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Woher Kommen Kurden UrsprüNglich?

Woher Kommen Kurden UrsprüNglich
Erklärt: Wer sind die Kurden? Wer Kurdistan nicht auf einer Karte zeigen kann, ist damit nicht allein. Es ist kein souveräner Staat, aber für die Kurden – eine ethnische Gruppe, der schätzungsweise zwischen 30 und 35 Millionen Menschen angehören – ist er mehr als nur ein ferner Traum von Selbstbestimmung.

  • Ihr Siedlungsgebiet, welches sich größtenteils über den Osten der Türkei sowie die Randbereiche des Iran, Irak und Syrien erstreckt, zählt zu den unbeständigsten Regionen der Welt.
  • Die Kurden sind die weltweit größte staatenlose ethnische Gruppierung.
  • Sie stammen aus dem Nahen Osten, aber sowohl Gelehrte als auch die Kurden selbst sind sich uneins über den genauen Ursprung der Ethnie.

Auch ihre Glaubensvorstellungen gehen auseinander: Beim Großteil der Kurden handelt es sich um Sunniten, aber auch andere Religionen werden praktiziert. Klar ist nur, dass es eine gemeinsame kurdische Identität und Sprache gibt. Beides entstand wahrscheinlich im Mittelalter.

  1. Seither haben die Kurden die Geschichte der heutigen Länder Iran, Irak, Syrien und Türkei auf unterschiedliche Weise beeinflusst.
  2. Obwohl die Kurden in der Region erfolgreich waren und Einfluss hatten, verloren sie ihre Gebiete, als das Osmanische Reich im 16.
  3. Jahrhundert einen Großteil der kurdischen Territorien eroberte.

Auch die Niederlage des Reiches im Ersten Weltkrieg erwies sich für sie als Rückschlag. Laut dem Vertrag von Sèvres von 1920 sollte das Osmanische Reich aufgelöst werden und die Alliierten versprachen Kurdistan Autonomie. Was für die wachsende Nationalbewegung der Kurden wie ein Sieg für ihre Sache aussah, kam jedoch nie zustande.

  • Der Vertrag wurde nie ratifiziert.
  • Die Türkei verhandelte erneut mit den Alliierten, und so wurde 1923 der überarbeitete Vertrag von Lausanne auf den Weg gebracht – ohne Pläne für ein autonomes Kurdistan.
  • Seither haben die Kurden mehrfach versucht, ihren eigenen Staat zu gründen, bislang allerdings vergebens.

Interview mit Nadia Murad | Global Positive Forum In der Türkei sind die Kurden die größte ethnische Minderheit, werden aber seit langem von staatlicher Seite unterdrückt. Bis vor wenigen Jahren war dort sogar der Gebrauch der kurdischen Sprache verboten.

  1. Aufgrund der Spannungen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Separatistenbewegung und türkischen Truppen.
  2. Der bewaffnete Kampf der PKK gegen die Türkei, der seit 1984 tobt, hat mittlerweile mehr als 40.000 Opfer gefordert – die Mehrheit davon waren kurdische Zivilisten.
  3. In den frühen Neunzigern floh diese Familie aus ihrer vom Krieg zerrissenen Heimat bei Kirkuk im Irak.

Auf dieser Aufnahme versammelt sie sich um ein Lagerfeuer in Ranjwin an der Grenze zum Iran. Foto von, Der Konflikt hat sich mittlerweile auch auf Syrien ausgeweitet, wo die Kurden ebenfalls die größte ethnische Minderheit sind. Auch dort leiden die Kurden seit langem unter staatlicher Unterdrückung.

Während des Bürgerkriegs haben sie allerdings große Landesteile im Norden Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und arbeiteten im Zuge dessen oft mit den US-Streitkräften zusammen gegen den Islamischen Staat. Anfang Oktober 2019 zogen die USA Truppen von der türkisch-syrischen Grenze ab, als das türkische Militär in die von den Kurden kontrollierten syrischen Gebiete vorstieß.

Auch die Kurden im Irak litten jahrzehntelang unter Konflikten und Blutvergießen. Während des Ersten Golfkriegs in den Achtzigern setzte der Irak chemische Kampfstoffe gegen kurdische Zivilisten ein und schlug eine Rebellion blutig nieder. Zehntausende Kurden starben, hunderttausende flohen.

Wer waren die Vorfahren der Kurden?

Ethnogenese – Kurdisches Siedlungsgebiet (zeigt verschiedene kurdische Dialekte) Zur Frage der Ethnogenese liegen verschiedene Thesen vor, wobei zu beachten ist, dass über diesen langen Zeitraum Völkervermischungen stattgefunden haben. Wie John Limbert betont, muss man zwischen dem Namen des Volkes und der Landschaft unterscheiden.

  1. Die antiken Namen sind von fremden Berichterstattern überliefert, die nicht immer mit den politischen und ethnischen Verhältnissen vertraut, oft auch nicht daran interessiert waren.
  2. Namen für Bevölkerungsgruppen und Landschaften wurden nicht genau unterschieden und oft von einer Gruppe auf eine andere übertragen.

Eine spätere Gruppe kann zudem auf einen älteren Namen zurückgreifen. Oft verwenden antike und mittelalterliche Historiker für neue Gruppen historische Namen, wie etwa im Fall der Skythen oder Perser, In jüngerer Zeit wurde die Abstammung der Kurden von verschiedenen antiken Völkern Kleinasiens erwogen:

  • Theodor Nöldeke identifizierte Strabos Kyrtioi (Κύρτιοι, Geographika 11, 523, 727) und die Cyrtii des Livius (z.B.42, 58, 13) als Vorformen des Namens Kurden. Die Gleichsetzung der Kyrtioi mit den Kurden geht auf F.C. Andreas zurück.
  • Godfrey Rolles Driver hielt die Qarda südlich des Vansees, die seit dem ersten Jahrtausend belegt sind, für mögliche Vorfahren der Kurden.
  • Nach der Fachenzyklopädie Der Kleine Pauly sind die Karduchoi des Xenophon als die Vorfahren der Kurden anzusehen. Diese Ableitung wird von John Limbert aus linguistischen Gründen angezweifelt.
  • Wladimir Fjodorowitsch Minorski hat einerseits die kurdische Sprache von der medischen hergeleitet, verwies zum anderen aber auf die Gefahr, Sprache und biologische Abstammung zu verwechseln.
  • Arshak Safrastian hält die Kurden für die direkten Nachkommen der Gutäer und Kassiten, Auch William G. Elphinston berichtet, ohne Angabe von Quellen, dass die Kurden von „einigen Autoritäten» von den Guti – „Kardaka, Kurtie oder Guti» – am Vansee hergeleitet werden.
  • Ferdinand Hennerbichler postuliert eine ungebrochene Kontinuität der Kurden von den frühneolithischen Ackerbauern im Zāgros-Gebirge und Nordmesopotamien, wofür er ein reichhaltiges genetisches und historisch-ethnographisches Szenario entwirft.

Eine Argumentation über bloße Namensähnlichkeit ist ohne genaue linguistische Kenntnisse nicht stichhaltig. Die ethnische Zusammensetzung der Zagrosländer änderte sich durch die Eingriffe mehrerer Großmächte ständig (vgl. die assyrische Deportationspolitik ).

Was sind Kurden und wo kommen sie her?

Utopie und Unabhängigkeit: Der kurdische Traum Die Kurden waren in ihrer Geschichte Opfer und Täter. Geeint hat sie immer der gemeinsame Feind. Was wäre, wenn es einen eigenen Staat gäbe? Kurden im Irak feiern das persische Neujahrsfest in Kirkuk. Bild: dpa Vielleicht gibt es einen kurdischen Traum.

Und vielleicht findet man ihn am deutlichsten formuliert in den Versen der kurdischen Version von Romeo und Julia, der Liebestragödie „Mem û Zîn», die erstmals im 17. Jahrhundert vom kurdischen Philosophen und Dichter Ahmadi Khani aufgeschrieben wurde. Bis dahin erzählten sich die Kurden das Epos in allen Gebieten, in denen sie lebten, in ihrer jeweiligen Sprachen.

Die Tragödie handelt von Mem und Zîn, die aus zwei kurdischen Clans stammen und nicht zueinanderdürfen. Sie sterben und gelangen selbst im Tod nicht zueinander, denn die Wurzeln der Boshaftigkeit und Zwietracht schlängeln sich zwischen ihren Gräbern. Der Zwist zweier Familien und ihre Sehnsucht nach Frieden liest sich wie eine Analogie zum kurdischen Volk: Wenn es nur Eintracht gäbe unter uns, / wenn wir nur einem zu gehorchen hätten, / er würde zu Vasallen machen / die Türken, Perser und allesamt / Wir würden unsere Religion und unsern Staat vollenden / Und uns in Weisheit und Gelehrsamkeit erziehen.

  1. Den Staat vollenden» – der uralte Traum.
  2. Doch wer ist das Staatsvolk? Die Kurden leben verteilt im heutigen Staatsgebiet der Türkei, im Iran, Irak und in Syrien.
  3. Die Kurden waren einst ein Reitervolk, versorgten sich selbst und unterschieden ihre Herkunft nach Stammesfamilien.
  4. Entweder man gehörte zu einer oder zum Rest.

Sie überfielen und plünderten. So entstanden Feindschaften und Rivalitäten.

Hatten Kurden früher ein Land?

