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Wie Entsteht Ein Tornado?

Wie Entsteht Ein Tornado
So entstehen Tornados. Wenn feuchtwarme Luft aufsteigt und auf trockene Kaltluft trifft, bilden sich Gewitterwolken. Versetzen Seitenwinde die aufsteigende Luft in Rotation, entsteht ein wirbelnder Wolkenschlauch. Sobald diese Luftsäule die Erde berührt, spricht man von einem Tornado.

Was braucht ein Tornado um zu entstehen?

Teil 1: Wie entstehen Tornados – Der stärkste Sturm der Welt Tornado – Spezial Tornados, die heftigsten Windsysteme der Erde, sind im Unterschied zu den bis zu 1000 Kilometer Durchmesser erreichenden «Hurrikans» oder auch «Taifunen», sehr kleinräumige Wirbelstürme, die nur selten einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer erreichen.

Ihr schlauchartig von Gewitterwolken bis auf den Erdboden herabreichender Sturmrüssel erinnert vom Aussehen an den rotierenden Wasserstrudel über einem Badewannenabfluss. Wegen den enormen Windgeschwindigkeiten, die innerhalb der kreisenden Luftsäule bis über 500 km/h erreichen können, hinterlassen Tornados entlang ihrer Zugbahn oft eine Schneise der Verwüstung.

Für die Entstehung von Tornados bedarf es dreier Grundzutaten: Bodennah feuchtwarme Luft, deutlich kühlere bzw. trockenere Luftmassen, die sich in der Höhe über diese Warmluft schieben sowie mit zunehmender Höhe deutliche Änderungen der Windrichtung und/oder Windgeschwindigkeit.

Diese Voraussetzungen werden Jahr für Jahr besonders häufig im mittleren Westen der USA erreicht, weshalb dort weltweit die meisten und häufig auch die verheerendsten Tornados auftreten. Deshalb werden diese Regionen auch «Tornado-Alley» genannt. Trockene kühle Luftmassen in der Höhe treffen dort über den weiten, flachen Prärien besonders häufig auf bodennah feuchtwarme und damit sehr energiereiche Luftmassen aus der Golfregion.

Damit herrschen ideale Bedingungen für die Bildung besonders schwerer Gewitter. Von gewaltigen Aufwinden angetriebene Quellwolken schießen oft mehr als 14 km hoch in die Atmosphäre. Ändert der Wind nun mit zunehmender Höhe seine Richtung, so kann dieses auch als «Windrichtungsscherung» bezeichnete Phänomen den gesamten Wolkenkomplex einer solchen Gewitterzelle in Rotation versetzen – eine «Superzelle» ist geboren und damit auch «die Wiege» der meisten Tornados! Damit eine Superzelle einen Tornado hervorbringen kann, muss sie zunächst aber noch den Weg einer horizontal über die Erdoberfläche rollenden Windwalze kreuzen.

  • Solche unsichtbaren, meist einige Hundert Meter hohen Rollen aus Wind, entstehen häufig dort, wo die Windgeschwindigkeit mit der Höhe rasch zunimmt («Geschwindgkeits-Scherung»).
  • Dabei «überholt» der Höhenwind den schwächeren Bodenwind und erzeugt so bodennah eine Rollbewegung.
  • Gelangt eine solche Windrolle unter den Aufwindbereich einer Superzelle, wird sie in die Höhe gerissen und stark gedehnt.

Dabei wird sie immer dünner und je weiter sich der Durchmesser der gedehnten Luftsäule verringert, desto schneller wächst ihre Rotationsgeschwindigkeit, bis sie schließlich einen engen, rasant rotierenden Luftschlauch formt. Kondensation im oberen Bereich der rotierenden Luftsäule führt zur Absenkung der Wolkenbasis unter der Superzelle und verleiht der Erscheinung die typische Form einer Trichterwolke, man bezeichnet diese Phase eines entstehenden Tornados auch als «Funnel» (siehe Bild weiter unten).

Wie kündigt sich ein Tornado an?

Page 2 – Die Bildung einer Superzelle aus Gewitterwolken: Superzellen haben durch starke Fallböen eine hohe Zerstörungskraft, ähnlich wie Tornados. Aus 10–20 % der Superzellen entstehen Tornados. (Foto: imago/ZUMA Press) Mit den derzeitigen Methoden können Tornados nicht vorhergesagt werden ().

Die gängigen Wettervorhersagemodelle arbeiten mit einer Auflösung von zwei bis drei Kilometern. Tornados, wie sie auch in Deutschland regelmäßig auftreten, haben jedoch eine sehr geringe Ausdehnung von bis zu einigen hundert Metern, sodass sie als kleinräumige Phänomene vom Wetterradar oder Wettersatelliten nicht erkannt werden können.

Relativ verlässliche Vorhersagen, wie bei Hurrikans – d.h. Tage im Voraus – sind bei Tornados ausgeschlossen. Maximal können Experten ausmachen, die jedoch nicht zwingend zu einem Tornado führen und deren genaue Bahn nicht vorhergesehen werden kann (Friedrich, 2017; DWD).

Daher sind Menschen, die sich im Freien aufhalten, in der Regel auf sich allein gestellt. Dies betrifft das Erkennen eines Tornados, aber auch das ad hoc richtige Schutzverhalten. Doch wie kann man einen Tornado überhaupt früh erkennen? Klar ist: Erblickt man am Himmel trichterartige, rotierende Wolkenschläuche, die noch nicht den Erdboden erreicht haben, besteht in den folgenden 15 bis 60 Minuten höchste Tornadogefahr.

Doch es gibt auch andere Vorzeichen: Formieren sich sogenannte Superzellen oder mächtige ‘Wall Clouds’, wie sie die Amerikaner nennen, sind diese meist Vorboten der verheerendsten Tornado-Varianten. In Superzellen bilden sich, sie sind quasi der Motor der Rotation (DWD).

Tornados haben aber nicht immer diesen charakteristischen Wolkenschlauch. Manchmal erkennt man sie nur daran, dass am Boden plötzlich und punktuell massiv Staub und Erde aufgewirbelt wird. Geschieht dies in Kombination mit, könnte es sich um einen Tornado handeln (DWD). Im Übrigen gilt: Größe und Form eines Tornados aus (Edwards, 2020, „Spotting and Chasing/What is a «wedge» tornado? A «rope» tornado?»).

Da sich Tornados häufig nur wenige Dutzend bis einigen hundert Meter ausdehnen, kann ihnen in der Regel auch zu Fuß ausgewichen werden. Dafür gilt es, den Tornado erst einmal zu beobachten und die Zugrichtung des Tornados zu erfassen. Dann können sich Betroffene aus der Zugrichtung bewegen.

Ein Sicherheitsabstand von einem Kilometer zu einem Tornado reicht normalerweise aus. Viele Menschen glauben, dass es bei einem Tornado ähnliche Verhaltensregeln gelten wir bei einem schweren Gewitter. Aber es gibt gravierende Unterschiede. Wird man von einem Tornado überrascht, dann bietet ein Auto – ganz anders als bei Gewittern – nahezu keinen Schutz.

Bei einem Gewitter dient das Fahrzeug als Faraday’scher Käfig. Bei einem schweren Tornado jedoch können Autos problemlos dutzende Meter in die Höhe gehoben werden. Bei kleineren Tornados kann ein fahrendes Auto zudem von der Straße geweht werden. Auf gar keinen Fall sollte mit einem Auto unter Brücken oder Unterführungen gehalten werden, (National Weather Service, 2014).

Schwere Tornados, wie sie in den USA auftreten, können dazu führen, dass auch stabil erscheinende Brücken einstürzen. Auch wenn diese schweren Tornados wie in den USA in Deutschland nicht auftreten, gibt es kleinräumige Wirbelstürme hierzulande öfter als gedacht. Der Europäische Wetterdienst (ESWD) geht nach Angaben des Rückversicherers Munich Re aus (Eichner, 2016), für ganz Europa weiß man gesichert von 300 bis 400 Tornados.

Durch aufgewirbeltem Staub kann die Sicht bei einem derartigen Wetterereignis binnen kurzer Zeit so stark eingeschränkt sein, dass eine sichere Weiterfahrt nicht mehr möglich ist. Hier gilt es, wie bei dichtem Nebel oder einem Schneesturm das Fahrzeug zügig abzubremsen und zum Halten zu bringen.

  • Um nicht von herumwirbelnden Trümmern getroffen zu werden, sollte man nach Möglichkeit, sowie sich von Fenstern und Türen fernhalten (Friedrich, 2017).
  • Wenn keine stabilen Fluchtgebäude in der Nähe sind und es nicht möglich ist, dem Tornado auszuweichen, hilft es, sich flach auf den Boden zu legen.
  • Noch besser ist es, sich in eine Grube, in eine Mulde oder in einen Graben zu flüchten, so empfehlen amerikanische Experten ().

Dort gilt es so lange auszuharren, bis man wirklich sicher sein kann, dass der Tornado vorübergezogen ist. Die Dauer eines Tornados liegt (Bildungswiki Klimawandel). Mit etwas Glück ziehen schwächere Tornados über einen hinweg, und auch die Wahrscheinlichkeit von aufgewirbelten Gegenständen getroffen zu werden sinkt.

Vielleicht gibt es auch eine Schlucht in der Nähe, die man aufsuchen kann. Auch dies sind relativ sichere Orte. Allerdings ist im Zusammenhängen mit Tornados auch die Gefährdung durch Starkregen nicht gering. Die Empfehlung, sich in eine Grube oder eine Schlucht zu legen, ist somit von den Gegebenheiten abhängig.

Dadurch kann man sich zwar etwas vor den extremen Windgeschwindigkeiten schützen, aber sich – aufgrund der gewaltigen Niederschlagsmenge – plötzlich mit Wasser füllende Gräben, Schluchten, Mulden oder Keller (in Deutschland ein besonders häufiges Risiko) sind genauso gefährlich wie die hohen Windgeschwindigkeiten.

Circa werden jedes Jahr in den USA gezählt (NSSL). Bis zu eineinhalb Kilometer können sie breit sein und eine Strecke von über 80 Kilometern am Boden zurücklegen. Tornados rotieren noch schneller als Hurrikans und erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 320 Kilometern pro Stunde. Der DWD berichtet von bereits gemessenen Maximalgeschwindigkeiten von über 500 Kilometer pro Stunde.

Oft begleiten Tornados Wirbelstürme. Aufzeichnung von Tornados in den USA von 1950 bis 2014. (Foto: NASA Earth Observatory/Joshua Stevens) Tornados in den USA bewegen sich im Durchschnitt mit 48 km/h (30 mph) vorwärts. Die Bandbreite ist jedoch erheblich: Vom stationären Verweilen bis zu Geschwindigkeiten von 110 km/h ist alles möglich.88 Prozent aller Tornados sind schwach.

Sie dauern nur ein bis zehn Minuten und erreichen Windgeschwindigkeiten bis 177 km/h (110 mph). Starke Tornados machen lediglich ein Prozent der Tornados aus, sind aber für 70 Prozent der Toten verantwortlich. Sie dauern bis zu einer Stunde an und erreichen Windgeschwindigkeiten von über 267km/h (166mph).

