, ob er etwas mit dir unternimmt. Du kannst auch mehr Zeit mit deinem Partner oder deiner Familie verbringen.
  3. 3 Erinnere dich daran, wie wundervoll du bist. Man stellt seine Stärken und Fähigkeiten oft in Frage, wenn über einen geredet wird. Kritisiere dich nicht selbst. Erinnere dich stattdessen an deinen Wert als Person, indem du absichtlich an etwas denkst, das dich wunderbar macht. Nimm dir Zeit und erstelle eine Liste.
    • Denke an all deine positiven Eigenschaften, an Dinge, die du an dir magst und an Eigenschaften, die andere an dir bewundern. Schreibe auf: «Großartiger Zuhörer», «gute Schulter zum Anlehnen» oder «kreativ».
    • Mache dir jeden Tag mindestens ein Kompliment. Es kann sogar etwas Kleines sein, wie deine schöne Augenfarbe.
  4. 4 Tu dir etwas Gutes. Positive Handlungen führen zu positiven Gedanken und Gefühlen. Wenn du dich wegen Tratsch schlecht fühlst, dann sei nett zu dir, wie du es zu einem Freund auch wärst. Nimm dir jeden Tag ein bisschen Zeit, um dir etwas Gutes zu tun. Beispielsweise:
    • Gehe mit dem Hund Gassi oder spiele mit deiner Katze.
    • Höre deine Lieblingsmusik oder singe in der Dusche.
    • Schreibe oder zeichne etwas.
    • Gönne dir ein Mal pro Woche etwas Größeres, wie eine Maniküre, einen Ausflug in das Einkaufszentrum oder Kino oder dein liebstes Eis.

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  1. 1 Nimm es nicht persönlich. Du kannst damit umzugehen lernen, dass Leute hinter deinem Rücken über dich reden, indem du ihre Worte als Reflektion ihrer Selbst siehst, statt deiner Selbst. Du kannst nicht entscheiden, was andere über dich sagen, aber du kannst entscheiden, wie du darauf reagierst.
    • Jemand, der lästert, tut das vielleicht, weil er sich unsicher fühlt und versucht, sich in ein besseres Licht zu rücken, indem er andere schlecht macht.
  2. 2 Vielleicht sind diejenigen eifersüchtig. Es fühlt sich zwar im ersten Moment nicht so an, wenn andere schlecht über dich reden, aber oft tun sie es, weil sie etwas an dir einschüchtert. Derjenige ist vielleicht neidisch auf dein Aussehen, deine Fähigkeiten oder Beliebtheit. Die unschönen Worte sollen dich einfach nur verletzen.
    • Sei nett zu jemandem, der eifersüchtig auf dich ist. Damit bietest du weniger Angriffsfläche für Tratsch.
  3. 3 Erkenne ein schwaches Selbstwertgefühl. Leute, die lästern, haben oft ein geringes Selbstbewusstsein. Sie reden schlecht über andere, damit sie sich selbst besser fühlen. Derjenige hat oft ein schlechtes Gefühl über sich selbst oder wenig Respekt vor sich. Daher spricht er schlecht über andere.
    • Aus diesem Grund enden die negativen Kommentare oft, wenn du zu ihm nett bist oder ihm Komplimente machst. Er will einfach ein bisschen positive Aufmerksamkeit, weil er sich tief in sich schlecht fühlt.

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Wie nennt man Menschen die einen ständig kritisieren?

Umgang mit schwierigen Menschen: Nörgler und Besserwisser Nörgler, Besserwisser, Querulanten kennt wohl jeder von uns. «Nein, so kannst du das nicht machen, ich zeig dir, wie das richtig geht.» Ein typischer Satz, wie man ihn von einem besserwisserischen Kollegen hören könnte. Wie geht man damit richtig um? Was steckt dahinter, wenn jemand ständig nörgelt oder alles besser weiß? Die Psychologin Evelyn Summhammer hat darüber ein Buch geschrieben: «Nörgler, Besserwisser, Querulanten.

Wie man schwierige Menschen zielsicher steuert.» Christine Langer im Gespräch mit der Autorin Evelyn Summhammer Ich habe wirklich viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte mit Menschen verbracht, die mir immer wieder geschildert haben, dass sie keinen Weg finden, mit schwierigen Zeitgenossen umzugehen. Wir haben dann gemeinsam Wege erarbeitet, die sich als sehr zielführend herausgestellt haben.

Und diese Wege habe ich dann zu einem Buch zusammengefasst. Ich hoffe sehr, dass jeder für sich Tipps und Tricks findet, wie es in Zukunft besser gehen kann.

Wie nennt man Menschen die andere immer schlecht machen?

© 1&1 Mail & Media/spot on news Aktualisiert am 30.04.2021, 14:59 Uhr

Die Bekannte, die neidisch jede neue Frisur kritisiert. Der Freund, der mit seinem pessimistischen Blick in die Zukunft alles vermiest. Wird ein solches Verhalten bewusst zur Manipulation eingesetzt, spricht man von toxischen Menschen, die uns das Leben schwermachen. Wie erkenne ich solche Personen? Und vor allem: Was kann ich gegen sie tun?

Mehr Wissensthemen finden Sie hier Wenn eine Person einen sehr schlechten Einfluss auf ihre Mitmenschen hat und diese permanent mit ihrem Verhalten gezielt schädigt, bezeichnet man sie als toxische Menschen. Die Psychologin Karolin Ewald betreut in ihrer Chemnitzer Praxis immer wieder Menschen, die Opfer des schädlichen Verhaltens anderer werden.

Was sind das für Menschen die andere schlecht machen?

Fazit – Die Gründe für das Schlechtmachen von Mitmenschen mögen unterschiedlich und oft nicht nachvollziehbar sein. Aber letztlich lassen sie sich meistens auf einen Grund herunterbrechen : Menschen machen andere schlecht, um sich selbst besser zu fühlen und/oder vor anderen (vermeintlich) besser dazustehen – oder vereinfacht gesagt: Sie machen andere klein, um sich groß zu fühlen.