Republik Mahabad – Die Republik Mahabad, auch Republik von Mahabad oder Volksrepublik Mahabad genannt, war der einzige kurdische Nationalstaat. Als alliierte Truppen im September 1941 im Iran landeten, wurde die persische Armee aufgelöst. Söhne kurdischer Anführer ergriffen die Gelegenheit und flohen aus ihrem Exil in Teheran,

Mit Unterstützung der Sowjetunion wurde in der Stadt Mahabad 1946 ein kurdischer Staat von der kurdischen Bewegung Komeley Jiyanewey Kurd unter der Führung von Qazi Mohammed ausgerufen. Da der Kleinstaat nur die vier Städte Mahabad, Bukan, Naqada und Oschnaviyeh an der iranischen Westgrenze um den Urmia-See umfasste, wurde diese Staatsgründung nicht von allen iranischen Kurden getragen.

Es gab sogar Kurden, die bei der Eroberung der Republik Kurdistan der iranischen Armee halfen. Die Republik überdauerte weniger als ein Jahr, da mit Abzug der sowjetischen Kräfte nach Ende des Krieges die Zentralregierung in Teheran die Armee der Republik besiegte und das Gebiet der Republik Kurdistan wieder an den Iran angliederte.

Sind Kurden Germanen?

Das Kurdische gehört zur Familie der indogermanischen Sprachgruppe.

Ist Kurdisch die älteste Sprache der Welt?

Erklärung der KJK zum Tag der Muttersprache Die Gemeinschaft der Frauen Kurdistans (Komalên Jinên Kurdistan, KJK) hat anlässlich des Tages der Muttersprache am 21. Februar eine Erklärung abgegeben. Darin weist sie auf die historische Rolle der Kurd*innen in Mesopotamien, der Wiege der Menschheit, hin und betont die entscheidende, strategische Rolle der Frau bei der Herausbildung menschlicher Gesellschaften.

  • Die KJK betont die Bedeutung der neolithischen Kultur als Quelle der Menschheitsentwicklung und erklärt, die kurdische Kultur und Sprache stamme aus dieser Zeit und sei damit die älteste Kultur und Sprache der Menschheit.
  • Die KJK kritisiert die orientalistische Perspektive der kapitalistischen Moderne auf Mesopotamien, dem Zentrum der Menschheitsgeschichte, und fährt fort: „Ihrer Meinung nach kommt die Zivilisation aus dem Westen.

Durch diese Interpretation der Geschichte versucht die kapitalistische Moderne ihre Hegemonie fortzuführen und zu verstetigen. Wenn wir die Ereignisse genau betrachten, dann sehen wir, dass sich die Kriege im Mittleren Osten vor allem gegen das kurdische Volk, aber auch gegen die Geschichte, die Kultur und die Religion aller Völker der Region richten und ihre Existenz immer wieder durch Genozide bedroht wird.

  1. Die älteste Sprache der Menschheit soll vernichtet werden» Die aktuellen Angriffe, insbesondere die der letzten zwei Jahre auf die kurdische Kultur, Geschichte, Sprache und das Mutterland, sind Angriffe des Patriarchats auf die Frauenkultur und des Herrschaftssystems auf die Völker.
  2. Obwohl die kurdische Sprache die älteste Sprache der Menschheit ist, versuchen das Herrschaftssystem und insbesondere seine Regionalmächte, die Staaten Türkei, Iran, Syrien und Irak, diese durch eine Politik der Spaltung und Vernichtung auszulöschen.

Die kurdische Sprache und auch alle ihre Dialekte sollen aus der Geschichte ausradiert werden. „ Die kurdische Sprache und Kultur blieb durch die PKK am Leben» Mit der Bewusstwerdung und dem Kampf des kurdischen Volkes in allen Teilen Kurdistans konnte die kurdische Sprache am Leben erhalten werden.

  • Der Kampf der PKK unter der Führung von Rêber Apo und der Widerstand der kurdischen Frauenbewegung haben der kurdischen Sprache und Kultur neues Leben eingehaucht.
  • Der Kampf der PKK ist auch eine Geschichte des Kampfes um die kurdische Sprache und ihre Dialekte.» „ Kurdisch muss offizielle Sprache werden» Die Gemeinschaft der Frauen Kurdistans fordert die Anerkennung der kurdischen Sprache als offizielle Sprache in allen Teilen Kurdistan und ruft insbesondere die Frauen dazu auf, den Kampf darum anzuführen: „Kurdisch muss als Lehr- und Bildungssprache in den Schulen genutzt werden.

Überall wo Kurdinnen und Kurden leben, muss Kurdisch im öffentlichen Bereich und insbesondere der Bildung, den Arbeitsplätzen und zu Hause als offizielle Muttersprache akzeptiert und gesprochen werden. „ Wer die Muttersprache verliert, verliert alles» Aus diesem Grund appellieren wir anlässlich des Tags der Muttersprache an alle kurdischen Frauen, für ihre kurdische Sprache einzutreten.

  • Ein Volk, das seine Muttersprache und seine Identität verliert, verliert alles.
  • Die Muttersprache zu sprechen, gibt dem Menschen die Befähigung, Gefühle und Gedanken so vollständig wie möglich wahrhaftig ausdrücken zu können.
  • Daher ist die Verteidigung der kurdischen Sprache und Kultur die Grundlage der Befreiung und Selbstwerdung.

Lasst uns als Frauen für unsere Muttersprache Kurmanci und für das vom Verschwinden bedrohte Zazaki eintreten. Lasst uns überall, insbesondere zu Hause und im Alltagsleben Kurdisch sprechen.» : Erklärung der KJK zum Tag der Muttersprache

Wo lebten die ersten Kurden?

Das kurdische Volk lebte im Osma- nischen Reich zwischen und um die Flüsse Euphrat und Tigris – zur damaligen Zeit mit dem Namen „Kurdistan’. Es war in ständige Auseinandersetzungen verwi- ckelt, unter Anderem mit Arabern, Grie- chen, Mongolen, Persern und Osmanen.

Sind alle Aleviten Kurden?

Aleviten gibt es sowohl unter Türken als auch unter Kurden, hier wiederum sowohl Zaza-, als auch Kurmanci-sprechend. Die Geschichte der Aleviten ist eng mit der Geschichte des Derwischordens der Bektaschi verknüpft.

Welche Religion hatten die Kurden früher?

Was ist eigentlich kurdisch? Zu Fragen des ethnischen Bewusstsein in der kurdischen Diaspora – Rosa-Luxemburg-Stiftung Es redet sich schnell daher, wenn man kaum etwas von den Selbstbildern anderer Völker weiß und sich aufgefordert fühlt, aus politischen oder anderen Gründen dennoch Meinungen zu äußern.

Zur kurdischen Frage haben die Medien jahrelang schlechte Vorarbeit geleistet. Magere Sachkenntnisse werden zusätzlich vereinseitig, Mitleid für Giftgasopfer oder Angst vor PKK-Terror emotionalisiert, Information bleibt aus. Ausgesprochen vielschichtig, kompetent und anregend daher der Vortrag von Birgit Ammann, die ihre Gedanken zu kurdischer Identität zu einer Dissertationsschrift fügte (demnächst gedruckt zu erwerben.) Ihre forschende Neugier, das Erlernen der kurdischen Sprachen und Lebensweisen sowie ausgedehnte Reisen in kurdische Siedlungsgebiete waren dabei von unermesslichem Wert.

In Deutschland leben heute, so Amman, weit mehr als eine halbe Million Kurden, rund die Hälfte aller im Verlauf der Jahrzehnte nach Westeuropa geflüchteten oder als Arbeitsmigranten eingewanderten. Laut Auskunft des zuständigen Bundesamtes wäre in Deutschland nahezu jeder dritte der kürzlich registrierten Flüchtling kurdischer Herkunft, allein 50-70 000 irakische Kurden kamen von 1994 und 1996.

Heute identifizierten sich auch türkische Kurden zunehmend ethnisch, ein Vorgang, der früher wegen der drohenden Verfolgung unvorstellbar war. Die kurdische Diaspora, so Amman, sei aber trotz ihrer Brisanz bis heute wissenschaftlich kaum erforscht. Das europäische, auch das deutsche Kurdenbild werde stattdessen durch allianzpolitische Loyalitäten und die Medien vereinseitigt, die staatenübergreifende Zusammengehörigkeit trotz unterschiedlicher Herkunftsländer (Türkei, Syrien, Iran und Irak) kaum oder nur negativ wahrgenommen.

Amman sprach von der Besonderheit kurdischer Ethnizität trotz des fehlenden Nationalstaats, von Kultur, Sprachen, Fahnen, Geschichte, Abstammung, Mythen und Herkunftslegenden. Begriffe hoher Symbolkraft schaffen auch hier Zusammengehörigkeit, so der Traum einer «Heimatregion» Kurdistan, die sich real über vier Staaten erstreckt und seit dem elften Jahrhundert ein Gebiet ohne klare Grenzen ist.

  1. Auch die Suche nach einem begründenden antiken Kulturvolk verbinde.
  2. In der neueren Geschichte werde das gemeinsame Leid der Verfolgung und Unterdrückung in allen Herkunftsländern zur Basis der Tradierung von Ethnizität für nachfolgende Generationen.
  3. Sprache ist stets Identitätskriterium, und so suchten türkische, arabische und persische Wissenschaftler den Nachweis, dass kurdisch Dialekt oder Pidgin ihrer Sprachen sei.
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Identitätsbindende Funktion haben auch der Nationalfeiertag Newroz und die Märtyrer, die heimlichen Hauptstädte Diyarbakir, Sulaymania, Mahabad. Amman sprach ausführlich über das Fehlen einer gemeinsamen Religion. Kurden sind meist sunnitische Muslime, linken Kurden in der Diaspora gilt der Islam als reaktionär und dem Kurdentum widersprechend, doch Islamisierungstendenzen machen sich auch hier bemerkbar.