Tornados können zu jeder Tages- und Nachtzeit auftreten und sich auch zu jeder Jahreszeit formieren. Im Südosten der USA und den Central Plains, zwischen den beiden Flüssen Arkansas und Platte, sind sie besonders häufig. Trocken-kalte Luft trifft hier häufig auf feucht-warme Luft aus dem Golf von Mexiko.

  • Bisher traten jedoch in allen amerikanischen Bundesstaaten Tornados auf.
  • Ein Irrglaube ist, dass Gebirgsgegenden vor Tornados sicher sind.
  • Fakt ist jedoch: Tornados sind in den USA überall möglich.
  • Ein Tornado in der Nähe des berühmten Yellowstone Nationalparks hinterließ beispielsweise in 2.600-3.000 Metern Höhe eine Spur der Verwüstung.

Auch wenn in den USA von einer ‘Tornado-Saison’ gesprochen wird, gibt es diese de facto nicht. Eine Häufung von Tornados ist zwar Ende Mai, Anfang Juni für die Southern Plains sowie im Juni und Juli für die Northern Plains zu beobachten, aber (NSSL). Es gibt keine „Tornado-Saison» in dem Sinne, auch wenn der geläufige Begriff dies vermuten lässt.

Rund die Hälfte der Opfer von Tornados in den USA sind Menschen, die in mobilen Eigenheimen („mobile homes») leben. Die Häuser sind meist nicht ausreichend fest im Boden verankert und daher besonders gefährdet. Untersuchungen zeigen, dass die Menschen trotz Warnung oft viel zu spät ihre Häuser verlassen.

Es gibt aktuell keine validen Studien, die belegen, dass die Anzahl von Tornados zunimmt. Sowohl in den USA als auch in Europa sind die Zahlen auftretender Tornados stabil. Tornados sind schwer zu detektieren. Deshalb sind auch für Wissenschaftler die Datensätze, auf die sie zurückgreifen können, mit Unsicherheiten behaftet.

  • Mit den bisherigen Messmethoden kann nur schwer ermittelt werden, ob der Klimawandel zu einer Zunahme von Tornados führen wird.
  • Es gibt Hinweise darauf, dass die Intensität von Gewittern und Stürmen auch in Deutschland und Europa zunimmt.
  • Bei Tornados ist die Blackbox noch relativ groß.
  • Man weiß jedoch, dass Tornados in sehr vielen Regionen der Welt auftreten können, auch hierzulande.

Viele Menschen in Deutschland haben schon Tornados gesichtet und beobachtet. Daher ist es gut für diese Naturgefahr sensibilisiert zu sein, denn eine Erkenntnis ist sicher: Tornados kommen zwar häufig überraschend, aber man muss sich nicht in jeder Situation von ihnen überraschen lassen.

Wenn man bei Gewitterlagen den Himmel im Blick hat, kann man einem möglichen Tornado ausweichen und am richtigen Ort Schutz suchen. Und noch ein recht überraschender Fakt zum Abschluss: Neben den USA, sind Argentinien und Bangladesch die Länder, wo am ehesten mit diesem Naturphänomen gerechnet werden darf.

Text: Jana Kandarr (ESKP) Bildungswiki Klimawandel. (o.D). Tornados, Deutschen Bildungsserver, Climate Service Center, Hamburger Bildungsserver. Aufgerufen am 28.02.2019. Deutscher Wetterdienst – DWD. (o.D.). Superzelle, Aufgerufen am 28.02.2019. Eichner, J.

  1. 2016, 9. Juni).
  2. Schwergewitter über Deutschland,
  3. Aufgerufen am 28.02.2019.
  4. Edwards, R. (2020, 6. März).
  5. The Online Tornado FAQ,
  6. Aufgerufen am 03.02.2021.
  7. Friedrich, A. (2017, 1. Mai).
  8. Unberechenbare Naturgewalt.
  9. Achtung: Tornado (5.
  10. Auflage),
  11. Offenbach: Deutscher Wetterdienst – DWD.
  12. National Severe Storms Laboratory – NSSL.

(o.D.). Severe Weather 101 – Tornadoes, Aufgerufen am 28.02.2019. National Weather Service. (2010). Thunderstorms, Tornadoes, Lightning. Nature’s Most Violent Storms. A Preparedness Guide, United States. National Weather Service. National Weather Service. (2014, 18.

  • Februar). Get Weather Ready: During a Tornado,
  • Aufgerufen am 28.2.2019.
  • Schmidlin, T.W., Hammer, B.O., Ono, Y.
  • Ing, P.S. (2009).
  • Tornado shelter-seeking behavior and tornado shelter options among mobile home residents in the United States.
  • Natural Hazards, 48, 191–201.
  • Severe Weather Safety Tips. (o.D).

Aufgerufen ma 28.02.2019. DOI Veröffentlicht: 04.03.2019, 6. Jahrgang Zitierhinweis: Kandarr, J. (2019, 4. März). Das richtige Verhalten bei Tornados. Earth System Knowledge Platform, 6, doi:10.48440/eskp.067 Text, Fotos und Grafiken soweit nicht andere Lizenzen betroffen: | eskp.de | Earth System Knowledge Platform – die Wissensplattform des Forschungsbereichs Erde und Umwelt der Helmholtz-Gemeinschaft : Das richtige Verhalten bei Tornados

Was ist ein Tornado einfach erklärt?

Was ist ein Tornado? – Tornado stammt aus dem Spanischen und bedeutet «drehend». In den USA werden sie aus dem gleichen Grund umgangssprachlich «Twister» genannt, in Deutschland heißen sie auch Windhose oder Großtrombe. Auch wenn Tornados in Mitteleuropa noch nicht lange erforscht werden, sind sie doch meist ebenso gefährlich wie die in Amerika.

  1. Schon 1917 definierte der deutsche Metereologe Alfred Wegener Tornados so: ein schnell rotierender Luftwirbel, der von der Unterseite einer Wolke bis zum Erdboden reicht und am unteren Ende alles mitreißt.
  2. Leine Tornados wirbeln Laub oder Staub auf, große zerstören Städte.
  3. Auch der Durchmesser des Schlauchs variiert stark, 20 Meter sind vorstellbar, aber auch ein Kilometer.

Wandert der Luftschlauch über Wasser, saugt er es hoch und wird so zur Wasserhose. Meteorologen haben großen Respekt vor diesen lebensgefährlichen Wirbelstürmen. Tornados entstehen in wenigen Minuten, sind schwer vorhersagbar, schlagen unberechenbare Haken – und fast alles, was der gierige Luftschlauch ansaugt, zerlegt er mit brachialer Gewalt in Trümmer, auch Meteorologen oder deren Messgeräte.

Was passiert wenn man in einem Tornado drin ist?

In «Todeszone» können Menschen nicht überleben – Für den Tornado von 1955 errechneten Vatistas und seine Kollegen, dass die Temperatur im Tornadoschlauch in größerem Abstand zur Rotationsachse zunächst auf 27 Grad Celsius stieg, im Zentrum des Wirbels dann aber auf zwölf Grad absank.

Was war der schlimmste Tornado der Welt?

Der Monstertornado von El Reno – Teil 1 Datum 31.05.2022 Zugegeben, die Überschrift klingt reißerisch. Tatsächlich ist sie aber mehr als zutreffend. Der sogenannte El-Reno -Tornado von 2013 war ohne Zweifel ein Monster! Mehr dazu im heutigen ersten Teil des Thema des Tages.

  • Vor genau neun Jahren, am Freitag, den 31.05.2013, wütete ein denkwürdiger Tornado in Oklahoma, USA,
  • Mit einem Durchmesser von bis zu 4,2 km (!) ging er als größter bisher aufgezeichneter Tornado in die Geschichte ein.
  • Er entwickelte sich am frühen Abend etwa 13 km west-südwestlich von El Reno, einer knapp 17000 Einwohner umfassenden Kleinstadt, rund 40 km westlich von Oklahoma City,

Deshalb ist er weithin auch als » El-Reno -Tornado» bekannt. Aufgrund der Nähe zu dieser Metropole und der günstigen Tageszeit (noch lange hell und Feierabend vor Wochenende) waren zahlreiche Sturmjäger unterwegs. Sturmjäger liefern durch ihre Beobachtungen dem National Weather Service bzw.

dem Storm Prediction Center wichtige Zusatzinformationen für das dortige Warnmanagement und tragen somit zum Schutz der Bevölkerung bei. Gleichwohl gibt es natürlich gerade in Metropolregionen wie Oklahoma City auch immer viele Laien und Schaulustige, die sich bei entsprechenden Lagen am Straßenrand positionieren, um ein tolles Foto zu machen.

Dabei verursachen sie mitunter Staus, behindern die wirklichen Jäger und bringen sich zum Teil selbst in Gefahr – unbewusst. Wie dem auch sei, aufgrund der Vielzahl an Beobachter verwundert es nicht, dass es sich beim El-Reno -Tornado um einen der am besten dokumentierten Tornados aller Zeiten handelt.

Nach Abschätzung aus Dopplerradarbildern erreichte er Windgeschwindigkeiten von bis zu 480 km/h, was der höchsten Stufe auf der Enhanced Fujita Skala entspricht: einem EF 5. Diese beginnt bereits bei 323 km/h (mehr zur Enhanced Fujita Skala finden Sie u.a. im ). Der National Weather Service stufte den Tornado im Nachgang jedoch auf einen EF 3 herab (entspräche 218-265 km/h ).

Ausschlaggebend für die Einteilung sind offiziell nämlich nicht die Geschwindigkeit, sondern die aufgetretenen Schäden, die demnach «nur» im EF 3-Bereich lagen. Allerdings muss bedacht werden, dass der Tornado «nur» über ländliche Regionen und daher oft schlicht über freie Felder zog.

Was passiert wäre, wenn der Tornado direkt über El Reno oder gar Oklahoma City gewütet hätte, möchte man sich gar nicht vorstellen. Mit Sicherheit wäre ihm dann aber der EF 5-Status erhalten geblieben. So wie dem EF 5-Tornado, der knapp zwei Wochen zuvor, am 20.05.2013, über Moore, einem Stadtteil im Süden von Oklahoma City, fegte.

Schwerste Verwüstungen und leider auch über 20 Tote sowie hunderte Verletzte waren dort damals die Folge. Verletzte und Tote gab es leider auch beim El-Reno -Tornado zu beklagen. Unter den acht Todesopfern befanden sich unter anderem Tim Samaras, Tornadoforscher und einer der weltweit erfahrensten Sturmjäger, sein Sohn Paul sowie Carl Young, Meteorologe und Freund Samaras ‘.

  1. Dass selbst solche Profis ihr Leben lassen mussten, lag unter anderem daran, dass die etwa 26 km lange Zugbahn des Tornados sehr untypisch war.
  2. Der Tornado änderte mehrfach sowohl seine Zugrichtung als auch seine Zuggeschwindigkeit.
  3. Letztere variierte zwischen nahezu Stillstand und knapp 90 km/h,
  4. Eine Vorhersage der Zugbahn war somit unmöglich, was vielen Jägern zum Verhängnis wurde.
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Letztlich unterschätzten manche auch einfach die Gefahr bzw. ihnen wurde zu spät bewusst, in welcher Gefahr sie sich eigentlich befanden. Ganze 40 Minuten tobte der Tornado, ehe er sich südöstlich von El Reno wieder auflöste. Im blicken wir genauer auf die mitunter dramatischen Geschehnisse dieser knappen dreiviertel Stunde.

Was ist schlimmer ein Hurrikan oder ein Tornado?

Wetterextrem Wirbelsturm: Wie unterscheiden sich Tornados, Hurrikane, Zyklone und Taifune? | BR.de Artikel bewerten: Durchschnittliche Bewertung: 3.60684 von 5 bei 117 abgegebenen Stimmen. Die beiden Wetterphänomene Tornados und Hurrikane zählen zu den Wirbelstürmen, aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Während Tornados sich vor allem in Nordamerika über dem Land bilden und örtlich begrenzt auftreten, entstehen Hurrikane über dem Meer.

  • Was der Unterschied zwischen einem Hurrikan, einem Zyklon und einem Taifun ist? Streng genommen gibt es keinen: Es handelt sich dabei um das gleiche, einen tropischen Wirbelsturm nämlich.
  • Sie unterschieden sich lediglich in ihrem Entstehungsgebiet – und daher auch in der Bezeichung.
  • Tornados werden auch «Windhosen» oder «Großtromben» genannt.

Sie sind kleinräumiger als Hurrikane. Sind Tornados meist weniger als einen Kilometer breit, sind tropische Wirbelstürme wie die Hurrikane oft 500 Kilometer und größer. Dafür sind die stärksten Tornados oft zerstörerischer als tropische Wirbelstürme, denn sie können bis zu 450 Kilometer pro Stunde erreichen.

  1. Tornados entstehen meist über Land, Hurrikane, Zyklone und Taifune hingegen über dem,
  2. Tropische Wirbelstürme sind danach benannt, an welchem Ort über dem Meer sie sich entwickeln: Während sich der Taifun im nordwestlichen Teil des Pazifiks vor den Küsten Ost- und Südostasiens bildet, entwickelt sich ein Zyklon im Indischen Ozean.

Hurrikan wird dagegen ein Wirbelsturm vor der amerikanischen Küste genannt, der im Nordatlantik oder nordöstlichen Pazifik seinen Ursprung hat. Die Hurrikan-Saison im Atlantik beginnt im Regelfall Anfang Juni und dauert bis Ende November. Wirbelstürme können auch als Folge des Wetterphänomens auftreten.

Tropische Wirbelstürme entstehen auf dem Meer. Voraussetzung ist eine Wassertemperatur von mindestens 26 Grad Celsius. Wenn dann große Mengen an Wasser verdunsten und die warme Luft nach oben steigt, kann ein Tiefdruckgebiet entstehen. Durch die Drehbewegung der Erde kreisen schließlich nachströmende Luftmassen schnell um dieses Gebiet.

Es entsteht ein Wirbelsturm, der sich immer weiter verstärkt. Erst an Land, wenn kein neues Wasser verdunsten kann, verliert er schnell an Kraft. Welchen Namen ein Wirbelsturm letztlich hat, kommt auf die Region an, in der sich der Sturm bildet. Im Atlantik und Nordpazifik heißt er «Hurrikan», in Asien «Taifun».

«Zyklon» ist der gängige Begriff für einen Sturm, der sich im Indischen Ozean bildet. Der Oberbegriff «tropischer Wirbelsturm» geht darauf zurück, dass alle diese Stürme in bestimmten Breitenlagen und im Meer entstehen. Nicht zu verwechseln sind sie mit «Tornados», die sich normalerweise an Land bilden – in Ausnahmen aber auch über dem Meer.

Bei einem tropischen Wirbelsturm bilden sich in den größeren Höhen durch die abgekühlte Luft große Gewitter. In seiner Mitte, dem Auge, herrscht annähernd Windstille. Der Durchmesser von Zyklonen und Hurrikans kann mehrere hundert Kilometer erreichen. Wenn ein Zyklon auf Land trifft, bringt er Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern mit, Sturmfluten und heftige Niederschläge.

Voraussetzungen dafür, dass sich ein tropischer Wirbelsturm bilden kann, ist eine sehr hohe Temperatur der Meeresoberfläche von mindestens 26° Celsius und eine ausreichend große zusammenhängende Wasserfläche, aus der er seine Energie beziehen kann. Eine dritte Voraussetzung ist die Corioliskraft, die aus der resultiert und auf die Windströmung einwirkt.

Auf der Nordhalbkugel werden nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links abgelenkt. Luftmassen verwirbeln sich und Wirbelstürme können sich bilden. Allen Wirbelstürmen gemeinsam ist ihre extreme Zerstörungskraft: Sie rasen mit Windgeschwindigkeiten von 120 bis zu 300 Kilometern pro Stunde über das Wasser, nehmen dabei immense Wassermengen auf und schieben oft eine meterhohe vor sich her.

  1. Hohe können ganze Landstriche zerstören und,
  2. Nach Wirbelstürmen, zum Beispiel Zyklonen, kann es außerdem zu kommen, weil die Stürme die zum Schwingen bringen kann.
  3. Ein Erdbeben kann aber auch einen auslösen.
  4. Um die Stärke eines Hurrikans zu bestimmen, müssen wagemutige Piloten mit speziellen, mit Messgeräten bestückten Flugzeugen in das Auge des Sturms hineinfliegen.

Um das windstille Zentrum herum sind die Windgeschwindigkeiten am höchsten. Es ist ein äußerst gefährliches und auch teures Unterfangen: Diese Maschinen kosten in der Anschaffung pro Stück 100 Millionen Dollar. Hurrikan Sandy zog 2012 über die Karibik und die USA.

  1. Der Wirbelsturm verwüstete das Festland.
  2. Sandy, Katrina oder Arthur und Cristobal – seit den 1970er-Jahren erhalten Hurrikane abwechselnd einen weiblichen oder männlichen Namen.
  3. Doch ob ein Hurrikan einen Männer- oder Frauennamen trägt, ist laut einer im Juni 2014 veröffentlichten der Universität von Illinois nicht egal.

Die Forscher hatten Hurrikane zwischen 1950 und 2012 untersucht und festgestellt, dass Stürme mit Frauennamen mehr Todesopfer forderten als ähnlich starke Stürme mit männlichen Namen. In einem Test mit 1.000 Teilnehmern stellten sie fest, dass alle Befragten Hurrikane mit Frauennamen als weniger gefährlich, sozusagen als «sanfter», einschätzten und deshalb auch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen eher ignorieren würden – nur, weil der weibliche Name des Wirbelsturms weniger Gefahr suggerierte.

Die Forscher betonten, dass es deshalb wohl besser wäre, das System der Namensgebung zu ändern. Wetterphänomene wie Hurrikane lassen sich im Labor simulieren: Die hat eine Simulationsanlage entwickelt, mit der Hurrikane bis zur höchsten Kategorie fünf im Labor nachgestellt werden können. Das Labor besteht aus einem Wassertank und einem Ventilator, der für die entsprechende Windstärke sorgt und das in Schwung bringt.

Die Ozean- und Atmosphärenforscher wollen unter anderem die Wechselwirkung der Luft mit der Wasseroberfläche untersuchen. Denn noch immer ist nicht ganz klar, warum manche sich zu Wirbelstürmen und dann zu Hurrikanen entwickeln, während andere sich wieder abschwächen. Überschwemmungen nach Hurrikan Ian (USA) In Florida, USA, verursachte Hurrikan Ian 2022 Überschwemmungen und hinterließ Verwüstungen. Das Erkennungszeichen dieser Wirbelstürme ist ein Rüssel, der aus den Richtung Boden wächst und aus rotierender Luft besteht.

  • Wichtige Zutaten für den Wirbelsturm über Land sind: extrem feuchte Luft, die aufsteigt, starke Temperaturunterschiede, die starke Druckunterschiede erzeugen und große sowie wechselnde Windrichtungen in den Höhenlagen.
  • Meistens werden Tornados von heftigen oder sogar Hagel begleitet.
  • Vorhersagen kann man Tornados nicht langfristig, weil sie sich zu schnell bilden.

Meteorologen wissen aber, wo und wann normalerweise Tornado-Saison ist. Im Frühjahr ist zum Beispiel der mittlere Westen in den USA, auch «Tornado Alley» genannt, besonders häufig betroffen. Ein Tornado zog 2015 durch Sand Springs, Oklahoma, USA. Wirbelstürme wie Tornados können große Zerstörungen anrichten.

  • Räftige Tornados bilden sich vor allem entlang von Kaltfronten.
  • Bei den Tornados, die im mittleren Westen der USA entstehen, fließt zum Beispiel polare Kaltluft von Kanada nach Süden und trifft auf feucht-heiße subtropische Luft, die vom Golf von Mexiko kommt.
  • Dort bilden sich dann gewaltige Gewitterwolken, in denen die unterschiedlichen Luftmassen aufeinandertreffen.

Dabei wird die warme Luft angesaugt und schießt mit einer Geschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde in der Wolke nach oben. Dadurch explodiert die Gewitterwolke innerhalb weniger Minuten und steigt bis in eine Höhe von 15 bis 16 Kilometern. Ein Tornado hat 2015 in Oklahoma einen Wohncontainer verwüstet.

Tornados sind wie Hurrikans Wirbelstürme. Zugleich muss eine vertikale und horizontale Windscherung vorherrschen. Das bedeutet: Die Windgeschwindigkeit nimmt mit der Höhe zu und der Wind weht aus unterschiedlichen Richtungen. Dadurch bilden sich um die Wolke Wirbel, die mit den warmen Aufwinden in die Wolken hineingesaugt werden, was zu einer eigenständigen Rotation im innersten Aufwindbereich der Gewitterwolke, der sogenannten Mesozyklone führt.

Hält diese Mesozyklone länger als 30 Minuten, spricht man von einer Superzelle. Die warme Luft, die auf einer Seite der Gewitterwolke einströmt, erkaltet im obersten Bereich der Wolke, in dem Temperaturen von -70° Celsius bis -80° Celsius herrschen. Von dort fließt also wieder sehr kalte und trockene Luft sehr schnell nach unten ab.

Ommt sie am Boden an, wird sie wieder in die Gewitterwolke gesaugt. Aus der Mesozyklone bildet sich ein Wolkenrüssel, auch genannt. Die Trichterwolke rotiert schneller als die Mesozyklone. Erreicht der Wolkenrüssel den Boden, handelt es sich um einen Tornado. Wirbelt der los, wirkt er wie ein Staubsauger.

Durch den Sog im Inneren werden Autos und Dächer in die Luft gerissen. Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde können am Rand des Tornados herrschen. Der Tornado verwüstet längs seiner Zugbahn Gebiete von mehreren hundert Metern Breite.