  • Zunehmend werde nun die yezidische Religion als ursprüngliche Religion aller Kurden betrachtet.
  • Die Yeziden wurden von Muslimen Jahrhunderte lang schwer verfolgt, teilweise ähnlich erging es den Aleviten in der Türkei.
  • Die kurdische Diaspora-Gemeinschaft hat sich eine europaweite Struktur geschaffen.
  • Schon vor der Anwerbung türkischer Arbeitskräfte durch westliche Industrieländer organisierten kurdische Studenten aus der Türkei, Syrien, dem Irak und Iran sich auf ethnischer Basis.1956 wurde in Deutschland die KSSE (Kurdish Students Society in Europe) gegründet.

Aufgrund hoher Bildung und eines souveränen ethnischen und politischen Selbstbewusstseins wurde daraus die Keimzelle für weitere Organisationen, auch wenn ethnische Unterschiede damals kaum thematisiert wurden. Migrierende Kurden kamen meist als Türken nach Europa, aus einem Land, in dem ihre Muttersprache verboten und ihr Selbstbewusstsein weitgehend zerstört war, um die Lebensbedingungen zu verbessern.

Als am Beginn der 70er Jahre die Anwerbung von ausländischen Arbeitnehmern europaweit eingestellt wurde, war auch für Kurden legal nur noch der Weg über Familienzusammenführung offen – oder das Asylverfahren. Birgit Ammann sprach auch von der Vernetzung parteipolitisch gebundener Organisationen, von Kulturzentren, Frauengruppen, Kindertagesstätten, Jugendfreizeitstätten, akademischen Zirkeln, Künstlervereinigungen, Verlagen, Medienbetrieben, die kurdische Interessen wahrnehmen und als politische Artikulatoren in Europa fungieren.

Lehre, Forschung, Sprachkurse, Museums- und Ausstellungsarbeit, Filme, Lesungen und Konferenzen sind dabei Mittel zur Artikulation. (Parteigebundene) Fernsehsender, Rundfunkprogramme und das Internet kommen dazu. Diese Öffentlichkeits-, Informations- und Bildungsarbeit verbindet sich teilweise mit der Forderung nach Anerkennung als eigenständige Volksgruppe mit entsprechenden Rechten in den Aufnahmeländern sowie mit der Mobilisierung unpolitischer beziehungsweise assimilierter Kurden.

  1. Zu Konflikten in und mit den europäischen Staaten führt die aktive Unterstützung des politischen Kampfes in den Herkunftsregionen.
  2. In den meisten großen Städten der alten Bundesrepublik und in Berlin gibt es heute eine breite kurdische Infrastruktur, zu der soziale Beratung, Selbsthilfeorganisationen, Männercafés mit Kartenspiel, Geschäfte, Ärzte, Lokale gehören.

Kurdische Konzerte, Feste und Konferenzen sind informell und erfolgreich, die erweiterte Familie hat nach wie vor einen hohen Wert. Die Antwort auf «Was ist kurdisch?» ist demnach vielschichtig und verändert sich. Überlappungen sind die Regel. Kurden können sich zugleich als Muslime, Yezide oder Atheisten, als Deutsche oder Syrer beschreiben, sie müssen nicht in kurdischem Gebiet von kurdischen Eltern stammen und kurdisch als Muttersprache sprechen oder kurdische Politikansätze verfolgen.

Auch ihre Ethnizität wird je nach Umgebung und Situation mobilisiert oder verleugnet, immer wieder entstehen Konkurrenzen der einzelnen Identitätskriterien und Loyalitäten untereinander. In der Diskussion wurden zahlreiche kurdische Selbstverständlichkeiten nachgefragt, spielte u.a. der Vergleich von kurdischer und jüdischer Identität eine Rolle, nicht nur wegen des Diaspora-Begriffs, sondern auch, weil heute in Israel etwa 150 000 bis 200 000 Nachfahren von Kurden aus verschiedenen Herkunftsregionen auch als Juden und Israelis leben.

Das Thema jüdische Identität wird Gegenstand einer Debatte im September sein. : Was ist eigentlich kurdisch? Zu Fragen des ethnischen Bewusstsein in der kurdischen Diaspora – Rosa-Luxemburg-Stiftung

Ist Kurdisch eine Nationalität?

Zwischen 600.000 und 1,2 Millionen Kurden leben Schätzungen zufolge in Deutschland, zuverlässige Statistiken gibt es keine. Denn die ethnische Zugehörigkeit wird in Deutschland nicht erfasst, nur die Nationalität – und eine eigene Nation haben die Kurden nicht.

Waren alle Kurden Yeziden?

Jesiden ( Anhören ? / i ) oder Eziden ( kurmandschi ئێزیدی Êzîdî ), auch Yeziden, Jeziden, sind eine zumeist Kurmandschi sprechende ethnisch-religiöse Gruppe mit etwa einer Million Angehörigen, deren ursprüngliche Hauptsiedlungsgebiete im nördlichen Irak, in Nord syrien und in der südöstlichen Türkei liegen.

Die Jesiden betrachten sich teilweise als ethnische Kurden, teilweise als eigenständige Ethnie, Letzteres gilt insbesondere für die Jesiden in Armenien und in der nordirakischen Sindschar -Region, sowie für die Jesiden in der europäischen Diaspora. Derzeit sind Jesiden in Armenien als eigenständige Ethnie anerkannt.

Auch die Vereinten Nationen erkennen die Jesiden als eine eigenständige Ethnie an. Heute sind Jesiden durch Auswanderung und Flucht auch in anderen Ländern verbreitet. Aufgrund von Verfolgungen sind viele Jesiden im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Armenien und Georgien geflohen.

Die Jesiden in Deutschland bilden mit geschätzt 200.000 Mitgliedern (2017) die mit Abstand größte Diaspora der Jesiden. Jesiden praktizieren Endogamie, Das Jesidentum ist eine monotheistische, nicht auf einer heiligen Schrift beruhende, synkretistische Religion. Die Mitgliedschaft ergibt sich ausschließlich durch Geburt, wenn beide Elternteile jesidischer Abstammung sind.

Eine Heirat von Jesiden (beiderlei Geschlechts) mit Nicht-Jesiden hat angesichts jesidischer Heiratsregeln den Ausschluss aus der Gemeinschaft zur Folge. Im Zentrum des jesidischen Glaubens stehen Melek Taus („Engel Pfau»), der Scheich ʿAdī ibn Musāfir (um 1073–1163) sowie die sieben Mysterien, Jesiden tragen traditionelle Kleidung während des Festivals in Tel Keppe, 2021 Jesidische Männer, traditionell mit Schnurrbart Eine Gruppe von Jesiden auf dem Sindschar-Höhenzug im syrisch-irakischen Grenzgebiet (um 1920)

Was ist typisch für Kurden?

Fleisch und Fisch – Lammfleisch, Rindfleisch und Geflügel sind die wichtigsten in Kurdistan verzehrten Fleischarten. Unter Letzterem ist Huhn am meisten verbreitet, Gans, Rebhuhn und Pute sowie Ente werden ebenfalls häufig verzehrt. Kaninchen, Reh sowie Ziegenfleisch gehören ebenfalls zu den beliebten Fleischsorten der kurdischen Küche.

In welchem Alter heiraten Kurden?

Traditionelle Hochzeitsbräuche – Die traditionellen Hochzeitsbräuche entstanden vor der Ausbreitung des Islam, weshalb die kurdisch-muslimischen Bräuche sich kaum von ihnen unterscheiden. Trotz Gemeinsamkeiten variieren innerhalb des Jesidentums die Hochzeitstraditionen regional.

Sind Zazas Kurden?

Selbst- und Fremdbezeichnungen der Zaza – Von den Türken wurden die Zaza auf Grund der offiziellen Assimilationspolitik lange Zeit als Türken bezeichnet. Heute werden sie seitens des türkischen Staates zu den Kurden gerechnet. Auch von Kurden werden die Zaza ethnisch, kulturell und linguistisch als Kurden betrachtet.

Die folgende – sicherlich nicht vollständige – Liste gibt einen Überblick über die komplizierte Situation der Selbst- und Fremdbezeichnungen der Zaza und ihrer Sprache. Die Darstellung folgt J. Blau, Gurani und Zaza, im Compendium Linguarum Iranicarum (1989) und Z. Selcan, Grammatik der Zaza-Sprache (1998).

Bei allen unterschiedlichen Bezeichnungen wird das Zaza in der Selbsteinschätzung seiner Sprecher meist klar vom Kurdischen getrennt. Bei den Aleviten spielt die Religionszugehörigkeit eine größere Rolle als die sprachliche Zuordnung, sie fühlen sich also kurdischen, türkischen oder arabischen Aleviten näher als nicht-alevitischen Zaza.