  1. Laut ziehen Tornados mit 50 bis 100 Kilometer pro Stunde und hinterlassen einen Streifen der Verwüstung von fünf bis zehn Kilometern zurück.
  2. Selten, aber auch in Deutschland gibt es Tornados: 2015 traf ein solcher Wirbelsturm Affing im Landkreis Aichach-Friedberg.
  3. In Deutschland gibt es kein solches typisches Tornadogebiet.

Aber genau wie in anderen europäischen Ländern kommt es zu Wirbelstürmen unterschiedlicher Stärke.20 bis 60 davon wirbeln im Jahr laut übers Land. In jedem Jahr stirbt in Deutschland durchschnittlich ein Mensch an den Folgen eines Wirbelsturms. Hinzu kommen jährlich Schäden in Millionenhöhe.

Wo ist man bei einem Tornado am sichersten?

Wie verhält man sich, wenn ein Tornado sichtbar ist? –

Wenn Sie zuhause sind: Bleiben Sie dort! Am sichersten sind Sie in einem massiven Steinhaus und dort im Keller oder in Räumlichkeiten, die in der Mitte des Hauses liegen. Da Wirbelstürme Dächer abdecken können, sollten sie Dachgeschosse meiden. Auch die Nähe von Fenstern und Türen ist tabu. Sie können durch herumfliegende Gegenstände durchschlagen werden.

Kann man einen Tornado verhindern?

Was kann man tun? – Man kann Wirbelstürme nicht verhindern. Die Menschen könnten jedoch verhindern, dass die Stürme so stark werden. Wie Fachleute sagen, heizt der hohe Energieverbrauch in Form von Benzin, Kohle und Öl die Erde auf. Das passiert nicht direkt, sondern durch die Abgase.

Die sorgen dafür, dass die Sonnenstrahlen wie in einem Treibhaus die Luft aufheizen. Das zweite Problem ist die dichte Besiedelung von Küsten und Landstrichen, die unter dem Meeresspiegel liegen. Gerade in Amerika, aber auch in Asien und Indien lassen sich mehr und mehr Menschen direkt an der Küste nieder.

Manche Küstenbereiche, wie in Bangladesch, werden regelmäßig überflutet.

Kann man in einem Tornado überleben?

Regel Nummer 4: Das richtige Zimmer aufsuchen! – Um einen Tornado zu überleben, sollten Sie Schutz in Gebäuden suchen. «Ab ins Haus, aber niemals ins Obergeschoss und weit weg von allen Fenstern. Am sichersten ist der Keller. Wenn das nicht möglich ist, geht man im Erdgeschoss in die Mitte des Hauses.

Wie lange dauerte der längste Tornado der Welt?

Weg des Tri-State-Tornados Der Tri-State Tornado war der gefährlichste Tornado in der Geschichte der Vereinigten Staaten, Am Mittwoch, dem 18. März 1925, durchquerte er das südöstliche Missouri, das südliche Illinois sowie das südwestliche Indiana, Mit 695 bestätigten Todesopfern tötete der Tornado über doppelt so viele wie der zweittödlichste, der Great Natchez Tornado von 1840.

Die ununterbrochene 219-Meilen-Spur (≈352 km), die der Tornado zurückließ, war die längste in der Geschichte. Der Tornado erhielt eine Bewertung von F5, die höchste Bewertung der Fujita-Skala, die bisher erreicht wurde. Der Tornado war Teil einer größeren Tornadoserie mit mehreren anderen zerstörerischen Tornados in Tennessee, Kentucky und Indiana.

Insgesamt wurden während dieser ungewöhnlich frühen Frühlingsserie mindestens 747 Personen getötet und 2298 verletzt. Der Wirbel wurde zuerst um 13:01 Uhr nordwestlich von Ellington, Missouri, gesichtet. Er beschleunigte nach Nordosten und verursachte Schäden in Annapolis und der Minenstadt Leadanna.

  1. Im Bollinger County wurden 32 Kinder verletzt, als zwei Schulen beschädigt wurden.
  2. Insgesamt starben in Missouri mindestens 11 Personen.
  3. Der Tornado kreuzte den Mississippi River ins südliche Illinois, traf dort um 14:30 Uhr die Stadt Gorham und hinterließ 34 Todesopfer.
  4. Mit einer mittleren Geschwindigkeit von 62 Meilen pro Stunde (und mit bis zu 73 mph) wütete der Tornado in einer ganzen Reihe von Ortschaften.

Innerhalb von 40 Minuten verloren 541 Menschen ihr Leben, 1423 wurden schwer verletzt. Das Dorf Parrish wurde komplett zerstört, 22 Bewohner dabei getötet. In Murphysboro verloren 234 Personen ihr Leben, das ist die höchste Zahl in einer einzelnen Stadt in der US-Geschichte.

Der Tornado fuhr fort, ländliche Gebiete über Hamilton und White County zu verwüsten, und forderte weitere 65 Todesopfer. In Illinois wurden mindestens 613 Menschen getötet, die meisten in einem einzelnen US-Bundesstaat in der Geschichte. Nach der Überquerung des Flusses Wabash erreichte der Tornado den Staat Indiana und verwüstete dort mehrheitlich ländliche Gebiete, bevor er sich schließlich um ungefähr 16:30 Uhr südwestlich von Petersburg auflöste.

In Indiana waren mindestens 71 Personen umgekommen. Ruine der Longfellow School in Murphysboro, in der 17 Kinder starben. Der Tornado traf die Schule um etwa 14:30 Uhr Insgesamt wurden mindestens 695 Menschen getötet und 2027 verletzt, hauptsächlich im südlichen Illinois. Drei Staaten, 13 Countys und mehr als 20 Gemeinden lagen im Pfad des Rekordtornados.

Vier Gemeinden wurden vollständig zerstört, einige wurden nie mehr aufgebaut. Der Gesamtschaden wurde auf 16,5 Millionen Dollar geschätzt; angepasst an Inflation und Wohlstand ergibt das eine Summe von ungefähr 1,4 Milliarden US-Dollar (1997), die dritthöchste Summe in der Geschichte, Über 15.000 Häuser wurden durch den Tri-State Tornado beschädigt.

Neun Schulen wurden in den 3 Staaten zerstört und dabei 69 Schüler getötet, beides ebenfalls Rekordwerte in der US-Geschichte.

Wo gibt es die meisten Tornados auf der Welt?

Wann & wo entstehen Tornados? – Tornados gibt es zu jeder Jahres- und Tageszeit und auf der ganzen Welt. Als Hochsaison gelten Frühjahr und Sommer, da dann ideale Bedingungen zur Entstehung großer Gewitterwolken herrschen. In den USA bilden sich wegen der klimatischen Bedingungen die meisten Tornados.

Etwa 1.200 sind es pro Jahr, vor allem in der Tornado Alley. Das Gebiet im Mittleren Westen umfasst die Bundesstaaten Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska. Durchschnittlich fordern Tornados in den USA jährlich 80 Tote und mehr als 1.500 Verletzte; Hauptursache sind umherfliegende Gegenstände. Auch in Argentinien,, Japan und Australien sind sie häufig.

In Europa bilden sich jährlich etwa 330, die meisten davon in Nordfrankreich, den Benelux-Staaten und im Nordwesten von Deutschland. In Deutschland tritt das Wetterphänomen zwischen 20 und 60 Mal im Jahr auf. Quellen: Physik Journal, National Geographic, Deutscher Wetterdienst : Tornados: Entstehung, Geschwindigkeit & Auswirkungen

Wann war das letzte Mal ein Tornado in Deutschland?

Deutschland – Diese Auswahl zeigt signifikante Ereignisse (F2–F5 auf der Fujita-Skala ), die aufgrund von Erscheinung oder Jahreszeit von Interesse sind. Ein umfassendes Archiv findet sich in der Europäischen Unwetterdatenbank (ESWD).

Datum F Tote Beschreibung
15. Juli 1582 F4 ? Rockhausen (Thüringen), der Tornado zerstörte die Stadt fast gänzlich.
29. Juni 1764 F5 2 (mind.) Woldegk (Mecklenburg), einer der bislang stärksten in Deutschland aufgetretenen Tornados, Spurlänge etwa 30 Kilometer Etliche Verletzte und nur zwei dokumentierte Tote kann mit dem Aufenthalt der meisten in der Kirche statt auf den Feldern, wo der Tornado am heftigsten war, zusammenhängen. Es war der vierteljährliche Buß- und Bettag.
23. April 1800 F5 ? Hainichen (Sachsen), der zweite bisher bekannte Tornado der Stärke F5 in Deutschland.
1. Juli 1891 F4 Wirbelsturm vom 1. Juli 1891, verbunden mit schwerem Hagelschlag quer über einen Bereich in Deutschland
14. Juli 1894 F3 2 Zyklon östlich von München, als Tornado der Stärke F3 vermutet
7. August 1898 F4 1 Köln, ein Tornado zog eine etwa 38 Kilometer lange Schneise unter anderem durch den Süden und Osten der Stadt, gleichzeitig gibt es schweren Hagelschlag. Es kam zu schweren Sach- und Personenschäden.
14. August 1906 3 Wirbelsturm im Bergischen Land
1. Juni 1913 ? Ein Tornado in Plochingen zerstörte zahlreiche Gebäude.
10. August 1925 F3 1 Windhose von Uetersen,
1. Juni 1927 F4 ? Auen-Holthaus (Landkreis Cloppenburg), verheerende Schäden, Kühe durch die Luft gewirbelt, weitere schwere/verheerende Tornados am gleichen Tag unter anderem in den Niederlanden (F4)
10. Januar 1936 F4 2 Zu einer eigentlich außergewöhnlichen Zeit für Tornados zog ein F4-Tornado durch Düsseldorf, Zwei Menschen starben und mehrere wurden schwer verletzt.
15. Juli 1936 F4 Ein Tornado zerstörte die Gemeinden Trinwillershagen, Wiepkenhagen und Lüdershagen in Mecklenburg-Vorpommern,
11. Juli 1951 F2 ? Unwetter in Norddeutschland
10. Juli 1968 F4 2 Tornado über Pforzheim, 2 Tote, über 200 zum Teil lebensgefährlich Verletzte, 1750 Häuser beschädigt.
5. Mai 1973 F3 1 Kiel, ein Toter.
24. Mai 1979 F4 0 Tornado auf einer Linie von Bad Liebenwerda durch Prestewitz bis in die Nähe von Lübben,
15. Juni 1980 F1 6 Tornado in Wilhelmsthal : Durch umgeworfene Bäume sterben 6 Menschen, 11 weitere werden verletzt.
17. Juli 1987 F1 0 Tornado in Geeste-Dalum : Ein Tornado beschädigt 70 Häuser in der Siedlung Großer Sand,3 Personen werden verletzt.
9. August 1992 0 Ein Tornado richtete in Buchholz in der Nordheide große Schäden an. Diverse Häuser und Autos wurden beschädigt, Strommasten abgeknickt und viele zum Teil uralte Bäume entwurzelt.
29. Juni 1997 F2 0 Vier F2-Tornados in Niedersachsen mit bis zu 85 km Spurlänge. Am schwersten betroffen Bissendorf bei Osnabrück.
22. Juni 1998 0 Am 22. Juni 1998 fegte ein Tornado über das Westerzgebirge / Vogtland. Besonders betroffen war die Stadt Falkenstein. Der Tornado zog über Hammerbrücke, Jägersgrün und Tannenbergsthal Richtung Morgenröthe-Rautenkranz. Es entstand Millionenschaden.
9. September 1998 F2 0 Ein F2-Tornado wütete zwischen Ibbenbüren und Tecklenburg (westlich von Osnabrück). Neben unzähligen umgeworfenen Bäumen wurden auch Stromleitungen abgerissen und Dächer abgedeckt. Am stärksten betroffen war der Tecklenburger Ortsteil Ledde,
19./20. August 2000 F2-F3 0 In der Nacht zum 20. August 2000 zog ein Tornado über Geldern (Landkreis Kleve, NRW) hinweg. Betroffen waren vor allem die Ortsteile Aengenesch und Issum. Mauern wurden eingerissen und ein mit drei Personen besetztes Auto wurde durch die Luft gewirbelt. Die Stärke des Tornados wurde auf F2-F3 geschätzt
6. August 2001 F1/F2 0 Ein F1/F2-Tornado fräste mitten durchs Ortszentrum der Gemeinde Belm bei Osnabrück eine sechs Kilometer lange und 50 Meter breite Schneise. Der Gesamtschaden lag bei über fünf Millionen DM.
12. Juni 2002 F2 0 Ein F2-Tornado verwüstete ein Gewerbegebiet in Wittenberg in Sachsen-Anhalt,
10. Juni 2003 F3 0 Es erfasste ein F3-Tornado die Gemeinde Acht in der Eifel, Aufgrund der geringen Größe des Ortes hielt sich der Gesamtschaden in Grenzen, es blieb bei zwei Verletzten.
13. Januar 2004 F2 0 Assel (Gemeinde Drochtersen bei Stade) (F2)
23. Juni 2004 F3 0 Micheln ( Sachsen-Anhalt ), mehrere Verletzte, etwa 300 Gebäude beschädigt (F3)
27. März 2006 F2 2 Ein Tornado zog um circa 19 Uhr (geschätzte Stärke F2) über Hamburg hinweg. Dabei starben zwei Menschen durch den Umsturz von drei Baukränen und mehr als 300.000 Menschen waren vorübergehend ohne Strom.
21. August 2006 1 Hierbei starb ein Mann in Brohl-Lützing, nachdem der Wohnwagen, in dem er sich aufgehalten hatte, von einem Tornado in ein Hafenbecken geschleudert worden war. Sein neunjähriger Sohn überlebte schwer verletzt. Außerdem wurden einige Häuser schwer beschädigt.
18. Januar 2007 F3 0 Zwischen Brachwitz und Kemnitz in Brandenburg beschädigte und zerstörte ein Tornado gegen auf einer Strecke von etwa 11 Kilometern mehrere Gebäude, des Weiteren hinterließ er in einem Waldstück eine 450 Meter breite Schneise. Das Ereignis trat gegen 17:00 Uhr auf. Ein Mann wurde schwer verletzt.
18. Januar 2007 F3 0 Gegen 18:40 Uhr verursachte ein Tornado auf seiner 10 Kilometer langen Bahn durch Lutherstadt-Wittenberg Sachschäden von über 10 Millionen Euro,
18. Januar 2007 F3 0 Ein Tornado zog gegen 19:30 Uhr eine 34 Kilometer lange Schneise der Verwüstung unter anderem durch Lauchhammer in Brandenburg. Das Ereignis trat wie einige andere Tornados in Verbindung mit der Kaltfront von Orkan Kyrill auf. Es kam zu schweren Sach- und Vegetationsschäden, in der Ortschaft Kahla stürzten vier Gebäude gänzlich ein. Mit einer Einstufung als Tornado der Stärke T7 auf der Torro-Skala war es der stärkste durch Kyrill hervorgebrachte Tornado.
12. August 2008 F1 0 Ein Tornado wütete in der mittelhessischen Stadt Gießen, Obwohl es sich nur um einen F1-Tornado handelte, waren die Schäden erheblich. Zahlreiche Bäume, Dachziegel und sogar ganze Dachgiebel wurden herumgewirbelt und einige Häuser, darunter auch eine Schule und Teile der Universität, in Mitleidenschaft gezogen. Besonders stark betroffen war der Gießener Philosophenwald; Teile des mehrere hundert Jahre alten Stadtwalds, darunter zahlreiche Eichen, fielen dem Tornado zum Opfer. Die Großtrombe wirbelte lediglich wenige Minuten, löste sich über einem Berg von der Erdoberfläche und zog sich in die Wolkenfront zurück.
24. Mai 2010 F3 1 Eine Serie von Tornados, von welchen einer die Stufe F3 erreicht, verwüstet große Teile der Stadt Großenhain und der angrenzenden Gemeinden. Die Unwetterfront, aus Südwestbrandenburg nach Südostsachsen ziehend, wütete auf einer 80 bis 100 Kilometer langen Strecke und verursacht neben den Tornados auch starken Hagel. Das Zentrum der Zerstörung lag zwischen dem südbrandenburgischen Mühlberg/Elbe und Großenhain. Allein in Großenhain wurden ungefähr 40 Menschen teilweise schwer verletzt und ein Kind wurde durch einen umstürzenden Baum getötet. In den Stadtteilen Walda und Kleinthiemig wurden 80 % der Hausdächer zerstört.
23. August 2010 0 Hier wütete ein Tornado über den mittelhessischen Orten Grünberg-Reinhardshain und Grünberg-Lumda. Vermutlich handelte es sich um einen starken F3/T6-Tornado, der erhebliche Schäden an Gebäuden und Waldstücken verursachte. Mehr als 50 Dächer wurden dabei abgedeckt und mehrere Gebäude und Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt. In einem Waldstück zwischen den beiden Ortschaften hinterließ der Tornado eine Schneise der Verwüstung. Zahlreiche Bäume wurden wie Streichhölzer abgeknickt und entwurzelt. Es wurde kein Mensch verletzt, jedoch hinterließ der Tornado einen hohen Sachschaden von etwa einer Million Euro.
11. September 2011 F1 0 Ein Tornado der Stärke F1 verwüstete mehrere Ortschaften zwischen Bernburg und Dessau in Sachsen-Anhalt.
19. August 2013 F2 0 Bei diesem Ereignis verwüstete ein Tornado der Stärke F2 einen Campingplatz in Abtsgmünd-Pommertsweiler im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) und verletzte dort 27 Menschen. Auf einem benachbarten Campingplatz flogen Wohnwagen durch die Luft. Es war der erste Tornado dieser Stärke seit dem Mai 2012.
5. Mai 2015 F3 0 Ein Tornado verwüstete Bützow in Mecklenburg-Vorpommern, siehe Tornado in Bützow, Herumwirbelnde Trümmer verletzten etwa 30 Personen. Dieser Tornado erreichte vermutlich eine Stärke von F3 auf der Fujita-Skala, Am gleichen Tag gab es laut der European Severe Weather Database noch drei weitere Tornadoereignisse in Deutschland.
13. Mai 2015 F3 0 Ein Tornado, der am Abend des 13. Mai über dem Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg entstand, hat vermutlich eine Stärke von F3 erreicht.
13. Mai 2015 F3 0 Ein weiterer Tornado, der vermutlich eine Stärke von F3 erreichte, entstand am späten Abend des 13. Mai über Stettenhofen, zog in weiterer Folge über Gebenhofen nach Affing in Bayern und verursachte schwere Schäden. Es war der dritte F3-Tornado im Jahr 2015,
7. Juni 2016 F1 0 Ein F1-Tornado zog über die östlichen Stadtteile Hamburgs, Bäume wurden umgestürzt, Gartenhäuser zerstört und Fahrräder und auch große Blumenkübel durch die Luft gewirbelt. Personenschäden wurden nicht bekannt.
22. Juni 2017 F2 0 Ein F2-Tornado verwüstete am Nachmittag das 56-Seelen-Dorf Töppel in Sachsen-Anhalt und richtete eine Halbe Million Schaden an.
16. Mai 2018 F2 0 Ein F2-Tornado zog am Abend des 16. Mai 2018 über den Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen und verursachte abgedeckte Häuser und entwurzelte Bäume, die auf Straßen stürzten. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt, einer schwer. Siehe: Tornado im Kreis Viersen vom 16. Mai 2018
13. März 2019 F3 0 Am Nachmittag des 13. März 2019 zog ein F3-Tornado über den Ort Roetgen in Nordrhein-Westfalen, Mehrere Menschen wurden verletzt, rund 35 Häuser teils schwer beschädigt, zehn Häuser waren vorerst unbewohnbar.
4. Juni 2019 F2 0 In der Nacht, um 23:11 Uhr zog ein Tornado der Stärke F2 über ein Wohngebiet in Bocholt in Nordrhein-Westfalen. Ein Mensch wurde verletzt, neun Häuser teils schwer beschädigt, 100 Bäume entwurzelt und Autos und Wohnwagen durch die Luft gewirbelt.
28. März 2021 F1 0 Infolge eines Regengebiets kam es über Dortmund – Eving in Nordrhein-Westfalen zu einem bestätigten Tornado. Mehrere Bäume wurden entwurzelt oder beschädigt, Dächer wurden abgedeckt, ein Kirchendach beschädigt und ein LKW umgeworfen.
16. August 2021 F2 0 Am späten Nachmittag des 16. August 2021 zog ein Tornado der Stärke F2 durch die Gemeinde Großheide in Niedersachsen.50 Häuser wurden beschädigt, darunter fünf Häuser, die nicht mehr bewohnbar sind.
20. Mai 2022 0 Gegen 17 Uhr traf eine Serie bestehend aus vier Tornados, drei davon mit der Stärke F2, in Nordrhein-Westfalen unter anderem Lippstadt, Paderborn und Höxter, Die Ereignisse waren Teil eines größeren Tornadoausbruchs und wurden alle von derselben Superzelle produziert. In Paderborn wurden mindestens 40 Menschen verletzt, davon zehn schwer. Zwei Häuser sind dort unbewohnbar, ein weiteres ist zum Teil eingestürzt. Es wurden zahlreiche Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt. Es könnte sich um unterschiedliche Tornados gehandelt haben
17. November 2022 F2 0 Gegen 14:45 Uhr entwickelte sich im Saarland aus einer Superzelle ein Tornado der im Marpinger Ortsteil Urexweiler etwa 50 Häuser zum Teil stark beschädigt hat. Weiterhin wurden viele Bäume entwurzelt oder abgeknickt sowie zahlreiche Autos beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.

Ist es im Auge eines Tornados windstill?

Ein tropischer Wirbelsturm ist ein sehr komplexes Gebilde. Besteht er im Anfangsstadium aus einer Ansammlung von Schauern und Gewittern, die sich zu einem tropischen Tief formieren, weist der klassische Hurrikan im Zentrum ein Auge auf, um das herum sich der Ring mit dem schlimmsten Wetter herumwindet.