  • Zaza ist die Selbstbezeichnung der Zaza in Bingöl, Dara Henı, Piran, Elazığ und Sarız und in den großen türkischen Städten (Istanbul, Ankara, Izmir, Mersin). Ihre Sprache nennen sie Zazaki, Die Bezeichnung geht auf einen alten Stammesnamen zurück, der bereits um 1330 in der „Ahnentafel des Kures» dokumentiert ist.1650 verwendete auch der türkische Reisende Evliya Çelebi diese Bezeichnung für die Zaza-Stämme, die er in dieser Region Anatoliens vorfand.
  • Die Zaza der nördlichen Provinzen Dersim und Erzincan benutzen die Selbstbezeichnung Kırmanc (Kırmandj) und nennen ihre Sprache Kirmancki oder Kırmancki, Diese Bezeichnung lehnen dagegen die alevitischen Zaza der Provinzen Varto, Hınıs und Zara ab, weil sich die sunnitischen Kurden dieser Region ebenfalls als Kurmanc oder Kirmanc bezeichnen. Die alevitischen Dimilen bezeichnen die sunnitischen Kurden ihrerseits als Kuŕ oder Kurmanc und die alevitischen Kurden als Kirdas (ihre Sprache als Kirdaski). Die Ähnlichkeit der oft angeführten Selbstbezeichnung der Dersim-Zaza als „Kırmanc» mit der Selbstbezeichnung von Kurdisch-Sprechern (i.e.S.) als Kurmanc ist offenbar nicht das Ergebnis eines gleichen Wortursprungs, sondern einer ähnlichen verlaufenen Wortentwicklung in zwei verwandten Sprachen: Im Kurdischen (i.e.S.) bezeichnet Kurmanc häufig „Bauern» im Gegensatz zu „Nomaden», die dann als „Kurd» bezeichnet werden. Diese Bedeutung als „Bauer» ist möglicherweise ursprünglich auch in der verwandten Sprache der Zaza als deren Selbstbezeichnung „Kırmanc» verwendet worden. Schon für das 17. Jahrhundert wurde nachgewiesen, dass die Bezeichnungen „Kurmanc» und „Kurd» austauschbar verwendet wurden, um die Gesamtheit der Kurden anzusprechen. Die Tatsache, dass sich beide Gruppen (Zazasprecher und Kurden i.e.S.) im Türkischen und anderen Fremdsprachen als „Kurd» oder „Kurdish» bezeichnen, unterstützt den nationalistisch kurdischen Standpunkt daher wohl nur scheinbar. Nachdem es ab etwa 1990 zu einer Teilung der Aktivisten gekommen ist, die beanspruchen die Interessen der Zaza zu vertreten, erlangten die Begriffe „Kırmanc»/„Kırmancki» zunehmend politische Bedeutung. Sie werden seitdem von der Fraktion der Aleviten verwendet, die den Namen „Zaza» als Selbstbezeichnung ablehnen und als ein Etikett der Sunniten betrachten. Nach der Phase einer Linksposition zum türkischen Staat stellen sie wieder vorrangig ihre religiöse Identität als Aleviten in den Vordergrund und weisen den Anspruch anderer Zazasprecher zurück, die Sprache als wichtigstes Kriterium der Identität unabhängig von der Konfession als Sunnit oder Alevit zu erachten.
  • Eine gängige Selbstbezeichnung unter sunnitischen und alevitischen Zaza ist Dimili, So etwa in den südlichen Provinzen und Landkreisen Siverek, Çermik und Gerger. Von den Kurden werden sunnitische Zaza entsprechend teilweise auch „Dümbüli», „Dümülü» oder „Dimili» genannt. Nicht gebräuchlich ist diese Selbstbezeichnung jedoch bei den Zaza in den Gebieten Erzincan, Kiğı und Mutki, Der Name „Dimili» könnte auf einen Bezug der Zaza zum Ethnikon Daimeli hinweisen (s.o. unter „Herkunft»).
  • Die alevitischen Zaza bevorzugen (nach Andrews, 1989) als Selbstbezeichnung an erster Stelle Alevî und ziehen im Gegensatz zu den sunnitischen Zaza selbst die Bezeichnung „Dimili» noch „Zaza» vor.
  • In den Provinzen Tunceli, Erzincan und Sivas existiert zudem die Selbstbezeichnung Çarek,
  • In den Provinzen Kayseri, Sivas und Malatya wird die Zaza-Sprache von den Kurden als Gini bezeichnet, was auf einen dort ansässigen Zaza-Stamm zurückgeht.
  • In der Provinz Bingöl nennen sich (nach Blau) einige wenige Stämme der Zaza auch Kird oder Kırd und sprechen Kırtki, während sie die Kurden als „Kurmanc» bezeichnen.
  • Innerhalb Anatoliens benutzen Sunniten – auch sunnitische Zaza – für alevitische Stämme auch den von einer religiösen Sekte abgeleiteten Nicknamen Kızılbaş („Rotköpfe»). Bei den so pejorativ Bezeichneten kann es sich sowohl um alevitische Zaza wie auch um Kurden, Türken oder Araber handeln.
  • In der Provinz Dersim tragen die Zaza auch den Spitznamen So-Bê „geh – komm». (Auch die Kurmanc tragen in Dersim den Spitznamen Here-were, was auf Kurmanci ebenfalls geh-komm bedeutet. Allerdings gibt es auch die Formen „Biçe-Bê» im Kurmanci)

Sind Kurden Perser?

Zu den bezeichneten ethnischen Gruppen – Gewänder alter persischer Adliger und Soldaten Ein Perser (links) und ein Meder (rechts). Der Apadana in Persepolis Die Perser waren ursprünglich ein westiranisches Volk in der Region nördlich des Persischen Golfs, im Gebiet der Persis (die heutige iranische Provinz Fars ). In der akademischen Literatur zu Zentralasien nennt man sie Tadschiken („Perser Zentralasiens»), im Kaukasus nennt man sie Tāt oder Taten („Perser des Kaukasus»).

  • Iraner = Staatsbürger der Islamischen Republik Iran
  • Iraner bzw. Iranier = iranischsprachige Menschen einschließlich Menschen, die sich als Nachkommen der einstigen iranischen Baktrier, Perser, Meder, Sogdier, Parther etc. sehen.

Im engeren Sinn handelt es sich dabei hauptsächlich um die heutigen Perser (Tadschiken), Kurden, Zazas, Paschtunen und Belutschen, In der persischen Mythologie bezieht sich das Wort nur auf die Perser.

  • Perser = persischsprachige Menschen – Kurden und Paschtunen sind nach ihrem Selbstverständnis keine Perser,
  • Nach moderner, allerdings unzureichender Definition werden die Angehörigen des Volkes der „Perser» in folgende persischsprachige Gruppen eingeteilt:
    • Fārsī (im Westen)
    • Tādschīk („Perser Zentralasiens», im Osten)
    • Tāt ( Tat oder Taten, „Perser des Kaukasus «)
    • Hazāra (in Zentralafghanistan )
    • Aimāq (an der iranisch-afghanischen Grenze)

Hier entspricht der Begriff der oben genannten, im Abendland erfolgten sprachlichen Verallgemeinerung, welche zur Gleichsetzung aller iranischen Stämme mit dem Stamm der Perser führte.

  • Tadschiken = heute bezieht sich das Wort fast ausschließlich auf die persischsprachige Bevölkerung in Tadschikistan, Usbekistan und Afghanistan, Im Gegensatz zum Wort Perser hat sich das Wort Tadschik bis heute als Selbstbezeichnung jener Bevölkerung erhalten. Ein weiterer möglicher Ursprung des Wortes ist der alt- chinesische Begriff Ta-Hia ( Baktrien ).
  • ‘Adscham = arabischer Name für das Volk der Perser bzw. alle Nichtaraber ; Selbstbezeichnung der persischstämmigen Bevölkerung in Bahrain, Kuwait, UAE und im restlichen arabischen Sprach- und Kulturkreis.
  • Parsen = Anhänger des Zarathustra in Indien (siehe auch Parsismus und Zoroastrismus ).

In historischem Kontext findet sich Perser dann natürlich auch unspezifisch auf die jeweiligen Staatsvölker der als Perserreich oder Persien bzw. Iran bezeichneten Territorien bezogen.

Ist Arabisch und Kurdisch das gleiche?

Kurdisch ist neben Arabisch offizielle Amtssprache in Irak und wird in der Autonomen Region Kurdistan sowohl im Alltag als auch von den Behörden und im Bildungswesen verwendet. Dabei werden allerdings vier unterschiedliche Dialekte gesprochen.

Welche Sprache ist ähnlich wie Kurdisch?

Kurdistan-Teilung – Die Tempelanlage von Xerabresk (Göbekli Tepe) in Kurdistan. (Quelle: ) Im Jahr 1639 wurde Kurdistan zwischen dem Osmanischen und Persischen Reich geteilt und im Jahr und 1923 in 4 Teile zwischen die Türkei, den Iran, den Irak und Syrien aufgeteilt. Die kurdische Bevölkerung ist zerstreut.

Die kurdische Sprache gehört zur indo-europäischen Sprachfamilie, und zwar zur nordwestlichen Gruppe des iranischen Zweigs.Sowohl der Wortschatz als auch die Grammatik haben Ähnlichkeit mit den alten Sprachen wie Avesta und Sanskrit, als auch mit den modernen Sprachen wie Französisch, Englisch und Deutsch.Die Sprachen, die dem Kurdischen am nächsten sind, sind darî und persisch, da beide Sprachen der iranischen Sprachfamilie angehören.Kurdisch ist eine deklinierbare, ergative und musikalische Sprache.

Die kurdische Sprache wurde in großen Teilen mündlich überliefert. Sie wurde vor allem durch Minnesänger (Dengbêj) weitergetragen. Neben dieser mündlichen Tradition gab es auch Medresen (islamische Schulen für die kurdische Kultur und Sprache) in Kurdistan.

Was reden Kurden?

Wo Kurdisch gesprochen wird Sowohl Arabisch als auch Kurdisch sind Amtssprachen im Irak. In der autonomen Region Kurdistan (Irak) ist Kurdisch sowohl die Umgangssprache als auch die offizielle Sprache von Behörden und Bildungsinstitutionen. Der Irak ist das einzige Land, in dem Kurdisch eine Amtssprache ist.

In welchem Land leben die meisten Kurden?

Kurdische Einwohner (Schätzung 2017): Türkei : 12-15 Mio. Iran: 6-9,2 Mio. Irak: 5-7 Mio. Syrien: 2,8 Mio.

Was bedeutet das Wort Kurde?

Kurde o, Scheiße

Was ist der Unterschied zwischen kurdisch und türkisch?

Kurden und Türken: Der kleine Unterschied Seit die Türkei mit dem Einmarsch in den kurdischen Nordirak droht, gehen Türken und Kurden auch hierzulande auf die Straße. Wie erkennt man, wer wer ist? Klare Ansage: Bei diesem Mann gibt es kein Rätselraten über die ethnische Zugehörigkeit.