  1. Trifft dieser auf Land, können hier schlimmste Zerstörungen durch den Wind, aber auch durch eine Sturmflut und extreme Regenfälle auftreten.
  2. Diese lösen Überschwemmungen und im bergigen Gelände lebensbedrohliche Erdrutsche aus.
  3. Das „Auge» ist ein nahezu kreisrundes Gebilde mit vergleichsweise schwachen Winden und freundlichem Wetter im Zentrum eines starken tropischen Wirbelsturmes.

Hier ist es häufig windstill und nahzu wolkenlos. Auch wenn es in der Mitte der Zirkulation weitgehend windstill ist, so können einzelne Böen weit in das Auge hinein gelangen. Es fällt wenig bis kein Niederschlag und manchmal ist der Himmel blau oder Sterne zeigen sich. Wie Entsteht Ein Tornado Das Auge ist umgeben von der „eyewall», einem nahzu kreisförmigen Ring mit hochreichenden Schauern und Gewittern und den höchsten Windgeschwindigkeiten innerhalb des tropischen Wirbelsturmes. Das Auge ist angefüllt mit Luft, die langsam absinkt, und die eyewall besteht aus teilweise heftigen Auf- und Abwinden.

  1. Die relativ hohen Temperaturen innerhalb des Auges entstehen durch das Absinken und Zusammendrücken der Luft.
  2. Läßt man hier einen Wetterballon aufsteigen, dann registriert man zunächst feuchte und weiter oben trockenere Luft.
  3. Das liegt daran, dass das Absinken nicht bis zum Boden reicht, sondern nur bis etwa 1-3 km über dem Boden.

Wie das Auge genau entsteht, ist noch etwas umstritten. Damit das Auge sich bilden und fortbestehen kann, ist die Konvektion (Schauer und Gewitter) in der eyewall wichtig. Die Konvektion in tropischen Wirbelstürmen ist in langen schmalen Bändern angeordnet, die in die gleiche Richtung zeigen wie der Bodenwind.

Weil diese Bänder wie eine Spirale zum Zentrum des tropischen Wirbelsturms gerichtet sind, nennt man sie oft Spiralbänder, Entlang dieser Bänder herrscht am Boden Konvergenz (Zusammenströmen) und in der Höhe meist Divergenz (Auseinanderströmen). Ein Kreislauf entsteht, in dem feuchtwarme Luft am Boden zusammenströmt, dann in den Bändern aufsteigt und in der Höhe wieder auseinander strömt.

Zu den Seiten hin sinkt die Luft wieder ab, dabei erwärmt sie sich und trocknet aus. Das Gleiche passiert im Zentrum eines Bandes, hier aber auf engstem Raum konzentriert, mit entsprechend starker Erwärmung. Dadurch entsteht innerhalb des Bandes ein Temperatur- und Druckgradient, weil warme Luft leichter ist als kalte.

Wegen des Druckfalls im Zentrum des Bandes nimmt der Wind in der Umgebung zu. Schließlich wandert das Band in Richtung Zentrum und umkreist es – das Auge und die eyewall bilden sich. Das Absinken im Zentrum eines tropischen Wirbelsturms und damit das wolkenfreie Auge wird durch 2 Prozesse bestimmt: Die Zentrifugalkraft transportiert Luft aus dem Auge in die eyewall und erzeugt damit Absinken im Auge.

Gleichzeitig bewirkt die Konvektion in der eyewall ebenfalls ein Absinken im Zentrum. Diese Vorgänge müssen noch näher untersucht werden, um herauszufinden, welcher Prozess vorherrschend ist. Einige der stärksten tropischen Wirbelstürme weisen konzentrische eyewalls auf, zwei oder mehr eyewalls um das Zentrum des Sturms.

Wenn sich die innere eyewall bildet, kann sich um die eyewall herum Konvektion (Schauer und Gewitter) in ausgeprägten Ringen anordnen. Möglicherweise bekommt die innere eyewall die Auswirkungen des Absinkens am Rande der äußeren eyewall zu spüren und die innere eyewall schwächt sich ab und wird durch die äußere ersetzt.

Der Luftdruckanstieg durch den Zerfall der inneren eyewall ist dabei normalerweise größer als der Druckfall durch die Verstärkung der äußeren eyewall und für eine kurze Zeit schwächt sich der Sturm ab. Einige Beobachtungen zeigen, dass möglicherweise auch das vorübergehende Einbeziehen etwas trockenerer Luft ins Zentrum eines entstehenden Sturmes oder Hurrikans die Ausbildung eines Auges fördern könnte.

Warum ist es in einem Tornado windstill?

Wieso ist es im Auge eines Wirbelsturms ruhig? – Wetterfrage – SRF Inhalt Lara ist 11 Jahre alt und möchte gerne wissen, wieso es im Auge eines tropischen Wirbelsturms beinahe windstill ist. Sie vermutet, dass die Luft durch die Drehung nach aussen gedrückt wird und es darum im Zentrum relativ ruhig ist.

  • Und sie hat recht.
  • Autor:in: Jürg Zogg, Moderation: Christina Lang, Redaktion: SRF Meteo Um diesen Podcast zu abonnieren, benötigen Sie eine Podcast-kompatible Software oder App.
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Ein tropischer Wirbelsturm – im Atlantik werden diese Hurrikane genannt – weist meist ein Auge mit einem Durchmesser von 30 bis 60 Kilometer auf. In diesem Auge ist es nur schwach windig und zeitweise sonnig. Direkt ausserhalb des Auges rotiert eine Unwetterwand, die sogenannte Eyewall.

  • Die Zentrifugalkraft transportiert Luft vom Auge weg zur Eyewall.
  • Im Auge sinkt die Luft deshalb ab und es herrscht relativ ruhiges Wetter.
  • In der Eyewall steigt die Luft dagegen auf und es toben Unwetter mit Orkanböen sowie heftigen Regenfällen und Gewittern.
  • Befindet man sich im Auge eines Wirbelsturms, geniesst man nur die Ruhe vor dem Sturm.

Denn früher oder später bringt die Eyewall Unwetter. : Wieso ist es im Auge eines Wirbelsturms ruhig? – Wetterfrage – SRF

Kann es in Deutschland Tornados geben?

Das Wichtigste zum Thema Tornado in Deutschland –

13 bestätigte Tornados (Stand: 5. Juli) gab es 2022 in Deutschland laut dem Portal tornadoliste.de bereits. Dort kannst du mögliche Sichtungen melden, die dann von Expertinnen und Experten ausgewertet werden. Der Deutsche Wetterdienst geht jährlich von insgesamt von 40 bis 60 Tornados in Deutschland aus. In Europa kommt es laut der European Severe Weather Database (ESWD) zu rund 300 bis 500 Tornado-Ereignissen pro Jahr. Im Vergleich zu ihren großen amerikanischen Brüdern sind unsere heimischen Tornados zwar ungefährlicher, können aber auch zerstörerische Kräfte entwickeln. Ende Mai etwa hinterließen sie eine Spur der Verwüstung in Paderborn und weiteren nordrhein-westfälischen Orten. Was genau ist ein Tornado und wo liegt der Unterschied zu Wasser- und Windhosen ? Das und mehr erfährst du hier.

Wo war der schlimmste Tornado in Deutschland?

Page 2 – Tornados sind vor allem aus den USA bekannt. Das Foto wurde im Mai 1999 in Oklahoma aufgenommen. Doch auch in Deutschland können Tornados entstehen, wie im Mai 2015 in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. (Foto: OAR/ERL/National Severe Storms Laboratory (NSSL)) Tornados sind in Deutschland kein seltenes Wetterphänomen. Auch in diesem Jahr wurden schon Windhosen gesichtet, etwa im unterfränkischen Kürnach als Anfang März 2017 ein Tornado die Dächer von fast 60 Häusern beschädigte. Gerade in den Sommermonaten treten in unseren Breitengraden immer wieder schadenträchtige Tornados auf. Ein Blick in die Wetterhistorie zeigt, was sie anrichten können. Im Mai 2015 kam es zu schweren Schäden in mecklenburgischen Bützow mit einem geschätzten Schadensvolumen von 40 Millionen Euro. Im gleichen Jahr fegte ein Tornado mit fast 250 Stundenkilometern Geschwindigkeit über mehrere Ortschaften bei Augsburg hinweg, durch den fast 180 Häuser beschädigt wurden. Pfingsten 2010 verursachte ein Tornado in Brandenburg und Sachsen Schäden an 3.000 Gebäuden. Dieser Tornado hatte die vermutete Stärke F3 und eine Geschwindigkeit von fast 300 Stundenkilometern. Über Pforzheim (Baden-Württemberg) zog am 10. Juli 1968 ein Tornado mit geschätzten maximalen Windgeschwindigkeiten von fast 400 km/h hinweg. Ein Jahrhundert-Tornado soll laut historischer Auszeichnungen im Frühsommer 1764 einen Landstrich in Mecklenburg heimgesucht haben. Historischen Quellen zufolge wird für diesen Tornado rund um Feldberg eine mögliche Stärke F5 angenommen. Er gilt als stärkster bekannter Tornado in Deutschland. Bis zu 60 Tornados im Jahr in Deutschland Tornados werden international mit der sogenannten Fujita-Skala klassifiziert. Sie ist unterteilt in die Stufen F0 bis F12. Die Werte F6 bis F12 sind allerdings nur theoretische Werte, die bis dato nicht gemessen wurden. Der Tornado in Bützow wird der Stufe F3 (ab 254 km/h) zugeordnet, der Sturm in Pforzheim gar der Stufe F4 (ab 333 km/h). F4 oder F5-Tornados – also Tornados mit enormer Zerstörungskraft – sind in Deutschland jedoch selten. Anders in den USA. Dort treten im Mittleren Westen mehrfach im Jahr Stürme mit mehr als 500 Stundenkilometern Windgeschwindigkeit auf. In den USA kommt es pro Jahr durchschnittlich zu 1.100 Tornadoereignissen (Brooks, 2013). Pro Jahr treten in Deutschland schätzungsweise zwischen 20 und 60 Tornados auf. Europaweit sind es nach Angaben der European Severe Weather Database etwa 300 bis 500 Ereignisse pro Jahr. Seit dem Jahr 2007 wird in den USA die Enhanced Fujita-Skala (EF) angewendet. Diese Skala teilt Tornados anhand ihres Schadensbildes ein, das sie hinterlassen. Die EF-Skala hat sechs Stufen (von EF0 bis EF5), beginnt aber bei höheren Geschwindigkeiten (EF0: 105 – 137 km/h) und endet bei geringeren (EF5: > 323 km/h).

Klasse Geschwindigkeit (km/h) Wahrscheinlichkeit des Auftretens (%)
EF0 105–137 53,3
EF1 138–178 31,6
EF2 179–218 10,7
EF3 219–266 3,4
EF4 267–322 0,7
EF5 > 323 0,1

Doch was sind Tornados genau? Es handelt sich im Regelfall um kurzzeitige und kleinräumige Wirbelstürme (wenige 10 m bis maximal 1 km Durchmesser) extremer Stärke, die meist in Verbindung mit Gewittern auftreten. Meist wachsen sie als schlauchartiger, rotierender «Rüssel» aus einer Gewitterwolke (meist einer Superzelle) nach unten heraus.