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Neben den kulturellen sind es vor allem die sprachlichen Merkmale, mit denen sich Türken und Kurden deutlich voneinander unterscheiden lassen.Eine kurze Handreichung: Deutsch, Türkisch, Kurdisch Guten Tag, Merhaba, Rojbaz Chef, Patron, Serkar (oder Mu) Radio, Radyo, Radyo Christ, Hýristiyan, file Tag, Gün, roj (oder ro) Ja, Evet, belê Nein, Hayir, na Vater, Baba, bav Mutter, anne, ane Karotte, havuç, gizer Wurm, kurt, kurmik

Wer damit gemeint ist, wird im folgenden Video schnell klar. Sehen kann es jeder, der auf der Internet-Videoplattform als Suchwort «Kurden» eingibt. Das Suchergebnis liefert Clips mit äußerst fragwürdigen Inhalten. Wie jenes, in dem kurdische mit türkischen Popstars verglichen werden.

  1. Wir fangen an mit den türkischen Popstars»: Was nun folgt, erinnert an die Rassenkunde die man aus Schulbüchern der Nazizeit kennt: Türkische Stars werden gezeigt, strahlend und schön.
  2. Sooo!!! Jetzt kommen wir zu kurdischen Popstars»: Es werden übermäßig stark beharrte Personen gezeigt, Männer mit dicken Schnurrbärten, die schielend dreinblicken und im Vergleich mit den türkischen Kollegen wie minderbemittelte Dorftrottel wirken.

Auch die Politik wird nicht ausgelassen: Der ehemalige PKK-Chef Abdullah Öcalan wird als Bauchtänzerin gezeigt, Kurdistan als «Bokistan» bezeichnet – «Bok» ist das türkische Wort für «Scheiße». Es folgen weitere Minuten voll mit rassistischen Bemerkungen, dumm und einfach nur unglaublich.

Seit Jahrzehnten gibt es den Konflikt zwischen Türken und Kurden, im Internet wird er schon lange mit Fotos, Videos und Texten auch auf Deutsch ausgetragen. Seit vergangenem Sonntag scheint er aber auch auf Deutschlands Straßen angekommen zu sein. Bei schweren Krawallen zwischen Türken und Kurden in Berlin wurden am Sonntagabend zahlreiche Polizisten verletzt und etliche Demonstranten festgenommen.

Die Polizeigewerkschaft forderte eine «knallharte rechtsstaatliche Antwort» auf diese Gewaltausbrüche. Türken hätten dabei Jagd auf Kurden gemacht. Nur ein massiver Polizeieinsatz habe «unkontrollierte Ausbrüche an Gewalt unter Einsatz von Waffen» weitgehend verhindern können.

Für die meisten Deutschen dürfte der Unterschied zwischen Türken und Kurden so irrelevant sein wie es der Unterschied zwischen Altbayern und Oberfranken für Türken und Kurden. Wenn aber Polizisten zwischen zwei ethnische Konfliktgruppen einschreiten müssen, wird dieser Unterschied plötzlich sehr wichtig.

Aber woran erkennt man, wer türkischer und wer kurdischer Abstammung ist? Äußerlich unterscheiden sie sich kaum. Alle kulturellen, religiösen und auch ethnischen Unterschiede zu nennen, würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Es gibt aber einige Unterschiede, die auch das ethnologisch nicht geschulte Auge erkennen kann.

  • Wer sich ein klein wenig mit der Region auskennt, kann die Hintergründe manchmal durchaus feststellen.
  • Viele Kurden haben einen dunkleren Teint als Menschen türkischer Herkunft.
  • Dies kann sich aber auch durch den Gang ins Sonnenstudio imitieren lassen und lässt sich deswegen auch nicht so pauschal dahersagen.

Wie gesagt, es ist schwierig und ein vermintes Feld, Menschen nach dem Aussehen zu beurteilen. Ein verlässlicheres Kriterium ist daher die Sprache. Denn das Kurdische ist eine eigenständige indoeuropäische Sprache, und hat mit dem Türkischen wenig gemeinsam.

Es ist eine Sprache, die sich rau und kehlig anhört ohne die zahlreichen Umlaute des Türkischen. Erst 2002 wurde Kurdisch in der Türkei im öffentlichen Leben wieder zugelassen, aber noch immer hört man kaum Kurdisch auf türkischen Straßen. Ist man mit wenig Sprachtalent gesegnet, so kann man sich an die Differenzen in kulturellen Bräuchen halten, die den Unterschied erkennen lassen.

Jedes Jahr am 21. März feiern die Kurden das Neujahrsfest «Newroz». Es ist das Fest des Frühlings, des Neubeginns und des neuen Jahres. Zugleich aber auch Ausdruck des Widerstands gegen Unterdrückung und Verfolgung. Es sind weltweit dieselben Bilder. Tanzende Menschen, mit der kurdischen Flagge winkend.

Wer sind die Kurden?

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Kurden ( kurdisch Kurd کورد ) sind ein Volk im Nahen Osten, deren Hauptsiedlungsgebiet als „ Kurdistan » bezeichnet wird. Ihre Sprache gehört zu den Indogermanischen Sprachen und zwar zum nordöstlichen Zweig der Iranischen Sprachen (gelegentlich auch als iranoarische Sprachen bezeichnet).

Waren früher alle Kurden Yeziden?

Jesiden ( Anhören ? / i ) oder Eziden ( kurmandschi ئێزیدی Êzîdî ), auch Yeziden, Jeziden, sind eine zumeist Kurmandschi sprechende ethnisch-religiöse Gruppe mit etwa einer Million Angehörigen, deren ursprüngliche Hauptsiedlungsgebiete im nördlichen Irak, in Nord syrien und in der südöstlichen Türkei liegen.

Die Jesiden betrachten sich teilweise als ethnische Kurden, teilweise als eigenständige Ethnie, Letzteres gilt insbesondere für die Jesiden in Armenien und in der nordirakischen Sindschar -Region, sowie für die Jesiden in der europäischen Diaspora. Derzeit sind Jesiden in Armenien als eigenständige Ethnie anerkannt.

Auch die Vereinten Nationen erkennen die Jesiden als eine eigenständige Ethnie an. Heute sind Jesiden durch Auswanderung und Flucht auch in anderen Ländern verbreitet. Aufgrund von Verfolgungen sind viele Jesiden im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Armenien und Georgien geflohen.

Die Jesiden in Deutschland bilden mit geschätzt 200.000 Mitgliedern (2017) die mit Abstand größte Diaspora der Jesiden. Jesiden praktizieren Endogamie, Das Jesidentum ist eine monotheistische, nicht auf einer heiligen Schrift beruhende, synkretistische Religion. Die Mitgliedschaft ergibt sich ausschließlich durch Geburt, wenn beide Elternteile jesidischer Abstammung sind.

Eine Heirat von Jesiden (beiderlei Geschlechts) mit Nicht-Jesiden hat angesichts jesidischer Heiratsregeln den Ausschluss aus der Gemeinschaft zur Folge. Im Zentrum des jesidischen Glaubens stehen Melek Taus („Engel Pfau»), der Scheich ʿAdī ibn Musāfir (um 1073–1163) sowie die sieben Mysterien, Jesiden tragen traditionelle Kleidung während des Festivals in Tel Keppe, 2021 Jesidische Männer, traditionell mit Schnurrbart Eine Gruppe von Jesiden auf dem Sindschar-Höhenzug im syrisch-irakischen Grenzgebiet (um 1920)

Waren die Meder Kurden?

Die Kurden sind die direkten Nachfahren der Meder, einem indogermanischen Volk aus der Zeit der Perser heraus. Lesenswerte Geschichte, von heute aus betrachtet.

Wer hat Kurdistan geteilt?

(Redaktion): Kurze Geschichte Kurdistans ab 1920 – Kurdistan ist je nach Definition und Schtzung mit 490.000 bis 530.000 km ungefhr so gro wie Frankreich und umfasst zurzeit Teile der Staaten Trkei, Irak, Iran und Syrien, Es gibt bis heute allerdings keine genaue geographische Definition von Kurdistan.

Dieser kurze Geschichtsabriss behandelt schwerpunktmig jenen Teil Kurdistans, der seit 1923 innerhalb der Grenzen der Trkei liegt. Die erste Teilung Kurdistans zwischen dem Osmanischen Reich und dem Reich der Safawiden ( Persien ) wird 1639 besiegelt. Die damalige Teilung ist auch heute noch an der fast identisch verlaufenden Grenze zwischen der Trkei und dem Iran sichtbar.

Nach der Niederlage und dem Zerfall des Osmanischen Reichs, das im 1. Weltkrieg mit Deutschland und sterreich-Ungarn zu den Kriegsverlierern zhlt, billigt der Vertrag von Svres den Kurd_innen 1920 das Recht auf Selbstbestimmung zu. Die sdwestlichen Gebiete Kurdistans als franzsischer Einflussbereich werden Syrien zugeschlagen.

Grobritannien wird Mandatsmacht im heutigen Irak, der die sdstlichen kurdischen Landesteile erhlt. Zur gleichen Zeit organisiert Mustafa Kemal (Atatrk ) den Widerstand gegen jene europischen Staaten, die Istanbul besetzt halten, und gegen die griechische Armee, die bis nach Anatolien vorgedrungen ist.

Die Kemalisten propagieren eine Regierung beider Vlker (Kurd_innen und Trk_innen) und binden auf diese Weise die kurdischen Stammesfhrer und Scheichs in den Krieg gegen die Besatzungsmchte und Griechenland ein. Die Nationalisten in Ankara lehnen den Vertrag von Svres ab und erklren sich zur rechtmigen Regierung.

  • Dieser Krieg, der je nach Perspektive Befreiungskrieg oder Griechisch-Trkischer Krieg genannt wird, endet mit dem Sieg der trkischen Armee.1923: Der Vertrag von Svres wird im Vertrag von Lausanne zugunsten der Trkei revidiert.
  • Die neuen Machtverhltnisse zwischen der Trkei und den Besatzungsmchten Grobritannien, Frankreich und Italien werden vertraglich festgeschrieben.

Von den Versprechungen des Vertrages von Svres gegenber den Kurd_innen ist keine Rede mehr. Das Siedlungsgebiet der Kurd_innen befindet sich von nun an in vier Staaten: in der Trkei, im Iran, im Irak und in Syrien.28. Oktober 1923: Die Trkische Republik wird ausgerufen.

  • Obwohl es im Lausanner Vertrag anders geregelt ist, gibt es keinen Platz fr andere Vlker in der Trkei.
  • Es beginnt die Politik der Zwangsassimilation.1928: In den kurdischen Gebieten wird die gesamte zivile und militrische Verwaltung unter die Kontrolle eines Generalinspekteurs des Ostens gestellt.
  • Als Antwort darauf brechen in fast allen Regionen Aufstnde aus.1930: Groe Widerstandsbewegung in der Region des Berges Ararat der Ararat Aufstand.

Die politische Forderung lautet: Unabhngigkeit fr die Kurd_innen. Aufgrund einer gemeinsamen Vereinbarung zwischen dem Iran und der Trkei (1932) werden iranische und trkische Truppen gegen den kurdischen Aufstand eingesetzt.1932: Ankara verkndet ein Gesetz zur Deportation und Versprengung der Kurd_innen.

Mehrere 100.000 Kurd_innen werden nach Zentral- oder Westanatolien deportiert.1936-1938: Bewaffneter Widerstand der Kurd_innen von Drsim (trkisch: Tunceli), der brutal niedergeschlagen wird, danach erfolgen erneut Deportationen (Drsim Genozid).1937: Saadabad-Abkommen zwischen der Trkei, dem Irak, dem Iran und Afghanistan, in dem auch ein koordiniertes Vorgehen bei der Bekmpfung der Kurd_innen vereinbart wird.1945 wird die kurdische Nationalkleidung, der Sal Sapik, verboten, ebenso der Gebrauch der Sprache in der ffentlichkeit.1946: Aufhebung des Kriegszustandes in den kurdischen Provinzen.

April 1946: Grndung der KDP Irak (Partya Demokrata Kurdistan – PDK ) durch Mustafa Barzani. Die Grndung erfolgt im iranischen Teil Kurdistan s in Zusammenhang mit der Entstehung einer kurdischen Republik in Mahabad, die weniger als ein Jahr existiert.

  • Nach dem Tod Mustafa Barzanis bernimmt 1979 Masud Barzani die Fhrung.
  • Die KDP gilt als konservative Partei, die im Wesentlichen die Interessen der Stammes- und Clangesellschaft vertritt.
  • Sie ist die zweite groe Kurdenfraktion im Nord irak neben der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), die 1975 aus einer Abspaltung der KDP unter Fhrung von Dschalal Talabani entsteht.

Mit Untersttzung von Saddam Hussein kmpft die KDP in einem Brgerkrieg gegen die PUK, die vom Iran untersttzt wird. In den Auseinandersetzungen zwischen den Konfliktparteien PUK und KDP im Irak kommen etwa 3000 Menschen ums Leben. Beide gemeinsam kmpfen an der Seite der Trkei im Sdkrieg zu Beginn der 1990er Jahre gegen die PKK.

  • Zur Wahl eines bergangsparlaments nach dem Irak-Krieg schliet sich die KDP mit der PUK, sowie weiteren kleineren Parteien, zur Demokratischen Patriotischen Allianz Kurdistans (auch Kurdische Allianz genannt) zusammen.
  • Das Wahlbndnis gewinnt bei der Wahl am 30.
  • Januar 2005 25,7 % und somit 71 von insgesamt 275 Sitzen in der irakischen Nationalversammlung.1950/51: Kurdische Familien aus Drfern in der Region Wan werden zwangsdeportiert.

In ihren Husern werden trkische Familien aus Bulgarien und Jugoslawien angesiedelt.1960: Am 27. Mai putscht das Militr unter Fhrung von General C. Grsel gegen die Regierung von Menderes, der hingerichtet wird. Eine verfassungsgebende Versammlung wird einberufen, die eine neue trkische Verfassung ausarbeitet.

Diese ist bedeutend liberaler als die vorhergehende, garantiert aber keine erweiterten Rechte fr die Kurd_innen. Der so genannte kurdische Separatismus wird in der neuen Verfassung zum Staatsverbrechen erklrt. Anfang November wird in der trkischen Zeitung Yeni Istanbul berichtet, dass es erneut zu neuen Massendeportationen kurdischer Familien gekommen sei.1965: Grndung der Kurdischen Demokratischen Partei der Trkei, KDP-Trkei.

Sie ist als erklrt kurdische Partei in der Trkei automatisch illegal und bettigt sich ausschlielich konspirativ, Sie unterhlt enge Beziehungen zur KDP im Irak unter Fhrung Mustafa Barzanis, Zum ersten Mal drfen auslndische Besucher_innen nach Nordkurdistan (Trkei) einreisen.

  1. Die Region war seit 1925 fr Auslnder verbotenes Militrgebiet.
  2. In dieser Zeit beginnen auch groe Demonstrationen gegen Hunger, Armut und ethnische Diskriminierung.1967: Das Gesetz zur Kulturpflege» bestimmt ein Verbot kurdischer Literatur, Zeitungen und Musik.1969: Von der KDP-Trkei spaltet sich ein Flgel ab, der sich weiter links orientiert und die vllige Unabhngigkeit Kurdistans anstrebt.

Aus diesem Flgel gehen die Revolutionren Kulturvereinigungen des Ostens (trkisch: Doğu Devrimci Kltr Derneği) hervor, die als reine Kulturvereinigung legal sind. Ihr Ziel ist, die trkische und Weltffentlichkeit ber das kurdische Problem und ber die Repressionen in den kurdischen Regionen zu informieren.

  • In den folgenden Jahren geht die trkische Armee gegen diese Kulturvereinigungen massiv vor.
  • In der Regierung wird darber diskutiert, einen trkischen Grtel entlang der Grenzen zum Irak und Syrien einzurichten, analog zum arabischen Grtel, mit dem Syrien zehntausende kurdische Buer_innen aus den grenznahen Drfern umzusiedeln gedachte.1971: Am 12.

Mrz putscht das Militr erneut. Linke Parteien und Organisationen werden verboten. Eine starke Regierung wird eingesetzt. Mehrere tausend kurdische Separatist_innen werden verhaftet und eingesperrt. Sie werden vor Ausnahmezustandsgerichten abgeurteilt. Damit soll auch der von dem erfolgreichen kurdischen Kampf im Sden (Nordirak) berspringende Funken rechtzeitig ausgetreten werden.1972: Deportation von mehr als 3000 Buer_innen aus der Provinz Hakkari (Culmerge).1973: Im Oktober wird wieder eine parlamentarische Regierung eingesetzt.

Blent Ecevit, Vorsitzender der Republikanischen Volkspartei CHP, wird Prsident.1976: Im November kommen bei einem schweren Erdbeben in der Region Wan mehrere tausend Menschen ums Leben. Viele sterben an den Folgen ihrer Verletzungen und werden Opfer der Winterklte. Mehr als 100.000 kurdische Buer_innen und ihre Familien werden obdachlos.

Der rtliche (trkische) Militrkommandant wird in einer Zeitung zitiert mit dem Satz: Lasst die Leute doch sterben, es sind ja nur Kurden.1976 und die folgenden Jahre: Europische Journalist_innen und in den kurdischen Grenzgebieten arbeitende auslndische Arbeiter_innen berichten von stndiger Bedrohung, Verfolgung, Erniedrigung der kurdischen Bevlkerung, insbesondere der Frauen in den Gebieten des Ausnahmezustands in Nordkurdistan.

Tausende kurdische Familien werden aus ihren Drfern deportiert.1978: Es kommt zu groen Streiks gegen die zunehmende Wirtschaftskrise. Rechtsextreme Todesschwadronen der Grauen Wlfe greifen aktiv fhrende Streikende an.27. November 1978: Die Arbeiterpartei Kurdistans, PKK, wird gegrndet.23. Dezember 1978: 31 kurdische Einwohner_innen von Meresh (Kahramanmaraş) werden von Rechtsextremen ermordet und 150 weitere verletzt, die meisten von ihnen Alevit_innen.

Die Mrder werden dabei vom Geheimdienst untersttzt. Wenige Tage spter verhngt Ecevit den Ausnahmezustand ber acht kurdische Provinzen, ebenso wie ber die Zentren der Streikbewegung: Meresh, Sivas, Istanbul, Ankara und Adana.1979: Im April wird der Ausnahmezustand auf sechs weitere kurdische Provinzen erweitert.12.

  • September 1980: General Evren putscht mit Untersttzung der NATO.
  • Stationierung der schnellen Eingreiftruppen der NATO im Herzen Kurdistans, in Wan und Batman.
  • Evren begrndet den Putsch auch damit, zu den Quellen des Kemalismus zurckkehren zu wollen und die separatistischen Umtriebe zu bekmpfen.
  • Der Putsch richtet sich eindeutig gegen die starken linken und kommunistischen Krfte in der Trkei.

Tausende von politischen Gefangenen werden gefoltert und zum Tode verurteilt. Die PKK zieht sich in den Libanon zurck. Trkische und kurdische oppositionelle Gruppen gehen ins Exil, die meisten nach Europa.1982: Groer Hungerstreik in den Gefngnissen.10.