Sie haben selten eine Lebensdauer von mehr als ein paar Minuten und verlagern sich wie die Gewitterwolke mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50-60 km/h. Allerdings können auch erheblich größere oder langsamere Verlagerungsgeschwindigkeiten auftreten. Generell können Tornados überall in Deutschland auftreten.

Anders als in den USA, wo die „Tornado Alley» rund um die Bundesstaaten Oklahoma, Kansas, Missouri, Nebraska, South Dakota und Texas existiert, in der sich die Anzahl von Tornados stark häufen. In dieser fast 2.000 Kilometer breiten Region beiderseits des Mississippis kommt es jedes Jahr zu einer großen Anzahl von Tornados.

  1. Am dritten Maiwochenende 2015 registrierte der US-amerikanische Wetterdienst rund 30 Tornados, die vor allem in Oklahoma und Texas auftraten.
  2. Eine derartige Tornadostraße gibt es in Deutschland nicht.
  3. Die Verteilung der Tornados ist über das ganze Bundesgebiet relativ gleichmäßig.
  4. Der Deutsche Wetterdienst betreibt in Deutschland Wetterradargeräte an 17 verschiedenen Standorten.

Mit modernen Doppler-Radargeräten lassen sich rotierende Gewitterwolken (sogenannte Superzellen) identifizieren, die gelegentlich auch Tornados hervorbringen. Verdächtige Signaturen und Rotationen tauchen auf dem Radarbild manchmal schon eine Stunde vorher auf.

  • Exakte Vorhersagen darüber, ob und wann ein Tornado Bodenkontakt bekommt und welche Intensität er erlangt, sind jedoch noch nicht möglich.
  • Der Deutsche Wetterdienst kann nach eigenen Angaben auf ein erhöhtes Tornadorisiko maximal 18 Stunden vorher hinweisen.
  • Zunahme der Tornadohäufigkeit? Wie bei allen Extremereignissen gilt auch für Tornados: Die Variabilität der Häufigkeit ihres Auftretens ist von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterworfen.

In manchen Jahren treten sie gar nicht auf, in anderen sind die atmosphärischen Voraussetzungen zu ihrer Entstehung häufiger gegeben. Die Aussagen über eine Zunahme der Tornadohäufigkeit in den vergangenen Jahrzehnten sind jedoch schwer zu verifizieren und die Dunkelziffer ist hoch.

  • Dies hat mehrere Gründe: Es gibt einerseits kaum direkte Beobachtungen von Tornados.
  • Auch können Tornados in der Nacht auftreten.
  • Zudem beruhen Tornado-Informationen aus früherer Zeit auf Augenzeugenberichten und teilweise mehreren hundert Jahre alten Chroniken.
  • Auch lassen sich die Zerstörungen nicht immer eindeutig einem Tornado zuordnen, sondern können auch einem Gewitter oder «normalen» Böen in Orkanstärke angelastet werden.

Grundsätzlich aber lässt sich festhalten: «Sollten Wetterlagen, die günstige Entstehungsbedingungen beispielsweise für Superzellen schaffen, häufiger werden, dann gilt das auch für Tornados», sagt Diplom-Meteorologe Bernhard Mühr vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Wo finde ich bei einem Tornado Schutz? Schutz vor Tornados bieten in erster Linie gut gesicherte Kellerräume mit einer festen Decke, da ein Tornado dieser Stärke nicht nur Holzhäuser, sondern auch Steinbauten bis auf die Grundmauern zerstören kann. Gefährlich sind vor allem die geschossartig herum fliegenden Gegenstände, die der Tornado kilometerweit mit sich führt.

Daher sollte man sich auch nicht in der Nähe von Fenstern oder Türen aufhalten. Selbst Asphaltdecken halten einem starken Tornado nicht immer Stand. In freier Natur empfiehlt es sich, dem Tornado auszuweichen, da aufgrund der kleinräumigen Ausdehnung des Tornados bereits ein Abstand von einem Kilometer relative Sicherheit bietet.

Ist es hierfür zu spät und man wird von einem Tornado überrascht, hilft es, sich flach auf den Boden zu legen, um nicht von Trümmerteilen getroffen zu werden. Autos bieten keinen hinreichenden Schutz. Sie können von einem starken Tornado problemlos in die Höhe gehoben werden. Und die Insassen sind zudem durch umstürzende Bäume und umherfliegende Gegenstände gefährdet.

Informationen zu einem erhöhten Tornadorisiko in der eigenen Region bietet der an. Alternativ steht die kostenlose DWD Warnwetter-App, für iOS, Android, Windows und Blackberry als Download zur Verfügung. Quelle Brooks, H.E., Carbin, G.W., and Marsh, P.T., 2014: Increased variability of tornado occurrence in the United States.

Wo gibt es die meisten Tornados in Deutschland?

Deutschland – Ich möchte Videos von Youtube auf dem Wetterkanal angezeigt bekommen. Hierbei werden personenbezogene Daten (IP-Adresse o.ä.) an Youtube übertragen. Anzeige erlauben Abb.: Tornado am 05.05.2015 nahe Bützow, Stärke F3 (ab ca, 255 km/h) Seit etwa 15 Jahren werden Tornados in Deutschland wieder systematisch erfasst.

  • Für eine seriöse Statistik reichen diese Zahlen noch nicht aus, aber man kann einen kleinen Trend erkennen.
  • In der Nordhälfte des Landes treten mehr Tornados auf als im Süden Deutschlands.
  • Dies gilt auch für die starken Tornados ab Stärke F3 (ab 255 km/h).
  • Tornados ab Stärke F4 sind in Baden-Württemberg und Bayern nur insgesamt zwei bekannt, im übrigen Land sind es 11 Fälle ab der Stärke F4.

Es deutet sich also ein Nord-Süd-Gefälle an. Aus Deutschland sind bisher zwei F5-Tornados aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen bekannt.

Wie viel kmh hat ein Tornado?

Page 2 – Tornado in Kansas im Mai 2008. (Foto: Sean Waugh/NOAA/NSSL) Ein Tornado bezeichnet eine kleinräumige, stark rotierende Luftsäule mit senkrechter Drehachse, die Bodenkontakt haben muss. Durch die hohen Windgeschwindigkeiten im Randbereich und dem starken Unterdruck im Zentrum sind Tornados mit einem außerordentlich hohen Schadenspotenzial verbunden.

  • Der Durchmesser eines Tornados liegt zwischen 50 und 1.000 m (Mittel ~ 100 m), die Windgeschwindigkeit beträgt nach der Enhanced Fujita-Skala (EF) über 105 km/h (EF0, siehe Tab.).
  • Sehr starke Tornados ab Kategorie EF3 treten ausschließlich in Verbindung mit Superzellen auf, während sich schwächere Tornados auch an den Flanken einer Gewitterlinie bilden können.

Die Abschätzung der Windgeschwindigkeiten erfolgt meistens durch das Schadensmuster am Boden, da Messungen in der Regel nicht vorliegen. Die bisher höchste Windgeschwindigkeiten eines Tornados (~ 480 km/h) wurde mit Hilfe eines mobilen Doppler-Radars am 3.

Klasse Geschwindigkeit (km/h) Wahrscheinlichkeit des Auftretens (%)
EF0 105–137 53,3
EF1 138–178 31,6
EF2 179–218 10,7
EF3 219–266 3,4
EF4 267–322 0,7
EF5 > 323 0,1

Die Lebensdauer eines Tornados reicht von wenigen Sekunden bis zu einer halben Stunde. In sehr seltenen Fällen kann sie auch über eine Stunde andauern. Die Rotation von Tornados ist auf der Nordhalbkugel aufgrund der Rechtsdrehung des Windes in der Grenzschicht meistens zyklonal (gegen den Uhrzeigersinn).

Die Entstehung eines Tornados ist recht kompliziert und bis heute nicht vollständig verstanden. Wichtige Voraussetzungen sind die typischen Bedingungen für hochreichende Feuchtkonvektion – insbesondere feuchtwarme Luftmassen (= Energie) – sowie eine hohe Windrichtungsscherung (vertikale Änderungen des Horizontalwindes mit der Höhe).

USA: 1.100 Tornadoereignisse pro Jahr Aufzeichnung von Tornados in den USA von 1950 bis 2014. (Foto: NASA Earth Observatory/Joshua Stevens) Tornados treten auf fast allen Kontinenten und in sehr vielen Regionen in den mittleren Breiten auf. Am häufigsten werden sie in den USA beobachtet.

  1. Dort kommt es pro Jahr im Mittel zu 1.100 Tornadoereignissen (Brooks, 2013).
  2. Europaweit sind es nach der European Severe Weather Database () etwa 300-500 Ereignisse pro Jahr.
  3. In Deutschland sind jährlich durchschnittlich 30-50 Ereignisse zu beobachten, wobei die relative Verteilung in den verschiedenen Intensitätsklassen ähnlich zu der in den USA ist (Dotzek et al., 2003).

So wurde beispielsweise am 10. Juli 1968 in Baden-Württemberg (Pforzheim) ein Tornado der Stärke EF4 (bzw. F4) mit maximalen Windgeschwindigkeiten von fast 400 km/h beobachtet. Der Unterschied in der relativen Häufigkeit zwischen USA und Deutschland (Europa) lässt sich damit erklären, dass in Europa die Alpen ein direktes Aufeinandertreffen kalter Polarluft mit feucht-warmer mediterraner Luft verhindern.

  • Relevant ist hier also die Energie aus den bodennahen Luftschichten, die ihr Maximum im Juli hat.
  • Da in Nordamerika das zentrale Gebirge, die Rocky Mountains, in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist, können dort feucht-warme Luftmassen aus dem Golf von Mexico auf kalte Luftmassen aus Alaska bzw.
  • Auf trockene Luft aus dem Westen treffen (Graf et al., 2011).

Da der Temperaturgradient im Frühjahr noch sehr stark ausgeprägt ist, die bodennahe Luft aber schon einen hohen Energiegehalt aufweist, ergibt sich hier die größte Häufigkeit schwerer Tornadoereignisse. Studien in den USA können derzeit keine Zunahme der Tornadotage feststellen (außer der, der durch die Zunahme an Beobachtungen verursacht wird).

Allerdings beobachtet der US-amerikanische Metereologe Harold E. Brooks (Brooks 2013) eine Zunahme der Anzahl der Tornadoereignisse an einem Tag sowie eine Änderung des jahreszeitlichen Auftretens. Text: Dr. Susanna Mohr, Karlsruher Institut für Technologie Brooks, H., 2013: Increased variability of tornado occurrence in the United States in recent years.7th Eur.

Conf. on Severe Storms, 3 – 7 Juni 2013, Helsinki, Finnland. Dotzek, N., 2001: Tornados in Germany, Atmo.Res.56, 233 – 251. Dotzek, N., 2003: An updated estimate of tornado occurrence in Europe, Atmo.Res.67, 153 – 161. Dotzek, N., Grieser, J. und Brooks, H.E., 2003: Statistical modeling of tornado intensity distributions.