  • August 1982: Durch ein Referendum wird eine neue Verfassung angenommen.
  • Gegenber den Kurd_innen enthlt sie die restriktivsten Gesetze seit Grndung der Trkischen Republik.
  • Fortgesetzte Bombardierungen und Razzien in kurdischen Drfern.15.
  • August 1984: Die Arbeiterpartei Kurdistans, PKK, nimmt den bewaffneten Kampf gegen das trkische Regime auf.
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Die Hoffnung der Militrs, die Banditen in krzester Zeit zu besiegen, wird nicht erfllt. In den folgenden Jahren wchst die PKK zu einer Massenbewegung mit zeitweilig 30.000 Kmpfer_innen an. Die trkische Armee antwortet mit einem Krieg, in dem bis heute 35.000 Menschen starben und 4000 Drfer zerstrt wurden.16.

Mrz 1988: Flugzeuge des irakischen Militrs greifen die kurdische Stadt Halabja im Irak mit Giftgas an. ber 5000 Menschen fallen diesem Angriff zum Opfer. Aufgrund der groen Flchtlingswelle von Kurd_innen aus dem Sden werden in den kurdischen Gebieten der Trkei mit internationaler Untersttzung Flchtlingslager eingerichtet.1990: Zu Newroz, dem kurdischen Neujahrsfest, beginnen sich Serhildan (Volksaufstnde) zu entwickeln.

Es kommt zu einer Massenbewegung, die der palstinensischen Intifada vergleichbar ist. Juni 1990: Die HEP, die Partei der Arbeit des Volkes (Halk Emek Partisi zunchst legale kurdische Partei), wird gegrndet. Die Grndungsmitglieder sind ehemalige kurdische Abgeordnete der Sozialdemokratischen Partei der Trkei, die die SHP aus Protest verlassen hatten.

Die SHP hatte den Parteiausschluss der Abgeordneten angedroht, nachdem diese in Paris an einer Konferenz ber Kurdistan teilgenommen hatten. Ministerprsident zal spricht im Juli 1990 zum ersten Mal von seinen kurdischen Mitbrgern.10. August 1990: Beim Europarat in Straburg geht eine offizielle Note der trkischen Regierung ein, dass in den kurdischen Gebieten der Trkei fortan die Menschenrechte auer Kraft gesetzt sind.

April 1991: Vor dem Ansturm irakischer Truppen fliehen Hunderttausende von Kurd_innen in die Trkei und den Iran. Die Trkei berichtet von 250.000 sdkurdischen Flchtlingen auf ihrem Boden. Allerdings hlt sie die Flchtlinge in den Bergen fest. Die Zahl steigt stndig.

Tglich sterben in den provisorischen Lagern bis zu 1000 Menschen. Durch Einrichtung der Alliierten Schutzzone (UN-Resolution Nr.688) werden die Flchtlinge aus der Trkei in den Sden (Nordirak) zurckgefhrt. Juli 1991: Der HEP-Politiker Vedat Aydin wird ermordet. Die HEP ist seit 1991 als erste kurdische Partei im Parlament vertreten, sie erringt durch ein Wahlbndnis mit der SHP 19 Sitze im Parlament.

Leyla Zana legt ihren Amtseid als Abgeordnete in kurdischer Sprache ab und wird zu langjhriger Haft verurteilt. August 1992: 70 Prozent der kurdischen Stadt Şirnak werden durch trkisches Militr mit schweren Waffen vernichtet. September 1992: Der 70jhrige Journalist, Schriftsteller und Mitbegrnder der HEP, Musa Anter, wird in Diyarbakir ermordet.5.

bis 30. Oktober 1992: Gemeinsamer Krieg der trkischen Armee, der KDP und der PUK gegen die PKK in Sdkurdistan (Irak), der Sdkrieg. Die KDP und die PUK fhrten in den 1990er Jahren zahlreiche Militroperationen gemeinsam mit der trkischen Armee gegen die PKK durch. Oktober 1992: Der deutsche freie Journalist Stefan Waldberg wird bei seiner Rckkehr aus Sdkurdistan (Irak) in die Trkei festgenommen.

Wegen angeblicher Kurierttigkeit fr die PKK wird er im Jnner 1993 zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. International wird dieses Urteil von diversen Medienverbnden, bis hin zum renommierten PEN-Club, als Kriminalisierung von kritischem Journalismus bewertet.

  • Insgesamt verbringt Stefan Waldberg ein Jahr und zwei Monate in verschiedenen trkischen Gefngnissen.
  • November 1992: Es finden Wahlen zum kurdischen Exil-Nationalparlament statt (europaweit und in den GUS-Staaten).
  • Februar 1993: Deutsche Politiker_innen, Anwlt_innen und Organisationen erstatten Strafanzeige gegen die Regierung der Bundesrepublik Deutschland wegen Beihilfe zum Vlkermord an den Kurd_innen.20.

Mrz bis 5. Mai 1993: Die PKK ruft einen einseitigen Waffenstillstand aus. Mai 1993: Die DEP (Demokrasi Partisi) wird gegrndet, sie ist Nachfolgepartei der HEP, die im Juni verboten wird.2. Juli 1993: Alevitisches Kulturfestival in Sivas. Nach dem Freitagsgebet findet eine islamisch-fundamentalistische Kundgebung vor dem Madimak-Hotel statt, in dem alevitische Musiker_innen, Schriftsteller_innen, Dichter_innen und Verleger_innen logieren.

Aus der Menschenmenge heraus werden Brandstze gegen das Hotel geworfen. Da das Hotel aus Holz gebaut ist, breitet sich das Feuer schnell aus. Dabei verbrennen 35 Menschen. Wegen der wtenden Menschenmenge drauen vor dem Hotel knnen die Bewohner_innen des Hotels nicht ins Freie, bis sie schlielich vom Feuer eingeschlossen sind.

Obwohl Polizei und Feuerwehr frhzeitig alarmiert werden, greifen sie erst nach rund acht Stunden ein. September 1993: Der kurdische DEP-Abgeordnete im trkischen Nationalparlament Mehmet Sincar wird in Batman ermordet. Nizamettin Toguc, ebenfalls DEP-Abgeordneter, wird schwer verletzt.

  • Oktober 1993: Die kurdische Stadt Lice wird durch trkisches Militr zerstrt.
  • November 1993: Die PKK wird in Deutschland verboten.10.
  • Dezember 1993: Am Internationalen Tag der Menschenrechte strmen trkische Sicherheitskrfte die Zentralredaktion der prokurdischen Zeitung zgr Gndem in Istanbul und verhaften insgesamt 210 Mitarbeiter_innen.

Mrz 1994: Sechs kurdische DEP-Abgeordnete des trkischen Parlaments werden verhaftet, nachdem ihre Immunitt aufgehoben wurde. Kurd_innen demonstrieren gegen das Verbot von kurdischen Neujahrsfesten in Deutschland mit Autobahnblockaden. In der Nhe von Mannheim verbrennen sich zwei junge Kurdinnen aus Protest gegen die deutsche Politik.

  • In der Trkei wird zum ersten Mal auf staatliche Anordnung hin das kurdische Newroz gefeiert.
  • Die Kommunalwahlen werden von der DEP boykottiert.
  • Als Grund werden unzureichende Bedingungen fr freie und demokratische Wahlen genannt.
  • Juni 1995: Die DEP wird verboten, die Nachfolgepartei HADEP ( Halkın Demokrasi Partisi ) wurde bereits im Mai 1994 gegrndet, da das Verbot der DEP absehbar war.

Mrz 1995: Die YAJK (Union zur Befreiung der Frauen Kurdistans Frauenarmee) wird gegrndet. Mrz/April 1995: Die trkische Armee marschiert mit 50.000 Soldaten in die kurdischen Gebiete des Nordirak ein. Mai 1995: Der erste kurdische Fernsehsender Med-TV beginnt regelmig Sendungen in kurdischer, trkischer, assyrischer und arabischer Sprache in ganz Europa, Nordafrika und den Mittleren Osten auszustrahlen.27.

  • Mai 1995: Seit diesem Zeitpunkt versammeln sich die Mtter der Verschwundenen jeden Samstag in Istanbul mit Fotos ihrer vom Staat verschleppten und ermordeten Angehrigen.
  • Sie protestieren gegen die Politik des Verschwindenlassens in der Trkei und in Kurdistan.
  • Juli 1995: In den Gefngnissen der Trkei und Kurdistans treten ber 10.000 kurdische politische Hftlinge in den Hungerstreik.

Auerhalb der Gefngnisse schlieen sich mehrere Tausend Kurd_innen als Untersttzer_innen diesen Hungerstreikenden an. Eine Teilnehmerin des Solidarittshungerstreiks in Berlin, die 41-jhrige Glnaz Baghistani, stirbt an Herzversagen. Dezember 1995: Abdullah calan ruft in einer Sendung des kurdischen Fernsehsenders Med-TV den zweiten einseitigen Waffenstillstand nach 1993 mit der Trkei aus.

  • Bei den Parlamentswahlen in der Trkei erreicht die HADEP 4,3 % der gesamten Stimmen.1996: Das Jahr 1996 ist geprgt von Kmpfen in den Gefngnissen.
  • Diese werden von trkischen und kurdischen politischen Gefangenen gemeinsam getragen und richten sich gegen die Verlegung von mehr als 450 politischen Gefangenen in verschiedene, ber das ganze Land verteilte Haftanstalten und insbesondere in das Isolationsgefngnis Eskişehir.

ber 10.000 Gefangene beteiligen sich daran, 13 Gefangene sterben an den Folgen von Hungerstreiks bzw. Todesfasten. Es kommt zu Zugestndnissen des trkischen Staates an die Gefangenen. Ende September 1996 folgt jedoch blutige Rache, als Sondereinheiten zehn kurdische politische Gefangene im Gefngnis von Diyarbakir ermorden und verstmmeln (Nheres siehe Kasten zur Geschichte der Kmpfe der Gefangenen in der Trkei).1997: Die trkische Armee beginnt gemeinsam mit der irakisch-kurdischen Partei KDP eine Grooffensive gegen die Stellungen der PKK-Guerilla in Sdkurdistan (Irak).