Was ist der stärkste Sturm der Welt?

Hurrikan Wilma

Kategorie-5-Hurrikan ( SSHWS )
Hurrikan Wilma zum Zeitpunkt der Rekordstärke südöstlich der Halbinsel Yucatán am 19. Oktober 2005
Entstehung 15. Oktober 2005
Auflösung 25. Oktober 2005
Spitzenwind- geschwindigkeit 185 mph (295 km/h ) (1 Minute anhaltend)
Niedrigster Luftdruck 882 mbar ( hPa ; 26,1 inHg ) (niedrigster Luftdruck im Atlantischen Becken)
Tote 23 direkte, 40 indirekte
Sachschäden 28,9 Milliarden US-$ (2005)
Betroffene Gebiete Jamaika, Haiti, Kaimaninseln, Kuba, Honduras, Nicaragua, Belize, Yucatán, Florida, Bahamas, Atlantische Provinzen Kanadas
Saisonübersicht: Atlantische Hurrikansaison 2005

Der Hurrikan Wilma war der 21. benannte Sturm und der zwölfte Hurrikan in der atlantischen Hurrikansaison des Jahres 2005. Damit wurden die bisher bestehenden Rekorde aus den Jahren 1933 (21 Stürme) und 1969 (12 Hurrikane) eingestellt. Weiterhin wurde dadurch auch zum ersten Mal, seit Einführung der alphabetischen Bezeichnungen für Hurrikane im Jahre 1953, der Buchstabe W der Namenssequenz erreicht.

Nach Emily, Katrina und Rita war Wilma der vierte Hurrikan der höchsten Kategorie 5 der Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala im Jahr 2005. Damit gab es erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 vier Hurrikane der Kategorie 5 in einer Saison, nur in den Jahren 1960 und 1961 traten bis dahin zwei Wirbelstürme der höchsten Kategorie auf.

Obendrein war Hurrikan Wilma der stärkste Wirbelsturm, der bis dato im Atlantik registriert wurde. Mit einem am 19. Oktober gemessenen Kerndruck von 882 hPa unterbot er Hurrikan Gilbert aus dem Jahr 1988, der Kerndruck war der bisher niedrigste, der jemals in einem atlantischen Hurrikan gemessen wurde.

Nur im nordpazifischen Hurrikan Patricia und bei Taifunen wurden noch niedrigere Kerndrücke festgestellt. Den Rekord für alle tropischen Wirbelstürme hält der Taifun Tip, bei dem am 12. Oktober 1979 nur 870 hPa gemessen wurden. Außerdem wurde bei Hurrikan Wilma der bislang stärkste je gemessene Luftdruckabfall innerhalb von 24 Stunden mit 98 hPa registriert.

Zum Vergleich: Bei Taifun Forrest wurde im September 1983 im nordwestlichen Pazifik ein Druckabfall von 92 hPa innerhalb von 24 Stunden gemessen. Mit einer maximalen mittleren Windgeschwindigkeit von 295 km/h und Windböen bis 340 km/h wurde Wilma am 19.

Können Tornados über Wasser entstehen?

Tornado – Einen Tornado erkennst du an dem Schlauch, der sich vom Himmel zum Boden streckt. (Foto: dpa) Im Gegensatz zum Hurrikan bildet sich ein Tornado nicht über dem Wasser, sondern über Land. Der Tornado ist ein verheerender Wirbelsturm. Er fegt meistens nur über eine kurze Strecke.

  1. Tornados kommen besonders im Landesinneren von Amerika – im weiten, flachen Land – vor.
  2. In den USA beobachtet man jährlich etwa 1200 Tornados.
  3. Sie entstehen unter einer großen Gewitterwolke, wenn warme Luft nach oben steigt.
  4. Dabei werden die Bewegungen immer schneller.
  5. Schließlich wird an der Unterseite der Wolke durch Wasserdampf eine Art Schlauch sichtbar, der zur Erde führt.

Es entsteht ein Sog und sobald dieser Luftschlauch den Boden berührt, reißt er alles mit, was ihm in den Weg kommt. Tornados können bis zu 500 Stundenkilometer erreichen. Von Shara Fatheyan : Was unterscheidet Hurrikan, Tornado und Taifun?

Wie nennt man ein Tornado im Wasser?

Was ist eine Wasserhose? – Eine Wasserhose ist ein räumlich eng begrenzter Wirbelsturm mit einem Durchmesser bis 200 Metern, Wasserhosen sind nichts anderes als Tornados über dem Meer. Dabei wird durch die enormen Windgeschwindigkeiten Wasser aufgewirbelt und teilweise auch hochgesogen.

Können Tornados überall entstehen?

Bekannt sind Tornados vor allem aus den USA, wo sie auch Twister genannt werden. Seit einigen Jahren weiß man, dass auch in vielen europäischen Staaten immer wieder Tornados auftreten, so auch in Deutschland. Hier sind es mehrere Dutzend pro Jahr. Wo gibt es noch Tornados auf der Erde? Welche Kontinente und Staaten sind besonders betroffen? Grundsätzlich können Tornados überall dort entstehen, wo kräftige Schauer und auch Gewitter auftreten. Wie Entsteht Ein Tornado Regionen, in denen besonders häufig Tornados vorkommen und auf die in diesem Beitrag eingegangen wird

Kann es in Deutschland Tornados geben?

Das Wichtigste zum Thema Tornado in Deutschland –

13 bestätigte Tornados (Stand: 5. Juli) gab es 2022 in Deutschland laut dem Portal tornadoliste.de bereits. Dort kannst du mögliche Sichtungen melden, die dann von Expertinnen und Experten ausgewertet werden. Der Deutsche Wetterdienst geht jährlich von insgesamt von 40 bis 60 Tornados in Deutschland aus. In Europa kommt es laut der European Severe Weather Database (ESWD) zu rund 300 bis 500 Tornado-Ereignissen pro Jahr. Im Vergleich zu ihren großen amerikanischen Brüdern sind unsere heimischen Tornados zwar ungefährlicher, können aber auch zerstörerische Kräfte entwickeln. Ende Mai etwa hinterließen sie eine Spur der Verwüstung in Paderborn und weiteren nordrhein-westfälischen Orten. Was genau ist ein Tornado und wo liegt der Unterschied zu Wasser- und Windhosen ? Das und mehr erfährst du hier.

Wie entsteht ein Hurrikan einfach erklärt?

Wie entstehen Hurrikans? – Die genaue Kombination der Bedingungen, die für die Entstehung von Hurrikans erforderlich sind, ist noch wenig bekannt. Ein wesentlicher Schlüsselfaktor ist warmes Ozeanwasser. Damit ein Hurrikan entstehen kann, muss die Sonne das Meerwasser auf mindestens 26,5 Grad Celsius erwärmen.

Dadurch verdunstet das Meerwasser und bildet eine Wolke aus warmer und feuchter Luft, die kontinuierlich nach oben steigt. Die bereits aufsteigende Luft zieht mehr Luft von unten an, die sich über dem Meer ebenfalls erwärmt und ebenfalls aufsteigt. So bildet sich eine riesige Gewitterwolke über dem Ozean, die durch weiter einströmende warme Luft anwächst.

Schließlich bildet sich ein Tiefdruckgebiet und durch die Erdrotation beginnt sich das Konstrukt aus Wolken zu drehen. Ozeanwinde tragen den Sturm über das Wasser, aus dem er während der Bewegung weiter Energie bezieht. Sobald der Sturm auf kaltes Wasser oder Land trifft, verliert er seine Energiequelle und beginnt sich aufzulösen.

Warum gibt es in den USA so viele Tornados?

Tornado Alley – Warum gibt es Tornados bevorzugt im Mittleren Westen? 19.05.2017 | Dipl.-Met. Christian Herold Am gestrigen Donnerstag hat das National Storm Prediction Center (NSPC) bereits zum 3. Mal in diesem Jahr ein sogenanntes «High Risk» herausgegeben.

Dies ist die höchste Vorwarnstufe für Gewitter in den USA. Betroffen waren Teile des Mittleren Westens, in denen 20 Tornados beobachtet wurden. Immer wieder hört man in den Nachrichten von Tornadoausbrüchen im Mittleren Westen. Nicht selten gehen die größten Ausbrüche mit weit über 100 Tornados einher.

Doch was macht das Gebiet um die Great Plains so prädestiniert für sie? Tornados benötigen für ihre Entstehung Gewitter, bevorzugt die sogenannten Superzellen. Dies sind Gewitter, die für längere Zeit rotieren. Die Bedingungen sind in den Great Plains aus vielerlei Gründen dafür besonders begünstigt: Eine Zutat für schwere Gewitter ist Feuchtigkeit.

Diese wird dort in der Zeit von Anfang April bis Anfang Juni häufig auf der Vorderseite von Tiefdruckgebieten herangeführt. Mit einer südöstlichen Strömung kann dann warme Golfluft in unteren Luftschichten weit nach Norden bis in den Mittleren Westen vordringen. Des Weiteren benötigt man eine starke Temperaturabnahme mit der Höhe, sodass aus hydrostatischen Gründen die leichtere warme Luft in der kälteren Luft aufsteigen kann.

Diese kommt häufiger in der Nähe von Luftmassengrenzen vor. Luftmassengrenzen sind in den USA besonders stark ausgeprägt. Denn in den USA fehlen, anders als in Mitteleuropa, blockierende Gebirge, die die Luft auf Ihrer Nord-Südbewegung aufhalten. Somit kann polare Kaltluft weit nach Süden und auch feuchtwarme Golfluft weit nach Norden vordringen.

Dadurch können sich stärkere Temperaturgegnsätze aufbauen. Eine 3. begünstigende Luftschicht entsteht in den hoch gelegenen Regionen der Rocky Mountains, die als Heizflächen fungieren und eine warme und trockene Luftschicht erzeugen, die nicht selten ostwärts transportiert wird. Die Grenze zu dieser trockenen Luftschicht wird auch als Dry-Line bezeichnet.

Wird nun die kühlere Luftschicht in der Höhe mit einem Westwind in der Nähe von Luftmassengrenzen über die feuchtwarme Golfluft geschoben und schiebt sich dann noch die trockene Luftschicht aus den Rockys dazwischen, ergibt das eine explosive Mischung, in der sich besonders heftige Gewitter bilden.

Eine Eigenschaft von Luftmassengrenzen ist, dass in ihrer Nähe der Wind mit der Höhe zunimmt und seine Richtung ändert. Bei bodennahen Südostwinden, die mit der Höhe immer stärker werden und auf West drehen, kann man sich gut vorstellen, dass die kräftigen Aufwinde der Gewitter in Rotation versetzt werden und sich die oben genannten Superzellen bilden.

Diese sind wiederum Voraussetzung für die meisten Tornados. Das Gebiet der Great Plains, vom nördlichen Texas, Oklahoma, Kansas bis Nebraska, wo diese Bedingungen häufig zusammenkommen, wird auch als Tornado Alley bezeichnet. Copyright (c) Deutscher Wetterdienst