Jnner 1998: Der kurdische Student mit Cihan Tarho wird in der Inn-Universitt in Meledi (Malatya) von trkischen Faschisten (Graue Wlfe) angegriffen und ermordet. Mai 1998: Es wird ein Attentat auf Akin Birdal, den Vorsitzenden des Menschenrechtsvereins (IHD), in Istanbul verbt, das er schwerverletzt nur durch Zufall berlebte.28.

August 1998: Abdullah calan verkndet whrend einer internationalen Telekonferenz im kurdischen Med-TV den dritten einseitigen Waffenstillstand der PKK nach 1993 und 1995.9. September 1998: calan muss seinen Aufenthaltsort in Syrien verlassen, nachdem die Trkei Syrien mit Krieg gedroht hatte.

Oktober 1998: Andrea Wolf (Ronahi), eine deutsche Guerillakmpferin bei der ARGK (Nationale Volksbefreiungsarmee Kurdistans bis 2000 militrische Organisation der PKK), wird bei Catak im Norden Kurdistans bei einer Operation der trkischen Armee gefangen genommen und anschlieend hingerichtet. November 1998: Abdullah calan trifft in Rom ein.

Zehntausende Kurd_innen aus ganz Europa machen sich auf dem Weg nach Rom, um ihre Sympathie zu bekunden. Jnner 1999: calan verlsst Italien zunchst mit unbekanntem Ziel und trifft dann in Moskau ein. Er beabsichtigt, in den Niederlanden vor dem Internationalen Kriegsverbrechertribunal den Vlkermord des trkischen Staates am kurdischen Volk anzuzeigen.

  • Er reist weiter nach Griechenland.
  • Er landet schlielich Anfang Februar in Kenia.15.
  • Februar 1999: Abdullah calan wird in einer Geheimdienstoperation aus Kenia (aus dem Haus des griechischen Botschafters in Nairobi) in die Trkei entfhrt.
  • Hunderttausend Kurd_innen auf der ganzen Welt gehen auf die Strae und protestieren heftig gegen die Verschleppung von calan.

In Europa, insbesondere in Deutschland, kommt es zu mehreren Besetzungen griechischer Konsulate.17. Februar 1999: Bei einem Protest vor dem israelischen Konsulat (es gab Hinweise auf die Mitwirkung des israelischen Geheimdienstes an der Entfhrung calans) in Berlin schieen Sicherheitsbeamte des Konsulats mit Maschinenpistolen gezielt auf Menschen.

Vier Kurd_innen, darunter eine 18jhrige Kurdin, werden erschossen.18 Personen werden zum teilweise schwer verletzt und 229 Kurd_innen von der Polizei festgenommen.17. April 1999: In Bonn demonstrieren knapp 200.000 Menschen fr die Freiheit von Abdullah calan. Es ist die grte Demonstration der Kurd_innen in Europa.

Bei den Parlaments- und Kommunalwahlen in der Trkei erreicht die HADEP knapp 5 % der Stimmen und verfehlt damit den Einzug ins Parlament. In den meisten kurdischen Provinzen wird sie strkste Partei und stellt von nun an 39 Brgermeister_innen.29. Juni 1999: Das trkische Staatssicherheitsgericht verurteilt Abdullah calan zum Tode.

August 1999: calan ruft die PKK auf, ab dem 1. September den bewaffneten Kampf in der Trkei einzustellen und alle bewaffneten Einheiten aus dem trkischen Staatsgebiet abzuziehen. Jnner 2000: Die trkische Regierung verschiebt die Vollstreckung des Todesurteils und will bis zum Ende des Verfahrens vor dem Europischen Gerichtshofes abwarten.

Anfang Mrz 2000: Die PKK stellt der ffentlichkeit ein Friedensprojekt vor und richtet dieses an die Trkei.21. Mrz 2000: In Kurdistan, der Trkei und im Nahen Osten feiern Menschen zu hunderttausenden Newroz. Allein in Diyarbakir (Amed) kommen 300.000 Menschen zusammen.

Weitere hunderttausende in Batman, Wan und Mersin. Oktober bis Dezember 2000: Die PUK unter Talabani beginnt mit militrischen Angriffen gegen die PKK-Guerilla. Mit dem Einmarsch trkischer Truppen im Dezember wird die Lage zunehmend kritischer. November 2000: Am HADEP-Kongress in Ankara beteiligen sich rund 100.000 Menschen.

Dezember 2000: Der trkische Staat greift die politischen Gefangenen in den Gefngnissen an, die gegen die Einfhrung der Isolationshaft einen Hungerstreik bzw. Todesfasten begonnen haben. Sondereinheiten strmen 20 Gefngnisse. Bilanz: mehr als 30 tote Gefangene.

Mehrere hundert Gefangene werden schwerverletzt in Krankenhuser eingeliefert oder verschleppt.34 Menschen gelten bis heute als offiziell verschwunden Der Hungerstreik wird nicht beendet. Im Frhjahr fordert er weitere dutzende Tote, weil die trkische Regierung nicht auf die Forderungen der Gefangenen eingeht.

(Nheres siehe Kasten zur Geschichte der Kmpfe der Gefangenen in der Trkei). Februar 2001: Wirtschaftskrise in der Trkei. Die trkische Lira wird um bis zu 30 % abgewertet, die Inflation steigt wieder rapide an. Es finden landesweite Proteste statt. Anfang Mrz 2001: Die PKK ruft die kurdische Bevlkerung beim Newroz zum Serhildan (Volksaufstand) auf, um den trkischen Staat dazu zu zwingen, von der verschrften Politik gegenber der Opposition abzukommen.

  1. In Kurdistan und in der Trkei feiern etwa 2 Millionen Menschen das Newroz-Fest, allein eine halbe Million in Amed/Diyarbakir.
  2. J uni 2001: Kurd_innen in Europa beginnen die Kampagne der Selbstidentifikation.
  3. Zehntausende Menschen zeigen sich bei Staatsanwaltschaften als PKKler_innen an.
  4. Sie fordern die Anerkennung der Kurd_innen als ethnische Gruppe, die kulturellen und politischen Rechte und die Aufhebung des PKK-Verbotes.2002: Aufhebung der Todesstrafe in Friedenszeiten und Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft.

calan sitzt seit dem 15. Februar 1999 in Isolationshaft auf der Gefngnisinsel Imrali im Marmarameer. Von dort meldet er sich mit Hilfe seiner Anwlte in Form von Gesprchsprotokollen zu Wort. Die HADEP kandidiert gemeinsam mit anderen Organisationen als DEHAP (Demokratik Halk Partisi) bei der Parlamentswahl 2002 und verfehlt die Zehnprozenthrde,2003: Die kurdischen Politiker Mehmet Yumak und Resul Sadak reichen eine Klage gegen die Sperrklausel (Zehnprozenthrde) beim Europischen Gerichtshof fr Menschenrechte ein.

Am 30. Januar 2007 verkndet der Gerichtshof das Urteil, wonach die Sperrklausel nicht gegen die Europische Menschenrechtskonvention verstt. Mrz 2003: Die HADEP wird verboten, gegen die DEHAP ein Verbotsverfahren eingeleitet.2004 : Im Juni beendet die kurdische Guerilla einen fnfjhrigen einseitigen Waffenstillstand und greift wieder zu den Waffen, da es zu keinen wirklichen Zugestndnissen des Staates an die kurdische Bevlkerung gekommen war und das Militr seine Angriffe intensivierte.24.

Oktober 2005: Die DTP (Demokratik Toplum Partisi) wird gegrndet. Die DEHAP lst sich angesichts des Verbotsverfahrens im November 2005 selbst auf und bergibt ihre Bros der DTP.2005-2007: Die kurdische Bewegung sammelt 3 Millionen Unterschriften fr die Kampagne Ich akzeptiere Abdullah calan als politischen Willen des kurdischen Volkes.

  1. Oktober 2006: Die HPG (seit 2000 Name der militrischen Organisation der PKK) verkndet erneut einen einseitigen Waffenstillstand.9.
  2. Juni 2007: Die trkische Armeefhrung erklrt in Absprache mit der Regierung das Gebiet um Siirt, Hakkari und Şırnak zu einer vom Militr kontrollierten Sicherheitszone, was hnlichkeit mit dem Notstand der frhen 1990er Jahren hat.17.

Oktober 2007: Die Resolution fr grenzberschreitende Militroperationen im Nordirak wird von der trkischen Nationalversammlung angenommen. Mit dieser Resolution, die auf ein Jahr beschrnkt ist, darf die Regierung in Ankara das Militr ohne jegliche Konsultationen mit dem Parlament in den Nordirak schicken.21.

  • Februar 2008: Die trkische Armee startet mit der Operation Sonne die 25.
  • Bodenoffensive seit 1983 in den Nordirak, an der schtzungsweise 10.000 Soldaten beteiligt sind.
  • Bei den Zusammensten mit der PKK kommt es zu heftigen Widerstnden.
  • Die Operation endet am 29. Februar.
  • Der Generalstab gibt bekannt, dass 237 Militante der HPG gettet wurden.

Die eigenen Verluste werden mit 24 getteten Soldaten und 3 getteten Dorfschtzern angegeben. Die HPG beziffert ihre Verluste auf 9 Angehrige der Guerilla und behauptet, dass ber 100 Soldaten gettet wurden.